ARD|563 - IM BAUCH DER GROßSTADT - Wiens neue Wohnwelt
Alles Geschichte – Der History-Podcast ist ein umfassendes Audioformat des Bayerischen Rundfunks, das als Teil der Sendereihe radioWissen fungiert und über die ARD-Audiothek sowie gängige Streaming-Plattformen verbreitet wird. Der Podcast verfolgt das Ziel, historische Ereignisse, Epochen und Persönlichkeiten nicht nur chronologisch darzustellen, sondern deren Bedeutung für die moderne Gesellschaft und aktuelle politische Entwicklungen zu analysieren. Das Themenspektrum ist dabei bewusst weit gefasst und erstreckt sich von den frühen Hochkulturen und der Antike über das europäische Mittelalter bis hin zu den prägenden sozialen und technologischen Umbrüchen des 20. und 21. Jahrhunderts.
Die inhaltliche Gestaltung der einzelnen Episoden zeichnet sich durch eine fundierte Verbindung von erzählerischen Elementen und fachwissenschaftlicher Expertise aus. In der Regel kommen Historikerinnen und Historiker zu Wort, die aktuelle Forschungsergebnisse einordnen und die behandelten Sujets in einen größeren globalgeschichtlichen Kontext setzen. Ein wesentliches Merkmal der Produktion ist der gezielte Einsatz von hochwertigem Sounddesign sowie der Rückgriff auf historische Originaldokumente und Archivaufnahmen, sofern diese für den jeweiligen Zeitraum verfügbar sind. Dies verleiht den Beiträgen eine dokumentarische Tiefe, die über eine rein narrative Vermittlung von Fakten hinausgeht.
Zu den Schwerpunkten des Podcasts zählen unter anderem Biografien einflussreicher Figuren, die Analyse von Machtstrukturen und Konflikten, die Geschichte der Wissenschaften sowie die Entwicklung von Ideologien. Auch die Alltagsgeschichte und die Perspektiven bisher wenig beachteter Bevölkerungsgruppen finden regelmäßig Berücksichtigung. Die Episoden haben üblicherweise eine Laufzeit von etwa 20 bis 25 Minuten, was eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema ermöglicht.
Als öffentlich-rechtliches Angebot legt das Format großen Wert auf journalistische Integrität und eine sachliche, multiperspektivische Darstellung. Damit richtet sich der Podcast sowohl an ein allgemein geschichtlich interessiertes Publikum als auch an Hörer, die gezielt nach fundierten Hintergrundinformationen zu spezifischen historischen Fragestellungen suchen. Das Format fungiert somit als digitales Archiv, das die komplexen Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart systematisch erschließt.
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Zusammenfassung der Episode
Diese Episode des History Podcasts beleuchtet die Ära des „Roten Wien“ nach dem Ersten Weltkrieg. Nach einer Phase extremer Not, Hunger und Wohnungsnot gelang es der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, durch innovative Finanzierung mittels Luxussteuern ein umfassendes Sozialprogramm zu realisieren. Im Zentrum stehen die monumentalen Gemeindebauten wie der Karl-Marx-Hof, die nach dem Prinzip „Licht, Luft und Sonne“ errichtet wurden und als Symbole eines neuen Klassenbewusstseins dienten.
Der Bericht analysiert zudem die inneren Widersprüche dieser Ära, einschließlich des aufkommenden Antisemitismus innerhalb der Arbeiterbewegung sowie die politische Radikalisierung durch rechtsgerichtete Kräfte. Das Ende des Roten Wien wird mit dem Aufstieg des Austrofaschismus und der gewaltsamen Zerschlagung des Schutzbundes im Jahr 1934 beschrieben. Trotz dieses historischen Endes bleibt das Wiener Modell des sozialen Wohnens ein international beachtetes Vorbild für moderne Stadtplanung.
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Highlights
Wir haben die Situation unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, die eine Situation einer humanitären Katastrophe ist. Also die entsprechende Phrase, die man überall lesen kann, die man überall hört, ist, eine Stadt stirbt.
00:03:49 · Der Historiker beschreibt den Zustand Wiens nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie.
Man nennt das Ehrenhof, ein Wort aus der Schlossarchitektur. Hinzu kommt noch, dass ja ein Schloss mehrere Flügel hat.
00:08:19 · Die Museumskuratorin erläutert die prachtvolle Architektur des Karl-Marx-Hof.
Das Rote Wien baute nicht einfach nur Wohnungen, um eine Not zu lindern. Die Arbeiterklasse sollte ein neues Klassenbewusstsein vermittelt bekommen.
00:11:49 · Der Podcast beschreibt die ideologische Absicht hinter den Gemeindebauten.
An der Basis ist der Antisemitismus in die Arbeiterschaft genauso eingedrungen.
00:17:33 · Der Historiker weist auf die problematische Verbreitung antisemitischer Tendenzen innerhalb der eigenen Partei hin.
Am 12. Februar 1934 verschanzten sich Schutzbündler in den Gemeindebauten. Das Regime ließ die Armee Kanonen auffahren und auf den Karl-Marx-Hof und andere Häuser schießen.
00:19:58 · Die Erzählung beschreibt das gewaltsame Ende der sozialdemokratischen Ära durch den Austrofaschismus.
Diese Episode des History Podcasts beleuchtet die Ära des „Roten Wien“ nach dem Ersten Weltkrieg. Nach einer Phase extremer Not, Hunger und Wohnungsnot gelang es der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, durch innovative Finanzierung mittels Luxussteuern ein umfassendes Sozialprogramm zu realisieren. Im Zentrum stehen die monumentalen Gemeindebauten wie der Karl-Marx-Hof, die nach dem Prinzip „Licht, Luft und Sonne“ errichtet wurden und als Symbole eines neuen Klassenbewusstseins dienten.
