Alles Geschichte - Der History-Podcast

Alles Geschichte – Der History-Podcast der ARD

Alles Geschichte – Der History-Podcast ist ein umfassendes Audioformat des Bayerischen Rundfunks, das als Teil der Sendereihe radioWissen fungiert und über die ARD-Audiothek sowie gängige Streaming-Plattformen verbreitet wird. Der Podcast verfolgt das Ziel, historische Ereignisse, Epochen und Persönlichkeiten nicht nur chronologisch darzustellen, sondern deren Bedeutung für die moderne Gesellschaft und aktuelle politische Entwicklungen zu analysieren. Das Themenspektrum ist dabei bewusst weit gefasst und erstreckt sich von den frühen Hochkulturen und der Antike über das europäische Mittelalter bis hin zu den prägenden sozialen und technologischen Umbrüchen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die inhaltliche Gestaltung der einzelnen Episoden zeichnet sich durch eine fundierte Verbindung von erzählerischen Elementen und fachwissenschaftlicher Expertise aus. In der Regel kommen Historikerinnen und Historiker zu Wort, die aktuelle Forschungsergebnisse einordnen und die behandelten Sujets in einen größeren globalgeschichtlichen Kontext setzen. Ein wesentliches Merkmal der Produktion ist der gezielte Einsatz von hochwertigem Sounddesign sowie der Rückgriff auf historische Originaldokumente und Archivaufnahmen, sofern diese für den jeweiligen Zeitraum verfügbar sind. Dies verleiht den Beiträgen eine dokumentarische Tiefe, die über eine rein narrative Vermittlung von Fakten hinausgeht.

Zu den Schwerpunkten des Podcasts zählen unter anderem Biografien einflussreicher Figuren, die Analyse von Machtstrukturen und Konflikten, die Geschichte der Wissenschaften sowie die Entwicklung von Ideologien. Auch die Alltagsgeschichte und die Perspektiven bisher wenig beachteter Bevölkerungsgruppen finden regelmäßig Berücksichtigung. Die Episoden haben üblicherweise eine Laufzeit von etwa 20 bis 25 Minuten, was eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema ermöglicht.

Als öffentlich-rechtliches Angebot legt das Format großen Wert auf journalistische Integrität und eine sachliche, multiperspektivische Darstellung. Damit richtet sich der Podcast sowohl an ein allgemein geschichtlich interessiertes Publikum als auch an Hörer, die gezielt nach fundierten Hintergrundinformationen zu spezifischen historischen Fragestellungen suchen. Das Format fungiert somit als digitales Archiv, das die komplexen Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart systematisch erschließt.

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Zusammenfassung der Episode

Diese Spezialfolge des Podcasts Alles Geschichte beleuchtet die Gründungsgeschichte und die frühen Jahre des Bundesverfassungsgerichts. Die Journalisten Frank Breutigam und Exona Husseini werfen einen Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die Entscheidung für den Standort Karlsruhe sowie die Herausforderungen der ersten Richtergeneration. Dabei werden auch die historische NS-Belastung der Institution und die symbolische Bedeutung der charakteristischen roten Roben thematisiert. Neben historischen Fakten zur Etablierung des Gerichts als Verfassungsorgan bietet die Episode Einblicke in die handwerkliche Tradition der Amtstracht und den Unterschied zwischen dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof. Die Erzählung verbindet persönliche Anekdoten ehemaliger Richter mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Justizgeschichte der jungen Bundesrepublik.

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Highlights

Bundesverfassungsgericht kam als eine neue Institution ins Leben der Bundesrepublik Deutschland, weil man erkannt hat, dass im Dritten Reich Rechtlosigkeit herrschte, dass Menschen getötet wurden, dass ihre Rechte missachtet wurden.

00:04:57 · Der Sprecher erläutert die historische Notwendigkeit für die Schaffung des Gerichts nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Bundesverfassungsgericht hat eine andere Aufgabe. Es ist nicht die letzte Instanz für alle Rechtsfragen, sondern es wacht darüber, dass das Grundgesetz eingehalten wird.

00:05:52 · Diese Passage klärt den fundamentalen Unterschied zwischen der Funktion des BGH und des Bundesverfassungsgerichts auf.

Dass nämlich die Robe keine Verkleidung ist, sondern die Robe bewirkt, dass man sich aufs Gesicht konzentriert.

00:12:54 · Eine ehemalige Richterin beschreibt die psychologische und funktionale Bedeutung der Amtstracht.

Und die Roben werden nicht für jede Person, für jede Richterin oder Richter eigens neu angefertigt, sondern man erbt sie sozusagen von früheren Richtern.

00:15:28 · Die Schneiderin erklärt den besonderen Prozess der Weitergabe und Anpassung der Amtstrachten.

Als mir der Amtsmeister half, hatte ich schon das Gefühl, das ist Geschichte. Die Robe hat einen Vorgänger getragen, die hat noch einer davor getragen.

