International

Podcast «International» von SRF

Der Podcast „International“ ist ein Informationsformat des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF), das sich intensiv mit dem weltpolitischen Geschehen und gesellschaftlichen Entwicklungen außerhalb der Schweiz auseinandersetzt. Im Zentrum der Sendung stehen die Berichterstattungen und Analysen des weitreichenden Netzes an Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten des Senders. Diese Journalistinnen und Journalisten leben und arbeiten permanent in den jeweiligen Weltregionen, was ihnen ermöglicht, Entwicklungen nicht nur aus der Distanz zu beobachten, sondern kontextualisiert vor Ort einzuordnen.

Inhaltlich deckt das Format ein breites Spektrum ab, das von geopolitischen Konflikten und diplomatischen Verhandlungen bis hin zu soziokulturellen Verschiebungen und wirtschaftlichen Transformationen reicht. Die Episoden sind in der Regel so strukturiert, dass sie über die tagesaktuelle Kurzinformation hinausgehen. Oft kombiniert das Format klassische Reportage-Elemente mit ausführlichen Hintergrundgesprächen. In diesen Diskussionen werden nicht nur Fakten vermittelt, sondern auch die Hintergründe der journalistischen Recherche sowie die Einschätzungen der Korrespondenten zur langfristigen Bedeutung der Ereignisse thematisiert.

Ein wesentliches Merkmal von „International“ ist die Verbindung von lokaler Expertise und globalen Zusammenhängen. Die Beiträge zielen darauf ab, komplexe Sachverhalte für ein Publikum verständlich aufzubereiten, ohne dabei an analytischer Tiefe zu verlieren. Dabei kommen regelmäßig Personen zu Wort, die direkt von den beschriebenen Entwicklungen betroffen sind, was den geopolitischen Analysen eine konkrete gesellschaftliche Perspektive verleiht. Der Podcast fungiert somit als einordnendes Medium zwischen der schweizerischen Wahrnehmung und der Realität in Regionen wie dem Nahen Osten, Asien, Afrika, Osteuropa oder den Amerikas.

Die Produktion zeichnet sich durch eine sachliche und unaufgeregte Tonalität aus, die dem öffentlich-rechtlichen Informationsauftrag entspricht. Ziel ist eine fundierte Vermittlung von Wissen über internationale Dynamiken und die Reflexion über journalistische Arbeit in einem globalen Kontext. Damit richtet sich das Format an eine Zuhörerschaft, die an einer vertieften Auseinandersetzung mit internationaler Politik und den Kräften, die die moderne Welt formen, interessiert ist.

00:00
00:00

Zusammenfassung der Episode

Das südamerikanische Land hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Zum politischen Umbruch kam im Juni ein verheerendes Erdbeben. Anne Demmer ist in die Katastrophenregion gereist und erzählt von Menschen, die in den Trümmern noch immer nach Spuren ihrer Angehörigen suchen.

Folgen

667-

TALK: Wer hilft den Erdbebenopfern in Venezuela?

Das südamerikanische Land hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Zum politischen Umbruch kam im Juni ein verheerendes Erdbeben. Anne Demmer ist in die Katastrophenregion gereist und erzählt von Menschen, die in den Trümmern noch immer nach Spuren ihrer Angehörigen suchen.

31 Okt. 2026
666-

Venezuela nach Maduro: Das Öl, die Hoffnung und die Angst

Ölpumpen laufen wieder, die Hoffnung auf Arbeit wächst. US-Präsident Trump hat einen milliardenschweren Öl-Deal mit Venezuela angekündigt, dessen Einzelheiten aber undurchsichtig bleiben. Gleichzeitig machen Stromausfälle den Menschen zu schaffen, und geht die Angst vor einem neuen Machtkampf um. Der Maracaibo-See ist eine grüne Suppe, auf der dunkle Öl-Augen schwimmen. Pocho, der Fischer, steuert sein Boot durch Skelette ehemaliger Ölanlagen. Diese zu sanieren, wird viel Zeit und Geld kosten. Immerhin: in der Ferne quietscht bereits eine Förderpumpe, die erst kürzlich wieder in Betrieb genommen wurde. In Venezuela haben sich die Ereignisse dieses Jahr überschlagen. Am 3. Januar wurde Präsident Nicolás Maduro von US-Kräften festgenommen, seither ist die politische Zukunft des Landes in der Schwebe. Präsident Trump interessiert sich für die riesigen Ölvorräte des Landes, mit seinem Öl-Deal hat er die Firma North American Blue Energy Partners (NABEP) in Position gebracht. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez,…

28 Okt. 2026
665-

TALK: Von arm zu reich: Wie hat sich Polen verändert?

Die Bilder von Polen als armem, grauem Land – diese Vorstellungen stecken noch in vielen Köpfen. Doch Polen hat sich verändert, es ist ein anderes, wohlhabendes und attraktives Land geworden. Wie sie das erlebt, erzählt Osteuropakorrespondentin Judith Huber im Talk.

24 Okt. 2026
664-

Der Hunger nach Erfolg. In Polen boomt die Wirtschaft

Noch in den 1990er Jahren galt Polen als das «Armenhaus» Europas. Das war einmal. Denn das Land hat seither stetig an wirtschaftlichem Gewicht zugelegt und gehört heute zu den wohlhabendsten Nationen der europäischen Union. Polen blickt auf eine lange, wechselhafte und oft leidvolle Geschichte zurück. Aber auch auf eine Erfolgsgeschichte: Das Land mit seinen knapp 38 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehörte in den letzten Jahrzehnten zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Europäischen Union. Es ist gemessen an der Wirtschaftsleistung, dem BIP, heute die Nummer sechs in der EU. Polens Wirtschaftsaufschwung ist «eine Geschichte, wie die des Tellerwäschers, der zum Millionär wurde». So sagt es der polnische Ökonom Marcin Piatkowski. Gründe dafür gibt es einige. Einer davon: eine umsichtige, pragmatische Wirtschaftspolitik der Eliten bereits in den 1990er Jahren. Ein anderer: Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Aber auch: Die Zivilgesellschaft, die Polinnen und Polen selbst, die…

21 Okt. 2026
663-

TALK: Sibirien-Krise: Wie trifft der Krieg Russlands Wirtschaft?

In diesem Bericht aus der Sendung International berichtet der SRF-Russland-Korrespondent Colm McKenzie über seine Reise in den Kusbass, ein bedeutendes Kohleabbaugebiet in Sibirien. Er beleuchtet die wirtschaftliche Krise der dortigen Kohlebranche, die durch den Krieg in der Ukraine und internationale Sanktionen verschärft wird. Der Bericht beschreibt die schwierigen Bedingungen für Journalisten in Russland, die Herausforderungen bei der Informationsbeschaffung in einer repressiven Umgebung sowie die soziale Not der Bergarbeiter. McKenzie thematisiert zudem die Diskrepanbindung zwischen der Hauptstadt Moskau und den abgelegenen Regionen Sibiriens. Er zeigt auf, wie wirtschaftliche Perspektivlosigkeit dazu führen kann, dass entlassene Bergarbeiter als Soldaten in den Krieg ziehen. Die Reportage bietet Einblicke in die politische Lage vor Ort, von Kreml-treuen Kommunisten bis hin zu liberalen Kräften, und reflektiert über die menschlichen Kosten des Konflikts.

17 Okt. 2026