Der Bericht analysiert zudem die inneren Widersprüche dieser Ära, einschließlich des aufkommenden Antisemitismus innerhalb der Arbeiterbewegung sowie die politische Radikalisierung durch rechtsgerichtete Kräfte. Das Ende des Roten Wien wird mit dem Aufstieg des Austrofaschismus und der gewaltsamen Zerschlagung des Schutzbundes im Jahr 1934 beschrieben. Trotz dieses historischen Endes bleibt das Wiener Modell des sozialen Wohnens ein international beachtetes Vorbild für moderne Stadtplanung.
Veröffentlicht09 Okt. 2026
Dauer23:40
Folgen
563-
IM BAUCH DER GROßSTADT - Wiens neue Wohnwelt
Gehört
Diese Episode des History Podcasts beleuchtet die Ära des „Roten Wien“ nach dem Ersten Weltkrieg. Nach einer Phase extremer Not, Hunger und Wohnungsnot gelang es der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, durch innovative Finanzierung mittels Luxussteuern ein umfassendes Sozialprogramm zu realisieren. Im Zentrum stehen die monumentalen Gemeindebauten wie der Karl-Marx-Hof, die nach dem Prinzip „Licht, Luft und Sonne“ errichtet wurden und als Symbole eines neuen Klassenbewusstseins dienten.
Der Bericht analysiert zudem die inneren Widersprüche dieser Ära, einschließlich des aufkommenden Antisemitismus innerhalb der Arbeiterbewegung sowie die politische Radikalisierung durch rechtsgerichtete Kräfte. Das Ende des Roten Wien wird mit dem Aufstieg des Austrofaschismus und der gewaltsamen Zerschlagung des Schutzbundes im Jahr 1934 beschrieben. Trotz dieses historischen Endes bleibt das Wiener Modell des sozialen Wohnens ein international beachtetes Vorbild für moderne Stadtplanung.
09 Okt. 2026
562-
IM BAUCH DER GROßSTADT - Die Zeit der Schlafgänger
Gehört
Diese Episode des History Podcasts „Alles Geschichte“ beleuchtet die prekären Wohnverhältnisse der städtischen Unterschichten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Anhand von Quellen wie den Autobiografien von Adelheid Popp und Berichten des Historikers Stefan Fisch wird das Leben in den überfüllten Mietskasernen von Städten wie München und Berlin analysiert. Im Fokus steht das Phänomen der Schlafgänger – Personen, die lediglich ein Bett für einzelne Stunden mieteten, um die extrem hohen Mieten zu finanzieren.
Der Podcast beschreibt die sozialen Folgen dieser Wohnnot, von hygienischen Katastrophen bis hin zur Zerstörung des Familienlebens durch das Untermieterwesen. Zudem werden die politischen Barrieren der damaligen Zeit sowie die Entstehung von Ledigenheimen und Baugenossenschaften als Versuche zur Verbesserung der Situation thematisiert.
09 Okt. 2026
561-
IM BAUCH DER GROßSTADT - Als Städte zu Riesen wurden
Gehört
Dieser Podcast aus der Reihe „Alles Geschichte“ beleuchtet die rasante Transformation Münchens im 19. Jahrhundert von einer idyllischen Residenzstadt zu einer modernen Industriemetropole. Die Episode beschreibt den massiven Bevölkerungszuwachs, die damit einhergehende Urbanisierung und die sozialen Herausforderungen wie Slumbildung, Wohnungsnot und prekäre hygienische Zustände in Arbeitervierteln.
Gleichzeitig wird der technologische und infrastrukturelle Fortschritt thematisiert, von der Einführung der Kanalisation durch Max Pettenkofer bis hin zur Elektrifizierung und dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Der Podcast zeigt auf, wie München versuchte, die Probleme der Industrialisierung – wie Smog und soziale Ungleichheit – durch stadtplanerische Maßnahmen und technologische Innovationen zu bewältigen, während die Stadt gleichzeitig ihr kulturelles Erbe als Kunstmetropole bewahrte.
09 Okt. 2026
560-
VERSCHICKTE KINDER (2/2) - Das Kinderkurwesen der DDR
Gehört
Dieser Podcast thematisiert das staatliche Kinderkurwesen in der DDR, bei dem Millionen von Kindern zur gesundheitlichen und ideologischen Erziehung in Heime geschickt wurden. Zeitzeugen berichten von traumatischen Erfahrungen durch starre Strukturen, Zwang beim Essen und psychischer Gewalt, die oft zu langfristigen psychischen Folgen führten.
Zudem werden die Schwierigkeiten der historischen Aufarbeitung beleuchtet, da viele Akten vernichtet wurden. Während die Verschickungspraxis in der BRD systematisch untersucht wird, fehlen für die DDR-Kurkinder institutionelle Anlaufstellen und wissenschaftliche Untersuchungen.
03 Okt. 2026
559-
VERSCHICKTE KINDER (1/2) - Verschickungsheime in der BRD
Gehört
Dieser Podcast beleuchtet die Geschichte der Kinderkuren und Verschickungskinder in Deutschland zwischen 1945 und 1990. Er thematisiert die medizinischen Hintergründe sowie die traumatischen Erfahrungen durch Trennung von den Eltern, strenge Disziplin und Gewalt in den Heimen.
Zudem werden die persönlichen Folgen der Gewalt für Betroffene sowie die Reaktionen kirchlicher Institutionen wie der Diakonie beschrieben. Die Episode unterstreicht die Notwendigkeit einer intensiven Aufarbeitung, staatlicher Unterstützung für Anlaufstellen und weiterer Forschung zur Rolle der Kindheit im deutschen Wohlfahrtsstaat.
03 Okt. 2026
558-
TRAUMA TRIPPERBURG - Gewalt gegen Frauen in der DDR
Gehört
Dieser Podcast thematisiert die systematische Zwangseinweisung von Frauen und Mädchen in geschlossene Krankenstationen der DDR, sogenannte „Tripperburgen“. Zeitzeuginnen schildern körperliche Gewalt, medizinische Misshandlungen sowie psychische Qualen wie Isolation und Nahrungsentzug, die zur sozialen Disziplinierung eingesetzt wurden.
