Lanz + Precht

Lanz und Precht Podcast

Markus Lanz und Richard David Precht führen in diesem wöchentlichen Format des ZDF einen Dialog über aktuelle gesellschaftliche, politische und philosophische Fragestellungen. Der Podcast erscheint jeden Freitag und konzentriert sich ausschließlich auf das Gespräch zwischen dem Journalisten und dem Philosophen, wobei auf externe Interviewgäste verzichtet wird.

Die thematische Ausrichtung der Episoden ist breit gefächert und orientiert sich häufig am aktuellen Zeitgeschehen. Die Diskussionen behandeln Themen wie die digitale Transformation, bildungspolitische Reformen, internationale Konflikte sowie grundlegende ethische Dilemmata der Gegenwart. Markus Lanz bringt dabei seine Perspektive als erfahrener Talkshow-Moderator und Journalist ein, der auf empirische Beobachtungen und aktuelle Berichterstattung fokussiert ist. Richard David Precht ergänzt diese Sichtweise durch philosophische Einordnungen, historische Herleitungen und systemkritische Analysen.

Ein wesentliches Merkmal des Formats ist die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten. Trotz ihrer persönlichen Vertrautheit nehmen sie regelmäßig unterschiedliche Positionen ein, was zu kontroversen Debatten über die Ausgestaltung der Zukunft führt. Ziel des Podcasts ist es, komplexe Zusammenhänge zu reflektieren und über die reine Nachrichtenberichterstattung hinausgehende Einblicke in die Hintergründe globaler und nationaler Entwicklungen zu geben.

Die Produktion wird von Lucas Raßbach geleitet, während die redaktionelle Betreuung durch Monika Fabricius und Simon Schuling erfolgt. Seitens des ZDF sind Henning Brekenkamp und Marc Lovric für die Redaktion verantwortlich. Die Postproduktion wird von Dominik Völkl durchgeführt. Seit dem Start im Jahr 2021 hat sich das Format als fester Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Audio-Angebots etabliert. Die Episoden haben eine durchschnittliche Laufzeit von etwa 60 bis 75 Minuten und bieten Raum für eine detaillierte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Schwerpunktthemen.

00:00
00:00

Zusammenfassung der Episode

In dieser Episode diskutieren die Sprecher über die philosophische und soziale Bedeutung von Wohnen, angefangen bei persönlichen Erinnerungen an erste eigene Wohnungen bis hin zur aktuellen Wohnraumkrise. Richard teilt Einblicke in die emotionale Verbindung zu seinem Zuhause und die Herausforderungen bei der Renovierung von Altbauwohnungen. Der Fokus verschiebt sich dann auf die politische Dimension: Die Folgen der Privatisierung von staatlichem Wohnraum in Berlin und Dresden werden analysiert, ebenso wie die Debatte um Vergesellschaftung versus sozialen Wohnungsbau. Die Sprecher beleuchten das Wiener Modell als Vorbild, thematisieren die rechtlichen Hürden von Enteignungen und diskutieren mögliche Lösungsansätze wie die Umwandlung von Gewerbeimmobilien.

Kapitel

Klicke auf ein Kapitel, um direkt zu diesem Moment zu springen

Highlights

Wohnen ist sowas wie die zentrale soziale Frage unserer Zeit nicht jetzt geworden, sondern ist es tatsächlich schon länger, aber endlich wird es auch von der Kompolitik so wirklich adressiert.

00:00:23 · Markus führt das Thema des Podcasts ein und stellt den Zusammenhang zwischen Wohnraum und politischer Relevanz her.

Der Mensch ist so schutzbedürftig, dass er eine Höhle braucht und man hat das Wohnen mit angefangen, noch lange bevor man angefangen hat, die ersten Steine aufeinander zu türmen.

00:01:41 · Richard beschreibt die evolutionäre und fundamentale Notwendigkeit von Wohnraum als Grundbedürfnis.

Weil wer in Berlin eine Wohnung sucht, der erlebt keinen Markt, sondern in Wahrheit eine Lotterie?

00:14:57 · Der Sprecher hinterfragt die Bezeichnung des Berliner Wohnungsmarktes aufgrund der extremen Schwierigkeit, überhaupt etwas zu finden.

Ich bin dafür, dass ganz viel sozialer Wohnungsbau gemacht wird, aber ich bin im Fall von Berlin für die Vergesellschaftung. Man kann für beides sein.

00:28:53 · Der Sprecher stellt klar, dass der Ausbau von sozialem Wohnraum kein Widerspruch zur Vergesellschaftung ist.

