Zusammenfassung der Episode
Germany, Germania, Allemagne oder Alemania: So heißt Deutschland in vielen Teilen der Welt. Der Gründungsmythos lautet: Die Deutschen stammen von den Germanen ab. Hermann der Cherusker ist so etwas wie ein Nationalheld. Und die Niederlage der Römer in der legendären Varusschlacht im Jahr 9 n. Christus steht für Mut, Stärke und Tapferkeit der Germanen. Aber „die“ Germanen gab es gar nicht. Und dass wir Deutschen deren Nachfahren sein sollen, ist eine Erfindung des 18. und 19. Jahrhunderts. Hermann, oder Arminius, wie er eigentlich heißt, war zum Beispiel ein Cherusker. Nur eine von vielen verschiedenen germanischen Gruppen, die in der Antike jenseits des Römischen Reiches in Nord- und Mitteldeutschland lebten. Aber wer waren dann „die“ Germanen? Wer hat sie womöglich erfunden? Und warum beschwört ausgerechnet die extreme Rechte heute das angebliche Germanentum der Antike, das es so nie gegeben hat? Ein Podcast über Arminius, den Cherusker, über die Phantasie antiker Geschichtsschreiber und die Frage: Stimmt…
Germany, Germania, Allemagne oder Alemania: So heißt Deutschland in vielen Teilen der Welt. Der Gründungsmythos lautet: Die Deutschen stammen von den Germanen ab. Hermann der Cherusker ist so etwas wie ein Nationalheld. Und die Niederlage der Römer in der legendären Varusschlacht im Jahr 9 n. Christus steht für Mut, Stärke und Tapferkeit der Germanen. Aber „die“ Germanen gab es gar nicht. Und dass wir Deutschen deren Nachfahren sein sollen, ist eine Erfindung des 18. und 19. Jahrhunderts. Hermann, oder Arminius, wie er eigentlich heißt, war zum Beispiel ein Cherusker. Nur eine von vielen verschiedenen germanischen Gruppen, die in der Antike jenseits des Römischen Reiches in Nord- und Mitteldeutschland lebten. Aber wer waren dann „die“ Germanen? Wer hat sie womöglich erfunden? Und warum beschwört ausgerechnet die extreme Rechte heute das angebliche Germanentum der Antike, das es so nie gegeben hat? Ein Podcast über Arminius, den Cherusker, über die Phantasie antiker Geschichtsschreiber und die Frage: Stimmt…
Folgen
Wer waren die Germanen?
GehörtGermany, Germania, Allemagne oder Alemania: So heißt Deutschland in vielen Teilen der Welt. Der Gründungsmythos lautet: Die Deutschen stammen von den Germanen ab. Hermann der Cherusker ist so etwas wie ein Nationalheld. Und die Niederlage der Römer in der legendären Varusschlacht im Jahr 9 n. Christus steht für Mut, Stärke und Tapferkeit der Germanen. Aber „die“ Germanen gab es gar nicht. Und dass wir Deutschen deren Nachfahren sein sollen, ist eine Erfindung des 18. und 19. Jahrhunderts. Hermann, oder Arminius, wie er eigentlich heißt, war zum Beispiel ein Cherusker. Nur eine von vielen verschiedenen germanischen Gruppen, die in der Antike jenseits des Römischen Reiches in Nord- und Mitteldeutschland lebten. Aber wer waren dann „die“ Germanen? Wer hat sie womöglich erfunden? Und warum beschwört ausgerechnet die extreme Rechte heute das angebliche Germanentum der Antike, das es so nie gegeben hat? Ein Podcast über Arminius, den Cherusker, über die Phantasie antiker Geschichtsschreiber und die Frage: Stimmt…
Geschichte des Strafvollzugs
GehörtGefängnis: das ist für die meisten eine Horrorvorstellung. Ein Leben hinter Gittern ohne Selbstbestimmung, ohne jede Freiheit, getaktet nach einem immer gleichen Ablauf. Meist haben wir dunkle, heruntergekommen Zellen vor Augen, denken an Gewalt, Brutalität. Fiese Wärter, schlechtes Essen aus großen Suppentöpfen. Ein Bild, das vor allem von Filmen wie „Die Verurteilten“ oder Serien wie „Prison Break“ geprägt ist. Aber was ist dran an diesem Bild und wie hat sich der moderne Strafvollzug entwickelt? Wann fing man in der Geschichte an, Menschen in Kerker oder Verliese für lange Zeit einzusperren? Und worin unterscheidet sich ein Gefängnis von einem Zucht- und Arbeitshaus? In dieser Folge blicken wir hinter die Mauern. Ein Podcast über die Verwahrkerker der Antike. Darüber, was moderne Gefängnisse mit Klöstern zu tun haben und die Frage: Kann es so etwas wie ein „humanes“ Gefängnis überhaupt geben? Interviewpartner*innen: Falk Bretschneider Julia Hillner Jörg Kinzig Jonas Kreienbaum Michael Skirl Quellen:…