Die Episode beleuchtet zudem die historische Analyse dieser Einrichtungen als rechtsfreie Räume, die oft ohne medizinische Notwendigkeit zur Bestrafung abweichenden Verhaltens genutzt wurden. Es wird die Schwierigkeit der heutigen Aufarbeitung und rechtlichen Rehabilitierung sowie die langfristigen traumatischen Folgen für die Betroffenen erörtert.
02 Okt. 2026
557-
ABENTEUER MEDIZIN - In der Eisernen Lunge
Gehört
Dieser Podcast befasst sich mit der Geschichte der eisernen Lunge, einem medizinischen Gerät, das während der Polio-Epidemien der 1950er Jahre zur Beatmung von Patienten eingesetzt wurde, die aufgrund von Zwerchfelllähmungen nicht mehr selbstständig atmen konnten. Das Gerät funktionierte durch Unterdruck und imitierte die natürliche Atmung, war jedoch für die Patienten mit extremer Isolation und Unselbstständigkeit verbunden.
Der Beitrag beleuchtet zudem den technologischen Übergang von der Unterdruckbeatmung zur modernen Überdruckbeatmung sowie die Bedeutung der Polio-Impfung, die das Ende des Einsatzes dieser Maschinen einleitete. Abschließend wird die Rolle der modernen Intensivmedizin und die Herausforderungen bei der Beatmung heutiger Patienten thematisiert.
25 Sep. 2026
556-
ABENTEUER MEDIZIN - Ein halber Liter Blut verändert alles
Gehört
Diese Episode aus der Reihe „Abenteuer Medizin“ beleuchtet die bewegte Geschichte der Bluttransfusion, von antiken Mythen über riskante Experimente mit Tierblut bis hin zum medizinischen Durchbruch. Im Zentrum steht James Blundell, der im frühen 19. Jahrhundert die erste erfolgreiche Transfusion von Mensch zu Mensch durchführte und mit seinem „Gravitator“ einen entscheidenden technologischen Fortschritt erzielte.
Der Podcast beschreibt den Weg von der Humoralpathologie und dem gefährlichen Aderlass hin zur Entdeckung der Blutgruppen durch Karl Landsteiner. Zudem werden die Entwicklung von Blutkonservierungsmitteln wie Natriumcitrat sowie die Etablierung moderner, sicherer Blutspende-Systeme thematisiert, die heute auf altruistischen Prinzipien basieren.
25 Sep. 2026
555-
ABENTEUER MEDIZIN - Chirurgie, ein langer blutiger Weg
Gehört
Dieser Podcast aus der Reihe 'Abenteuer Medizin' beleuchtet die bewegte und oft blutige Geschichte der Chirurgie. Von den gefährlichen, schmerzhaften Eingriffen der Antike und des Mittelalters, bei denen Patienten oft ohne Anästhesie operiert wurden, bis hin zur Entwicklung moderner Techniken wie der Narkose, der Antisepsis und der Herz-Lungen-Maschine, zeigt die Episode den technologischen Fortschritt auf.
Neben medizinischen Durchbrüchen thematisiert die Folge auch die dunklen Kapitel der Chirurgie, insbesondere die Verstrickung von Medizinern in NS-Verbrechen. Die Erzählung schließt mit einem Ausblick auf die moderne, hochtechnisierte Chirurgie, die durch Roboterassistenz und virtuelle Simulationen die Grenzen des bisher Möglichen immer weiter verschiebt.
25 Sep. 2026
554-
ROTE ROBEN - Die holprigen Anfangsjahre des Bundesverfassungsgerichts
Gehört
Diese Spezialfolge des Podcasts Alles Geschichte beleuchtet die Gründungsgeschichte und die frühen Jahre des Bundesverfassungsgerichts. Die Journalisten Frank Breutigam und Exona Husseini werfen einen Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die Entscheidung für den Standort Karlsruhe sowie die Herausforderungen der ersten Richtergeneration. Dabei werden auch die historische NS-Belastung der Institution und die symbolische Bedeutung der charakteristischen roten Roben thematisiert.
Neben historischen Fakten zur Etablierung des Gerichts als Verfassungsorgan bietet die Episode Einblicke in die handwerkliche Tradition der Amtstracht und den Unterschied zwischen dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof. Die Erzählung verbindet persönliche Anekdoten ehemaliger Richter mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Justizgeschichte der jungen Bundesrepublik.
18 Sep. 2026
553-
BABYLON DEUTSCHLAND - Die Swingjugend und der NS
Gehört
Diese Episode aus dem Podcast Babylon Deutschland beleuchtet das Leben und den Widerstand der Swing-Jugend im Nationalsozialismus. Anhand persönlicher Zeugnisse, etwa von Manfred Omankowski, wird die Atmosphäre zwischen verbotener US-Musik, dem Lebensstil der sogenannten 'Hotter' und der zunehmenden Repression durch das NS-Regime geschildert. Der Bericht zeigt auf, wie Musik als subtiles politisches Statement gegen die Uniformität der Hitlerjugend diente.
Die Dokumentation analysiert zudem die Eskalation der Verfolgung, von lokalen Verboten bis hin zur Inhaftierung in Konzentrationslagern und dem Vorwurf der Spionage. Dabei wird deutlich, dass die Swing-Kultur trotz strenger Zensur und der Instrumentalisierung durch die Propaganda, wie etwa durch Goebbels' 'Charlie and His Orchestra', als Ausdruck individueller Freiheit und kultureller Abgrenzung gegen den Gleichschritt des Regimes fungierte.
