International

Podcast «International» von SRF

Der Podcast „International“ ist ein Informationsformat des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF), das sich intensiv mit dem weltpolitischen Geschehen und gesellschaftlichen Entwicklungen außerhalb der Schweiz auseinandersetzt. Im Zentrum der Sendung stehen die Berichterstattungen und Analysen des weitreichenden Netzes an Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten des Senders. Diese Journalistinnen und Journalisten leben und arbeiten permanent in den jeweiligen Weltregionen, was ihnen ermöglicht, Entwicklungen nicht nur aus der Distanz zu beobachten, sondern kontextualisiert vor Ort einzuordnen.

Inhaltlich deckt das Format ein breites Spektrum ab, das von geopolitischen Konflikten und diplomatischen Verhandlungen bis hin zu soziokulturellen Verschiebungen und wirtschaftlichen Transformationen reicht. Die Episoden sind in der Regel so strukturiert, dass sie über die tagesaktuelle Kurzinformation hinausgehen. Oft kombiniert das Format klassische Reportage-Elemente mit ausführlichen Hintergrundgesprächen. In diesen Diskussionen werden nicht nur Fakten vermittelt, sondern auch die Hintergründe der journalistischen Recherche sowie die Einschätzungen der Korrespondenten zur langfristigen Bedeutung der Ereignisse thematisiert.

Ein wesentliches Merkmal von „International“ ist die Verbindung von lokaler Expertise und globalen Zusammenhängen. Die Beiträge zielen darauf ab, komplexe Sachverhalte für ein Publikum verständlich aufzubereiten, ohne dabei an analytischer Tiefe zu verlieren. Dabei kommen regelmäßig Personen zu Wort, die direkt von den beschriebenen Entwicklungen betroffen sind, was den geopolitischen Analysen eine konkrete gesellschaftliche Perspektive verleiht. Der Podcast fungiert somit als einordnendes Medium zwischen der schweizerischen Wahrnehmung und der Realität in Regionen wie dem Nahen Osten, Asien, Afrika, Osteuropa oder den Amerikas.

Die Produktion zeichnet sich durch eine sachliche und unaufgeregte Tonalität aus, die dem öffentlich-rechtlichen Informationsauftrag entspricht. Ziel ist eine fundierte Vermittlung von Wissen über internationale Dynamiken und die Reflexion über journalistische Arbeit in einem globalen Kontext. Damit richtet sich das Format an eine Zuhörerschaft, die an einer vertieften Auseinandersetzung mit internationaler Politik und den Kräften, die die moderne Welt formen, interessiert ist.

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Zusammenfassung der Episode

Die Reportage beleuchtet die israelische Medienlandschaft mit einem Fokus auf den privaten Fernsehsender Kanal 14. Die Journalistin Anna Drechsel untersucht, warum dieser Sender oft als reines Sprachrohr der Regierung unter Premierminister Netanjahu und als Instrument für Propaganda wahrgenommen wird. Der Beitrag setzt sich zudem mit der Rolle des Armeesenders Galatz, der Militärzensur sowie der zunehmenden Selbstzensur in der Berichterstattung über den Gazakrieg auseinander. Dabei werden auch die Herausforderungen für ausländische Journalisten und die unterschiedlichen Perspektiven der israelischen und palästinensischen Bevölkerung thematisiert.

Kapitel

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Highlights

In Israel sagen viele Journalistinnen und Journalisten, der Kanal 14 macht nicht Journalismus, das sei reine Propaganda für den Premierminister Netanyahu.

00:01:18 · Die Redakteurin beschreibt die Kritik an der journalistischen Integrität des Senders Kanal 14.

Und etwas ganz Spezielles ist der Armeesender. Der wird tatsächlich vor israelischer Armee betrieben.

00:02:54 · Erklärung der besonderen Stellung des Radiosenders Galatz im israelischen Mediensystem.

Das ist wirklich der äusserstrechte Rand der israelischen Politlandschaft.

00:04:24 · Einordnung der extremen politischen Haltungen, die in der besuchten Talkshow vertreten wurden.

Die Medien schauen der Premier und ihre Regierungsmannschaft genau auf die Finger. Aber wenn es um den Gazakrieg ging, gab es ein riesiges Tabu.

00:06:45 · Analyse der selektiven Berichterstattung und der Ausblendung palästinensischen Leids während des Krieges.