Kann das weg oder muss das ins Museum? Die Geschichte der Erinnerungskultur
GehörtKann das weg? Oder muss das ins Museum? Eine Frage, die wir uns heute oft stellen. Und auch ein Blick in die Geschichte zeigt: die Menschen wollten zu allen Zeiten nachfolgende Generationen etwas hinterlassen: Ihre Geschichten, ihre Taten, ihr Wissen, ihre Traditionen. In der Frühzeit bemalten Jäger und Sammler Höhlenwände. Die Römer in der Antike prägten Münzen oder ließen Inschriften in Bauwerke meißeln. Später hielt man die Erinnerungen in Büchern oder Pergamenten fest. Erklärte bestimmte Tage zu Gedenk- oder Feiertagen, baute Archive, Bibliotheken und Datenbanken auf. Doch Erinnern ist untrennbar mit Vergessen verbunden. Und manchmal werden Erinnerungen auch bewusst getilgt, wie in der römischen Antike das Vermächtnis unliebsamer Kaiser oder heutzutage durch das Entfernen von Statuen und Denkmälern, zum Beispiel der Kolonial- oder Diktaturgeschichte. Ein Podcast über unser kollektives Gedächtnis, warum Erinnern und Vergessen zu allen Zeiten wichtig war und die Frage: Was bleibt in unserer digitalen Welt…
Geschichte des Alpinismus
GehörtDer Berg ruft". Spätestens seit dem Bergfilmklassiker mit Luis Trenker aus dem Jahr 1938 ist das ein geflügeltes Wort. Aber seit wann „ruft der Berg“ eigentlich? Die Geschichte des Alpinismus, so wie wir ihn kennen, beginnt Ende des 18. Jahrhunderts. Angeblich hätten die Menschen davor jahrtausendelang die Berge gemieden und sogar gefürchtet. Doch das ist ein Mythos und gilt auch nur für die Gipfel. Natürlich stieg kein Bergbauer oder keine Bergbäuerin freiwillig so hoch hinauf. Warum auch? Die Berge waren Teil ihres Alltags: Sie boten Weideland und Handelswege, waren Orte der Begegnung und des Austauschs, manchmal waren sie sogar Sitz der Götter. Die Gipfel hingegen thronten über allem und erfüllten für die Menschen in den Bergen weder einen sozialen noch einen wirtschaftlichen Zweck. Das änderte sich erst im 18. Jahrhunderts mit der Zeit der Aufklärung. Die Berge wurden zu einer Art Forschungslabor, man kraxelte in nie geahnte Höhen, um Temperaturen zu messen, Gipfel zu kartieren oder am eigenen Leib zu…
250 Jahre USA - Die Geschichte der amerikanischen Revolution
Gehört„All men are created equal“ – alle Menschen sind gleich erschaffen. Dies ist vielleicht der berühmteste Satz aus der Präambel der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776. Sie gilt als Geburtsstunde der Vereinigten Staaten. Am 4. Juli 2026 feiern die USA das 250. Jubiläum dieser Unabhängigkeitserklärung und damit auch das Ende der Herrschaft Großbritanniens über ihre damals dreizehn nordamerikanischen Kolonien. Aber woran wird da eigentlich erinnert? Für wen galten diese unveräußerlichen Rechte auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glückseligkeit? Und wie kam es zu diesem Unabhängigkeitskrieg, den eigentlich keiner wollte? Ein Podcast darüber, was bei der Boston Tea Party wirklich geschah, warum es einem preußischen Offizier zu verdanken ist, dass die Amerikaner am Ende gegen die britische Armee siegte und die Frage: Was ist eigentlich mit den Loyalisten passiert, die lieber britische Kolonie geblieben wären? InterviewparterInnen: Rebecca Brückmann Michael Hochgeschwender Jan Jansen Charlotte Lerg…