11 Sep. 2026
552-
BABYLON DEUTSCHLAND - Die Intellektuellen und Hitlers Machtübernahme
Gehört
Diese Podcast-Folge analysiert das Schicksal der deutschen Intellektuellen und des Bildungsbürgertums während der Weimarer Republik und im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933. Es wird beleuchtet, wie die tiefe antidemokratische Orientierung vieler Eliten, geprägt durch den Wunsch nach autoritärer Führung und einer idealisierten 'Gemeinschaft', den Aufstieg Hitlers begünstigte.
Der Bericht zeigt das Spannungsfeld zwischen der kulturellen Blüte der Weimarer Jahre und der zunehmenden politischen Radikalisierung. Während progressive Kräfte wie die Avantgarde und Verteidiger der Demokratie (u.a. Albert Einstein, Thomas Mann) versuchten, die Republik zu stützen, passten sich weite Teile des akademischen und bürgerlichen Apparats dem NS-Regime an oder verfielen in vorauseilenden Gehorsam.
11 Sep. 2026
551-
BABYLON DEUTSCHLAND - Von Weimar zur NS-Diktatur
Gehört
Diese Podcast-Folge analysiert den Übergang der Weimarer Republik in die nationalsozialistische Diktatur. Der Fokus liegt auf der gezielten Propaganda-Inszenierung, wie dem Tag von Potsdam, und der schrittweisen Demontage demokratischer Strukturen durch Präsidialkabinette, den Preußenschlag und die Reichstagsbrandverordnung.
Der Bericht beleuchtet, wie die Nationalsozialisten die bestehenden rechtlichen Instrumente des Reichspräsidenten nutzten, um Grundrechte auszuschalten und politische Gegner zu verfolgen. Der Prozess gipfelte im Ermächtigungsgesetz, das die parlamentarische Demokratie endgültändig beendete.
11 Sep. 2026
550-
FRÜHE KULTUREN EUROPAS - Wie die Wikinger wirklich waren
Gehört
Dieser Podcast räumt mit gängigen Wikinger-Klischees auf und erklärt, dass 'Wikinger' eher eine Tätigkeit als eine ethnische Identität beschreibt. Er beleuchtet die historische Handelsmetropole Haithabu, das alltägliche Leben der Bewohner sowie die religiöse Vermischung von Heidentum und Christentum.
Zudem wird der religiöse Übergang vom Heidentum zum Christentum behandelt, der durch eine friedliche Verschmelzung beider Glaubensvorstellungen geprägt war. Das populäre Bild der blutrünstigen Barbaren wird dekonstruiert und durch die Realität von Bauern und Händlern ersetzt.
04 Sep. 2026
549-
FRÜHE KULTUREN EUROPAS - Neues von den alten Germanen
Gehört
Dieser Podcast beleuchtet die komplexe Identität der Germanen jenseits von Klischees und nationalsozialistischer Propaganda. Durch archäologische Funde, wie etwa in Vreenstedt, wird aufgezeigt, dass germanische Stämme keine monolithische Gruppe waren, sondern Teil weitverzweigter Handels- und Heiratsnetzwerke waren, die bis in den Nahen Osten reichten.
Die Episode diskutiert zudem, wie römische Einflüsse das Leben der Germanen prägten und ein Bild einer weniger kriegerischen, eher kultivierten Gesellschaft stützen. Dabei wird die Bedeutung moderner Analysetechniken für die Widerlegung historischer Mythen hervorgehoben.
04 Sep. 2026
548-
FRÜHE KULTUREN EUROPAS - Die rätselhaften Jamnaja
Gehört
Die Episode untersucht die Yamnaya-Kultur, eine prähistorische Gruppe aus den eurasischen Steppen, deren Einfluss auf Europa vor etwa 5000 Jahren oft mit dem Klischee gewalttätiger Reiterhorden assoziiert wird. Anhand von archäologischen Funden und moderner Paläogenetik beleuchtet die Folge die tatsächlichen Ausmaße ihrer Migration sowie die technologischen Innovationen wie Wagen, Rad und die Domestikation des Pferdes, die ihre enorme Mobilität ermöglichten.
Im Zentrum der Diskussion steht die kritische Hinterfragung der DNA-Forschung. Experten wie Martin Furholt und Anna Schöllian warnen davor, genetische Daten als absolute Wahrheit über soziale Strukturen oder kulturelle Identitäten misszuverstehen. Die Episode zeigt auf, dass die Geschichte der Yamnaya weniger von einem einseitigen Eroberungszug als vielmehr von komplexen Interaktionen, Kooperationen und kontinuierlichen Vermischungsprozessen zwischen verschiedenen Populationen geprägt war.
04 Sep. 2026
547-
GESCHMACK DER HERRSCHAFT - Als die Kalorie erfunden wurde
Gehört
Diese Episode des History Podcasts untersucht die historische Entwicklung und die gesellschaftspolitische Bedeutung der Kalorie als Maßeinheit für Energie. Ausgehend von den Experimenten des Amerikaners Wilbur Atwater im späten 19. Jahrhundert wird beleuchtet, wie die Anwendung der Thermodynamik auf den menschlichen Körper das Bild des Menschen als Maschine prägte. Die Erzählung verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse über den Energiegehalt von Nahrung mit soziologischen Aspekten wie der Responsibilisierung des Individuums für dessen Ernährung und Gesundheit.
Der Podcast analysiert zudem, wie die Kalorie zur Legitimierung von Selbstverantwortung beitrug – von der Vermeidung von Verschwendung in Kriegszeiten bis hin zu modernen Debatten über Adipositas und den Klimawandel. Die Episode beleuchtet das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Objektivität, politischer Steuerung durch staatliche Institutionen und der globalen Verantwortung für eine nachhaltige Ernährung im Rahmen der Planetary Health Diet.
23 Aug. 2026
546-
GESCHMACK DER HERRSCHAFT - Als Silphium verschwunden ist
Gehört
Diese Episode des History Podcasts befasst sich mit dem mysteriösen Verschwinden von Silphium, einer kostbaren Heil- und Gewürzpflanze der Antike, die einst für den wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt Kyrene entscheidend war. Der Podcast beleuchtet die historische Bedeutung der Pflanze, ihre vielfältigen medizinischen Anwendungen und ihren Platz in der römischen Esskultur, wie sie im antiken Kochbuch Apicius dokumentiert ist.