Etwas, was ich immer wieder seit vielen Jahren erlebe und höre, ist die Haltung, du kommst nicht von hier, kommst hierher und redest mit uns.

00:08:06 · Die Schwierigkeit für ausländische Reporter, die komplexe lokale Realität ohne tiefe Integration zu beurteilen.

Folgen

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TALK: Wie frei sind Israels Medien?

Die Reportage beleuchtet die israelische Medienlandschaft mit einem Fokus auf den privaten Fernsehsender Kanal 14. Die Journalistin Anna Drechsel untersucht, warum dieser Sender oft als reines Sprachrohr der Regierung unter Premierminister Netanjahu und als Instrument für Propaganda wahrgenommen wird. Der Beitrag setzt sich zudem mit der Rolle des Armeesenders Galatz, der Militärzensur sowie der zunehmenden Selbstzensur in der Berichterstattung über den Gazakrieg auseinander. Dabei werden auch die Herausforderungen für ausländische Journalisten und die unterschiedlichen Perspektiven der israelischen und palästinensischen Bevölkerung thematisiert.

01 Aug. 2026
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Zu Besuch bei Israels kontroversem Fernsehsender

Diese Episode von «International» untersucht die wachsende Radikalisierung der israelischen Medienlandschaft am Beispiel des Senders Kanal 14. Der Bericht beleuchtet, wie sich dieser rechtsgerichtete Sender als Plattform für die Anhänger von Benjamin Netanyahu etabliert hat und dabei zunehmend mit Vorwürfen der Hetze und der Verbreitung von Verschwörungstheorien konfrontiert wird. Durch Interviews mit Journalisten, Autoren und Experten wird die Dynamik zwischen politischer Anpassung, dem Niedergang des klassischen Journalismus und dem Aufstieg populistischer Narrative im Kontext der israelischen Gesellschaft analysiert. Der Beitrag verbindet die Beobachtung realer Medienstrukturen mit literarischen Reflexionen über den Verlust journalistischer Integrität. Er beleuchtet zudem die internationale Parallele zu populistischen Bewegungen in anderen Ländern und hinterfragt die Rolle der Medien in einer tief gespaltenen Demokratie.

29 Jul. 2026
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TALK: Warum ist die indische Gesellschaft so hierarchisch?

Dieser Bericht beleuchtet die tief verwurzelte soziale Ungleichheit in Indien und das Fortbestehen des Kastensystems. Im Zentrum steht die prekäre Lage der Dalit, die trotz eines gesetzlichen Verbots seit 2013 weiterhin mit menschenunwürdigen Arbeiten wie dem manuellen Reinigen von Fäkalien beschäftigt sind. Die Südasien-Korrespondentin Maren Peters beschreibt die Mechanismen der Ausbeutung, die durch religiöse Vorstellungen und soziale Hierarchien zementiert werden. Die Reportage zeigt auf, wie Bildung und wirtschaftlicher Aufstieg durch die Kastenstruktur erschwert werden und welche lebensgefährlichen Risiken für die untersten Schichten bestehen. Neben Einzelschicksalen, wie dem eines hochgebildeten Aktivisten, wird das strukturelle Problem der Diskriminierung in ländlichen und urbanen Gebieten Indiens analysiert.

25 Jul. 2026
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Dalit in Indien: Gefangen im Dreck

Diese Episode von International beleuchtet die lebensgefährliche und illegalisierte Arbeit der Fäkalienreinigung in Mumbai, Indien. Im Zentrum stehen Dalit-Arbeiter, die trotz eines gesetzlichen Verbots Klärgruben und Abflüsse mit bloßen Händen reinigen und dabei regelmäßig tödlich verunglücken. Der Bericht dokumentiert die Verbindung zwischen extremer Armut, dem jahrhundertealten hinduistischen Kastensystem und der mangelnden politischen Umsetzung von Menschenrechtsstandards. Durch persönliche Schicksale wie das der Witwe Vimla Cerrutia und die Perspektiven von Aktivisten wie Beswarda Wilson wird die systemische Diskriminierung sichtbar. Die Recherche zeigt auf, wie die Auslagerung von Reinigungsarbeiten an private Subunternehmer die Verantwortung der Stadtverwaltung verschleiert und die Arbeiter in einem Teufelskreis aus Zwangsarbeit, gesundheitlichen Schäden und sozialer Ausgrenzung gefangen hält.

22 Jul. 2026
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TALK: Wer hat Angst vor dem Freedom Theatre Dschenin?

18 Jul. 2026