00:16:37 · Eine ehemalige Richterin reflektiert über die Verbindung zur Tradition und zur Kontinuität des Amtes.

Folgen

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ROTE ROBEN - Die holprigen Anfangsjahre des Bundesverfassungsgerichts

Diese Spezialfolge des Podcasts Alles Geschichte beleuchtet die Gründungsgeschichte und die frühen Jahre des Bundesverfassungsgerichts. Die Journalisten Frank Breutigam und Exona Husseini werfen einen Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die Entscheidung für den Standort Karlsruhe sowie die Herausforderungen der ersten Richtergeneration. Dabei werden auch die historische NS-Belastung der Institution und die symbolische Bedeutung der charakteristischen roten Roben thematisiert. Neben historischen Fakten zur Etablierung des Gerichts als Verfassungsorgan bietet die Episode Einblicke in die handwerkliche Tradition der Amtstracht und den Unterschied zwischen dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof. Die Erzählung verbindet persönliche Anekdoten ehemaliger Richter mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Justizgeschichte der jungen Bundesrepublik.

18 Sep. 2026
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BABYLON DEUTSCHLAND - Die Swingjugend und der NS

Diese Episode aus dem Podcast Babylon Deutschland beleuchtet das Leben und den Widerstand der Swing-Jugend im Nationalsozialismus. Anhand persönlicher Zeugnisse, etwa von Manfred Omankowski, wird die Atmosphäre zwischen verbotener US-Musik, dem Lebensstil der sogenannten 'Hotter' und der zunehmenden Repression durch das NS-Regime geschildert. Der Bericht zeigt auf, wie Musik als subtiles politisches Statement gegen die Uniformität der Hitlerjugend diente. Die Dokumentation analysiert zudem die Eskalation der Verfolgung, von lokalen Verboten bis hin zur Inhaftierung in Konzentrationslagern und dem Vorwurf der Spionage. Dabei wird deutlich, dass die Swing-Kultur trotz strenger Zensur und der Instrumentalisierung durch die Propaganda, wie etwa durch Goebbels' 'Charlie and His Orchestra', als Ausdruck individueller Freiheit und kultureller Abgrenzung gegen den Gleichschritt des Regimes fungierte.

11 Sep. 2026
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BABYLON DEUTSCHLAND - Die Intellektuellen und Hitlers Machtübernahme

Diese Podcast-Folge analysiert das Schicksal der deutschen Intellektuellen und des Bildungsbürgertums während der Weimarer Republik und im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933. Es wird beleuchtet, wie die tiefe antidemokratische Orientierung vieler Eliten, geprägt durch den Wunsch nach autoritärer Führung und einer idealisierten 'Gemeinschaft', den Aufstieg Hitlers begünstigte. Der Bericht zeigt das Spannungsfeld zwischen der kulturellen Blüte der Weimarer Jahre und der zunehmenden politischen Radikalisierung. Während progressive Kräfte wie die Avantgarde und Verteidiger der Demokratie (u.a. Albert Einstein, Thomas Mann) versuchten, die Republik zu stützen, passten sich weite Teile des akademischen und bürgerlichen Apparats dem NS-Regime an oder verfielen in vorauseilenden Gehorsam.

11 Sep. 2026
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BABYLON DEUTSCHLAND - Von Weimar zur NS-Diktatur

Diese Podcast-Folge analysiert den Übergang der Weimarer Republik in die nationalsozialistische Diktatur. Der Fokus liegt auf der gezielten Propaganda-Inszenierung, wie dem Tag von Potsdam, und der schrittweisen Demontage demokratischer Strukturen durch Präsidialkabinette, den Preußenschlag und die Reichstagsbrandverordnung. Der Bericht beleuchtet, wie die Nationalsozialisten die bestehenden rechtlichen Instrumente des Reichspräsidenten nutzten, um Grundrechte auszuschalten und politische Gegner zu verfolgen. Der Prozess gipfelte im Ermächtigungsgesetz, das die parlamentarische Demokratie endgültändig beendete.

11 Sep. 2026
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FRÜHE KULTUREN EUROPAS - Wie die Wikinger wirklich waren

Dieser Podcast räumt mit gängigen Wikinger-Klischees auf und erklärt, dass 'Wikinger' eher eine Tätigkeit als eine ethnische Identität beschreibt. Er beleuchtet die historische Handelsmetropole Haithabu, das alltägliche Leben der Bewohner sowie die religiöse Vermischung von Heidentum und Christentum. Zudem wird der religiöse Übergang vom Heidentum zum Christentum behandelt, der durch eine friedliche Verschmelzung beider Glaubensvorstellungen geprägt war. Das populäre Bild der blutrünstigen Barbaren wird dekonstruiert und durch die Realität von Bauern und Händlern ersetzt.

04 Sep. 2026