Zudem wird die wissenschaftliche Suche nach einer Identifizierung der ausgestorbenen Spezies thematisiert. Durch die Untersuchung der Pflanze Ferula drudiana in der Türkei gibt es neue Hinweise darauf, dass das legendäre Silphium möglicherweise nicht endgültig verloren ist, sondern lediglich unter einem anderen Namen existiert. Die Erzählung verbindet historische Ereignisse wie den Aufstieg Julius Cäsar mit moderner botanischer Forschung und dem Konzept des Lazarus-Effekts.
23 Aug. 2026
545-
WIE WAR DAS DAMALS? Als Pizza und Döner nach Deutschland kamen
Gehört
Dieser Podcast beleuchtet die Entwicklung der deutschen Esskultur von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart. Er beschreibt den Übergang von extremer Mangelwirtschaft und Lebensmittelmarken im Nachkriegsdeutschland hin zum Wirtschaftswunder im Westen sowie die Herausforderungen der Planwirtschaft und Versorgungslage in der DDR.
Zudem wird analysiert, wie Migration und Wirtschaftswandel die deutsche Ernährung prägten. Durch Anwerbeabkommen brachten italienische und türkische Einflüsse neue Speisen ins Land, wobei besonders die kulinarische Integration und die Anpassung von Gerichten wie dem Döner-Kebab an deutsche Bedürfnisse thematisiert werden.
21 Aug. 2026
544-
IM REICH DER KÄLTE - Erbarmungsloser Goldrausch am Klondike
Gehört
Dieser Podcast beleuchtet den Klondike-Goldrausch um 1897, der durch die Entdeckung von Gold im Yukon-Gebiet eine massive Migrationsbewegung auslöste. Er thematisiert die extremen körperlichen Herausforderungen der Goldsucher, die wirtschaftliche Bedeutung des Goldstandards sowie die Erfolgsgeschichte der Unternehmerin Belinda Mulroney.
Zudem werden die Schattenseiten beleuchtet: Die Ausbeutung indigenen Wissens, ökologische Schäden durch industriellen Bergbau und die koloniale Verzerrung der Geschichtsschreibung. Abschließend wird untersucht, wie der Goldrausch als Teil des amerikanischen Frontier-Narrativs in der Populärkultur, etwa durch Jack London oder Disney, verarbeitet wurde.
14 Aug. 2026
543-
IM REICH DER KÄLTE - Gefährtinnen im Eis
Gehört
Dieser Podcast beleuchtet die oft übersehenen Rollen der Frauen in der Ära der Polarforschung, insbesondere Josephine Peary und Lady Jane Franklin. Er beschreibt, wie diese Frauen als Managerinnen, PR-Agentinnen und Unterstützerinnen entscheidend zum Erfolg und zur Finanzierung der Expeditionen beitrugen, während sie gleichzeitig mit den patriarchalen Strukturen ihrer Zeit konfrontiert waren.
Zudem wird die Rolle der Frauen hinter berühmten Forschern wie Peary und Shackleton analysiert, die aktiv an der Konstruktion des Heldenimages ihrer Männer mitwirkten. Der Beitrag beleuchtet darüber hinaus weitere bedeutende Forscherinnen, die wichtige historische Perspektiven zur Polarforschung beigetragen haben.
14 Aug. 2026
542-
IM REICH DER KÄLTE - Die Sami, Leben in acht Jahreszeiten
Gehört
Diese Episode von Alles Geschichte beleuchtet die komplexe Geschichte und die gegenwärtige Situation der Sami, des einzigen indigenen Volkes Europas. Der Bericht spannt den Bogen von der jahrtausendealten Verbindung zwischen der samischen Kultur und der Rentierwirtschaft über die traumatische Ära der Christianisierung und der staatlichen Assimilierungspolitik bis hin zu modernen Herausforderungen wie dem grünen Kolonialismus. Durch Interviews mit Experten, Archäologen und Vertretern des samischen Parlaments werden die tiefgreifenden Folgen der Unterdrückung sowie die aktuellen Bemühungen um kulturelle Revitalisierung und politische Anerkennung thematisiert.
14 Aug. 2026
541-
VOR 33 (2/5) - Warum Luise Hitler wählt
Gehört
Dieser Podcast beleuchtet die politische Radikalisierung der Lehrerin Luise Solmitz während der Krisenjahre der Weimarer Republik. Die Erzählung führt von ihren familiären Wurzeln und dem Antisemitismus ihres Vaters bis hin zu den traumatischen Folgen des Ersten Weltkriegs.
Während persönlicher Instabilität, einer ungeheimen Schwangerschaft und der Hyperinflation entwickeln sich zunehmend nationalistische Ansichten. Trotz der Tatsache, dass ihr Ehemann Fredi aus einer jüdischen Familie stammt, entscheidet sich Luise 1930 für die NSDAP.
31 Jul. 2026
540-
POLEN IM NETZ DER NACHBARN - Die polnischen Teilungen
Gehört
Eine unglaubliche Geschichte: Da liegt im Herzen Europas ein Riesenreich, einer der größten Staaten Europas, eine Adelsrepublik mit jahrhundertealten Traditionen. Und dieser Staat verschwindet dann innerhalb zweier Jahrzehnte von der Landkarte. So geschehen mit Polen, das im späten 18. Jahrhundert Beute seiner angrenzenden Nachbarländer wurde. Preußen, Österreich und Russland nahmen sich in drei Schritten für sie passende "Arrondierungsflächen", als wäre Polen ein großer Kuchen. Ein Podcast von Julia Devlin (BR 2015)
10 Jul. 2026
539-
VOR 33 (5/5) - Die Aktion T4
Gehört
Diese Episode beleuchtet das bewegte und tragische Leben der Künstlerin Elfriede Lohse-Wächler, von ihrer rebellischen Jugend und ihrem künstlerischen Aufstieg bis hin zu tiefen persönlichen Krisen und dem sozialen Abstieg während der Wirtschaftskrise. Der Podcast beschreibt ihren Weg durch psychische Erkrankung und die Entstehung der 'Friedrichsberger Köpfe'.