Egal wie viel Geld du da jetzt reinbutterst, egal welche Mietendeckel du machst, egal welche Mietpreisbremsen du einbaust, es entsteht dadurch genau keine einzige neue Wohnung.

00:45:16 · Der Sprecher argumentiert, dass regulatorische Maßnahmen allein das Problem des Wohnungsmangels nicht lösen können.

Folgen

267-

#263 (Wohnungsnot - hilft das Vergesellschaften?)

In dieser Episode diskutieren die Sprecher über die philosophische und soziale Bedeutung von Wohnen, angefangen bei persönlichen Erinnerungen an erste eigene Wohnungen bis hin zur aktuellen Wohnraumkrise. Richard teilt Einblicke in die emotionale Verbindung zu seinem Zuhause und die Herausforderungen bei der Renovierung von Altbauwohnungen. Der Fokus verschiebt sich dann auf die politische Dimension: Die Folgen der Privatisierung von staatlichem Wohnraum in Berlin und Dresden werden analysiert, ebenso wie die Debatte um Vergesellschaftung versus sozialen Wohnungsbau. Die Sprecher beleuchten das Wiener Modell als Vorbild, thematisieren die rechtlichen Hürden von Enteignungen und diskutieren mögliche Lösungsansätze wie die Umwandlung von Gewerbeimmobilien.

18 Sep. 2026
266-

#262 (Wenn die Mitte ihre Mehrheit verliert)

Die Moderatoren analysieren den politischen Wandel in Deutschland, ausgehend von persönlichen Anekdoten bis hin zur Analyse der aktuellen Zäsur in Sachsen-Anhalt. Dabei wird das Ende der Ära Merkel und die damit einhergehende Rückkehr zu politischer Polarisierung thematisiert. Die Diskussion beleuchtet zudem die strukturellen Krisen der liberalen Demokratie, einschließlich der Macht von Medien und Geld sowie der zunehmenden Ideologisierung gesellschaftlicher Debatten. Es wird argumentiert, dass Rechtspopulismus eher ein Symptom dysfunktionaler demokratischer Prozesse als deren alleinige Ursache ist.

11 Sep. 2026
265-

#261 (AfD: Auf dem Weg zur blauen Hegemonie?)

Die Moderatoren reflektieren über das fünfjährige Jubiläum ihres Podcasts und analysieren die demografische Krise in Sachsen-Anhalt am Beispiel von Köthen. Dabei wird untersucht, wie die AfD durch die Besetzung kultureller Räume eine „kulturelle Hegemonie“ im Osten aufbaut, wobei theoretische Parallelen zu Antonio Gramsci und Karl Marx gezogen werden. Die Diskussion erörtert zudem die Strategien der Rechten, soziale Medien und emotionale Bindungen zur Mobilisierung junger Zielgruppen zu nutzen. Abschließend werden die politischen Folgen einer möglichen AfD-Regierung sowie die wirtschaftliche Notwendigkeit von Zuwanderung angesichts des Fachkräftemangels thematisiert.

04 Sep. 2026
264-

#260 (Friedrich Merz: Ein Denken von gestern?)

Die Diskussion beleuchtet die politische Lage der CDU unter Friedrich Merz und kritisiert dessen mangelnde Anpassungsfähigkeit an eine multipolare Weltordnung sowie das Fehlen politischer Alternativen in Europa. Es wird vor der Radikalisierung rechter Parteien gewarnt und die Unfähigkeit etablierter Politiker thematisiert, auf geostropolitische Veränderungen zu reagieren. Zudem werden Reformvorschläge für das deutsche Rentensystem und neue Steuerkonzepte für KI und Robotik erörtert. Die Sprecher kritisieren die Visionslosigkeit der deutschen Politik angesichts von Herausforderungen wie Demografie, Migration und Klimawandel sowie die zunehmende Polarisierung durch Populismus.

28 Aug. 2026
263-

#259 (Das AfD-Versprechen: Zurück in die Vergangenheit?)

In dieser Episode analysieren die Moderatoren das Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt und untersuchen dessen Realisierbarkeit sowie die dahinterstehenden politischen Strategien. Dabei werden Themen wie Migrationspolitik, Bildungsreformen und die rechtlichen Hürden von Forderungen nach Abschiebehaft oder Arbeitszwang kritisch beleuchtet. Zudem wird die Gefahr eines gezielten Kulturkampfs diskutiert, der darauf abzielt, durch gesellschaftliche Spaltung von strukturellen Problemen abzulenken. Die Sprecher erörtern zudem die langfristige Strategie der Partei, durch Personalpolitik und die Besetzung von Verwaltungsposten eine dauerhafte Veränderung des Staatsapparates anzustreben.

21 Aug. 2026