Zudem wird das Schicksal von Lohse-Wächler im Kontext der NS-Ideologie thematisiert, einschließlich ihrer Zwangssterilisation und Ermordung im Rahmen der T4-Euthanasie-Aktion. Die Erzählung weitet den Blick auf die gesellschaftliche Destabilisierung der Weimarer Republik sowie die Schicksale von Luise Solmitz und Gabriele Terget unter dem Nationalsozialismus und schließt mit einer Reflexion über die heutige Verantwortung gegenüber der Geschichte.
31 Jul. 2026
538-
VOR 33 (4/5) - Die Lüge von der Volksgemeinschaft
Gehört
Diese Episode beleuchtet den schleichenden Zerfall des Rechtsstaats in Deutschland im Jahr 1932 und den anschließenden Machtaufstieg der Nationalsozialisten. Anhand der Schilderungen von Gabriele Terget wird die zunehmende Gewalt auf den Straßen sowie die ideologische Annäherung von Justizorganen an die NSDAP deutlich.
Parallel dazu wird die persönliche Entwicklung von Luise Solmitz betrachtet, die trotz der jüdischen Herkunft ihres Mannes zunächst von Hitlers Inszenierung als „Erlöser“ fasziniert war. Erst durch die zunehmende staatliche Diskriminierung ihrer Tochter erkennt sie die reale Gefahr des radikalen Antisemitismus, während kritische Stimmen wie Terget und Karl von Ossetzki systematisch verfolgt werden.
31 Jul. 2026
537-
VOR 33 (3/5) - Magdeburg kämpft für Schwarz-Rot-Gold
Gehört
Dieser Podcast beleuchtet die politische Radikalisierung in Magdeburg während der Weimarer Republik und den Aufstieg der NSDAP. Er thematisiert die Entstehung des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold als demokratischer Schutzbund sowie die zunehmende Gewalt zwischen paramilitärischen Verbänden nach dem Hitlerputsch.
Zudem wird das tragische Schicksal von Ernst Wille geschildert, einem engagierten Sozialdemokraten, der trotz seines Einsatzes für die Demokratie durch Denunziation und Verhaftung im Konzentrationslager starb. Die Episode reflektiert über die tiefe Verunsicherung der Gesellschaft und die Frage, wie weit eine Demokratie gehen darf, um sich gegen ihre Feinde zu verteidigen.
31 Jul. 2026
535-
VOR 33 (1/5) - Strafnachlass für Nazi-Schläger
Gehört
Diese Episode führt in die neue Serie „Vor 33“ ein, welche die deutsche Gesellschaft vor der Machtübernahme der NSDAP beleuchtet. Im Zentrum steht das Wirken der jüdischen Journalistin Gabriele Terget, deren Berichte soziale Missstände und die zunehmende Radikalisierung dokumentieren.
Der Fokus liegt auf dem gesellschaftlichen Wandel um 1930, geprägt durch wirtschaftliche Not nach dem Börsencrash, politische Instabilität und das Erstarken der NSDAP. Die Episode thematisiert zudem den Verfall rechtsstaatlicher Werte und die gezielte Vernetzung einflussreicher Kreise mit den Nationalsozialisten.
31 Jul. 2026
534-
DER SPANISCHE BÜRGERKRIEG - Massentourismus unter Franco
Gehört
Diese Episode des History-Podcasts untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen dem Massentourismus und der repressiven Franco-Diktatur im Spanien der 1960er und 1970er Jahre. Während das Regime durch wirtschaftliche Öffnung und gezielte Werbekampagnen wie „Spain is different“ versuchte, ausländische Devisen zu generieren und sich als modernes Urlaubsidyll zu präsentieren, blieb die politische Realität von Gewalt, Verhaftungen und strenger moralischer Kontrolle geprägt. Der Podcast beleuchtet, wie der Zustrom Millionen von Touristen – insbesondere aus Deutschland – unbeabsichtigt die erzkonservativen Werte des Regimes untergrub und durch den Kontakt mit westlichen Lebensstilen einen gesellschaftlichen Modernisierungsprozess einleitete, der letztlich zum Zerbrechen des Frankismus beitrug.
24 Jul. 2026
533-
DER SPANISCHE BÜRGERKRIEG - Francisco Franco, der Diktator
Gehört
Diese Episode des History-Podcasts beleuchtet das Leben und die Herrschaft von Francisco Franco, dem Diktator Spaniens. Die Erzählung beginnt mit der symbolträchtigen Umbettung Francos aus dem Tal der Gefallenen im Jahr 2019 und führt zurück zu seinen Wurzeln in einem militärisch geprägten Umfeld. Der Podcast analysiert die sozioöklinischen Spannungen Spaniens, den blutigen Verlauf des Spanischen Bürgerkriegs sowie die Rolle internationaler Mächte wie Hitler und Mussolini bei Francos Aufstieg zur Macht.
Darüber hinaus werden die Mechanismen der langfristigen Stabilisierung des Regimes untersucht, darunter die wirtschaftliche Integration durch Tourismus und Gastarbeit sowie die Unterdrückung der Opposition. Die Episode endet mit einer Reflexion über das Erbe des Frankismus in der modernen spanischen Gesellschaft und den Vergleich zwischen dem frankistischen System und dem Nationalsozialismus.
24 Jul. 2026
532-
DER SPANISCHE BÜRGERKRIEG - Ein Trauma bis heute
Gehört
Diese Episode des History Podcasts „Alles Geschichte“ befasst sich mit den tiefgreifenden Folgen des Spanischen Bürgerkriegs und dessen anhaltendem Trauma in der spanischen Gesellschaft. Der Bericht beleuchtet die sozialen Spannungen im frühen 20. Jahrhundert, die militärische Revolte von 1936 sowie die internationale Dimension des Konflikts durch die Beteiligung der Achsenmächte und der Sowjetunion.
Neben den militärischen Abläufen werden die ideologischen Grabenkämpfe, die Rolle der Propaganda und die brutale Gewalt gegen die Zivilbevölkerung thematisiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Schwierigkeit der historischen Aufarbeitung, dem Prozess der Exhumierungen und der lang anhaltenden Kultur des Schweigens, die das Land bis weit in die demokratische Ära hinein prägte.
24 Jul. 2026
531-
SPEZIAL ZUM KINOSTART - Christopher Nolans „Odyssee“ und Homer
Gehört
Florian Kummert (Kino Kino) und Thomas Morawetz (Alles Geschichte) unterhalten sich über den neuen Hollywood-Blockbuster "Die Odyssee". So viel darf man bestimmt schon verraten: Es gibt mächtig was zu sehen - und auf die Ohren. Was ist neu an Nolans Odyssee-Erzählung - und was sind eigentlich die historischen Hintergründe dieser inzwischen mindestens 2700 Jahre alten Erzählung?
16 Jul. 2026
530-
POLEN IM NETZ DER NACHBARN – Das Massaker von Wolhynien
Gehört
Während des Zweiten Weltkrieges wurden in dem von den Hitlertruppen kontrollierten Wolhynien und Ostgalizien - auf dem Gebiet der heutigen Westukraine - zwischen 60.000 und 120.000 Polen von der Ukrainischen Untergrundorganisation OUN ermordet. Als Vergeltung brachten polnische Kämpfer bis zu 15.000 Ukrainer um. Die blutigen Ereignisse der Jahre 1942 bis 1945 haben tiefe Spuren im kollektiven Gedächtnis von Polen und Ukrainern hinterlassen und belasten die Kooperation der beiden Länder bis heute. Ein Podcast von Jochen Rack (BR 2025)
10 Jul. 2026
529-
POLEN IM NETZ DER NACHBARN - Der Druck Russlands
Gehört
Polens Kampf um nationale Souveränität wurde über die Jahrhunderte vor allem gegen das russische Imperium geführt. Traumatische Erfahrungen der Polen mit dem imperialen Nachbarn haben sich durch den russischen Krieg gegen die Ukraine erneut ins Bewusstsein gerufen. Ein Podcast von Jochen Rack (BR 2024)
10 Jul. 2026
527-
WENN DER OPA SS-MANN WAR - Marc Baumgart über NS-Täterforschung
Gehört
"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" - das war eine der Lebensweisheiten von Karl Baumgart, die er an seinen Enkel Marc Baumgart weitergab. Was sich konkret hinter diesem Spruch verbarg, stellte sich erst nach dem Tod der aus Sachsen stammenden Großeltern heraus, als Marc Baumgart in deren Nachlass eine Reihe Fotos fand. Aufgenommen in ihrem zeitweiligen Zuhause, einer SS-Siedlung gleich neben dem Konzentrationslager Mauthausen. Stefan Nölke (MDR) spricht mit Marc Baumgart, der mit seiner Stiftung die NS-Täter- und Täterinnenforschung fördert. Eine Gastfolge der MDR-Reihe "Diskurs" bei "Alles Geschichte".
03 Jul. 2026
526-
250 JAHRE USA - Der König, der Amerika verlor
Gehört
King George III. war der britische König, der der die amerikanischen Kolonien verlor. In der Unabhängigkeitserklärung der USA gilt er als Tyrann. Doch lang unter Verschluss gehaltene Briefe erzählen eine andere Geschichte: Von einem König, der alles richtig machen wollte und genau deshalb scheiterte. Ein Podcast von Vanessa Schneider (BR 2026)
26 Jun. 2026
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250 JAHRE USA - Thomas Paine, der unbekannte Gründervater
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Männer wie Washington, Jefferson oder Franklin gelten als Gründerväter der USA. Einer fehlt aber immer: Thomas Paine. Als gelernter Korsettmacher reiste er von England in die Neue Welt. Dort will er die Ideen der Aufklärung durchsetzen. Mit "Common Sense" schrieb Paine die Grundlage für die Unabhängigkeitserklärung. Sein persönliches Problem: Er war wenig diplomatisch. Ein Podcast von Susi Weichselbaumer (BR 2023)
26 Jun. 2026
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250 JAHRE USA - Die Geburt einer Nation
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Nur wenige Geschichtsdaten sind echte Super-Promis. Der 4. Juli 1776 gehört dazu. An diesem Tag wurde die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten verkündet. Dabei ging es nicht nur um die Geburt einer künftigen Supermacht. Dieses Dokument sprach auch über Freiheit und Bürgerrechte. Das hatte weitreichenden Konsequenzen. Ein Podcast von Florian Kummert (BR 2026)
26 Jun. 2026
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ZEITENWENDE 1600 (4/4) Hans Leo Haßler - Aufsteiger in einer neuen Zeit
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Hans Leo Haßler ist ein ehrgeiziger Selfmademan, der die Chancen der neuen Zeit nutzt. Er nimmt sein Glück in die Hand und schafft dank seinem Einfallsreichtum den Aufstieg. Als er heiratet, steht der Kaiser auf seiner Gästeliste.
12 Jun. 2026
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ZEITENWENDE 1600 (3/4) John Dowland - Lautenstar auf Jobsuche
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John Dowland ist einer der gefeiertsten Lautenisten seiner Zeit - aber den heiß ersehnten Posten am Hof Elisabeths I bekommt er nicht. Ein unbedachter Moment - und der Star gerät in existentielle Schwierigkeiten.
12 Jun. 2026
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ZEITENWENDE 1600 (2/4) Maddalena Casulana - Stimme einer starken Frau
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Als junge Frau überlebt Maddalena Casulana die Belagerung von Siena und wird dann zur Pionierin der Musikgeschichte. Obwohl sie überall auf Widerstände stößt, startet sie eine internationale Karriere in einem Männerberuf.
12 Jun. 2026
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ZEITENWENDE 1600 (1/4) Claude Le Jeune - Im Kreuzfeuer der Konfessionen
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Mitten im Bürgerkrieg bekommt Claude Le Jeune vom König einen geheimen Auftrag: Seine Musik soll Frankreich befrieden. Doch die blutige Bartholomäusnacht zerstört die Utopie - und Le Jeune wird selbst zur Zielscheibe...
12 Jun. 2026
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IN GEWAHRSAM - Die Psychiatrie im Wiener „Narrenturm“
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In Wien steht der sogenannte Narrenturm, ein kreisrunder, fünfgeschossiger Bau mit meterdicken Mauern. 1784 ließ ihn Kaiser Joseph II. erbauen, als das weltweit erste Krankenhaus mit psychiatrischem Anspruch, lange bevor Sigmund Freud praktizierte. Der Ort war zur Behandlung psychisch kranker Menschen aus allen Gesellschaftsschichten gedacht. Damals gingen die Wiener gerne am Wochenende dorthin, "Narren schauen". Für die moderne Psychiatrie ist der Bau ein Symbol für das Überwundene. Ein Podcast von Michael Marek (BR 2025)
05 Jun. 2026
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IN GEWAHRSAM - Port Arthur, das Gefängnis am Ende der Welt
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Abgelegener ging es kaum von England aus betrachtet. Im 19. Jahrhundert entstand südlich vor Australien auf der Insel Tasmanien eines der ältesten Gefängnisse des fünften Kontinents. "Port Arthur" diente dem Britischen Empire als Hochsicherheitsknast. Die Lage am rauen tasmanischen Meer, das kalte Wasser und die Haie sollten Fluchtversuche über das offene Meer im Keim ersticken. Heute gehört Port Arthur zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist ein Erinnerungsort am Ende der Welt - an Strafen und Bewachen im Gefängnis. Ein Podcast von Michael Marek (BR 2025)
05 Jun. 2026
517-
WIE WAR DAS DAMALS? Als die CSU Bayern erfunden hat
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Seit Jahrzehnten prägt die CSU Politik, Gesellschaft und Selbstverständnis Bayerns. Doch wie konnte die Partei eine solche Machtbasis aufbauen? Und wie kommen die Wappensymbole Löwe und Raute auf das CSU-Logo? Ein Podcast von Christian Schaaf und Michael Zametzer (BR 2026)
29 Mai 2026
516-
SONDERFALL BAYERN – Ein skurriles Kapitel: die bayerischen NS-Ministerpräsidenten
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Es ist ein weißer Fleck in der Erinnerung an bayerisches Staatsleben: Gab es zwischen 1933 und 1945 in Bayern eigentlich Ministerpräsidenten? - Auch wenn es fast vergessen ist: Trotz Einheitsreich gab es dort weiter das Amt des Ministerpräsidenten und eine Staatsregierung. Ein dunkles und auch etwas skurriles Kapitel bayerischer Landesgeschichte. Ein Podcast von Hans Hinterberger (BR 2026)
29 Mai 2026
515-
SONDERFALL BAYERN – Eine Revolution stellt das Alte auf den Kopf
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Bayern: ein Hort von Konservatismus und Tradition? Vor gut 100 Jahren sah das für kurze Zeit ganz anders aus. Da haben Revolutionäre den Staat auf den Kopf gestellt. Die Bayern waren die ersten in Deutschland, die ihren König vertrieben, die dann einen Freistaat ausriefen und nur ein paar Monate später sogar eine sozialistische Räterepublik. Ein Podcast von Yvonne Maier (BR 2017)
29 Mai 2026
514-
LEBEN IN DER ANTIKE - Wie spartanisch waren die Spartaner wirklich?
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Schon in der Antike war Sparta so berühmt wie verrufen. Die einen bewunderten überragende militärische Fähigkeiten und lobten das strenge staatliche Erziehungssystem, das Jungen wie Mädchen auf höchste körperliche Leistungsfähigkeit trimmte. Die anderen gruselten sich genau davor. Doch was ist dran am Mythos Sparta? Waren die alten Spartaner wirklich so "anders"? Ein Podcast von Imogen Rhia Herrad (BR 2020)
19 Mai 2026
513-
LEBEN IN DER ANTIKE - Sklavinnen und Sklaven im alten Rom
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Sie schufteten in Bergwerken, arbeiteten auf Feldern, im Haushalt und selbst als Ärzte: In der Öffentlichkeit unterschied sich der Alltag römischer Sklavinnen und Sklaven kaum von dem der freien Bevölkerung. Im Privaten bestimmte indes ihr Herr über Heirat oder Familiengründung - und konnte selbst die Kinder von Unfreien willkürlich verkaufen. Ein Podcast von Lukas Grasberger (BR 2026)
19 Mai 2026
512-
LEBEN IN DER ANTIKE - Pompeji vor der Katastrophe
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Sie kauern sich zusammen. Sie krallen sich an Treppen fest. Sie umarmen ihre Kinder, als sie von Glutlawinen begraben werden. Die Toten von Pompeji: Die weltberühmten Gipsabgüsse zeigen Menschen im Moment, als die römische Stadt vom Vulkanausbruch getroffen wurde. Für Archäologen ein Glücksfall: Die Asche konservierte Pompeji während des Untergangs. Noch heute bringen Ausgrabungen neue Geheimnisse und Schätze ans Licht. Sie erzählen vom Leben in der antiken Stadt, kurz bevor das Alltag im Jahr 79 nach Christus abrupt und brutal unterbrochen wurde. Ein Podcast von Jasper Riemann (BR 2026)