Verbrechen

ZEIT Verbrechen Podcast

ZEIT Verbrechen ist ein journalistisch geprägter Kriminal-Podcast der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT, der seit seinem Start im Jahr 2018 das Genre des True Crime im deutschsprachigen Raum maßgeblich geprägt hat. Das Format widmet sich der detaillierten Rekonstruktion und Analyse realer Kriminalfälle, wobei der Fokus weniger auf reißerischen Details als vielmehr auf den psychologischen Hintergründen, den Ermittlungsmethoden und den rechtlichen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen liegt.

Das inhaltliche Fundament bilden die jahrzehntelangen Recherchen von Sabine Rückert, der ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurin der ZEIT und langjährigen Expertin für Gerichtsberichterstattung. Gemeinsam mit Andreas Sentker, dem Leiter des Wissensressorts, etablierte sie ein Gesprächsformat, das Kriminalität als komplexes Phänomen begreift. In den Episoden werden häufig Fälle thematisiert, die Rückert selbst vor Gericht begleitet hat, darunter auch wegweisende Reportagen, die zur Aufdeckung von Justizirrtümern führten.

In der aktuellen Phase des Podcasts fungieren Anne Kunze, Kriminalreporterin der ZEIT, und Daniel Müller, Chefredakteur des begleitenden Magazins ZEIT VERBRECHEN, als leitende Stimmen. Sie führen die Tradition fort, systemische Missstände, Wirtschaftskriminalität, Korruption und Kapitalverbrechen journalistisch aufzuarbeiten. Dabei fließen regelmäßig Erkenntnisse aus der Rechtsmedizin, der Kriminalpsychiatrie und der Glaubwürdigkeitsbegutachtung in die Gespräche ein.

Die Struktur der Folgen folgt einem dialogischen Aufbau, in dem ein konkreter Fall präsentiert und anschließend hinsichtlich seiner juristischen Konsequenzen und der Arbeit der Strafverfolgungsbehörden analysiert wird. Ein wiederkehrendes Motiv ist die kritische Auseinandersetzung mit der Strafjustiz und der Rolle von Sachverständigen. Der Podcast erscheint im zweiwöchentlichen Rhythmus und wird durch ein gleichnamiges Print-Magazin sowie Live-Touren ergänzt. Durch die sachliche Herangehensweise und die fundierte Expertise der Redaktion gilt das Format als Referenzwerk für anspruchsvolle Kriminalberichterstattung im Audio-Bereich.

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Zusammenfassung der Episode

In dieser Sonderfolge von House of Block thematisiert Anne Kunze die Sicherstellung von Podcast-Aufnahmen durch das Hamburger Landgericht und die Staatsanwaltschaft. Der Vorfall betrifft die Recherche zum Fall Christina Block, der wegen des Vorwurfs der Entführung ihrer eigenen Kinder verhandelt wird. Die Journalistin beschreibt den Durchsuchungsbeschluss in den Räumlichkeiten der ZEIT sowie in ihrer Privatwohnung als einen Angriff auf die Pressefreiheit und das Vertrauensverhältnis zu ihren Informanten. Neben der rechtlichen Auseinandersetzung um die Herausgabe von Audiomaterial beleuchtet die Episode die Herausforderungen des investigativen Journalismus unter dem Druck staatlicher Ermittlungsmaßnahmen.

Kapitel

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Highlights

Entweder durchsuchen Sie die Räume, in denen ich mit meiner Familie lebe und womöglich die gesamte Redaktion. Oder ich gebe die Bänder heraus.

00:01:29 · Die Autorin beschreibt das Ultimatum, mit dem sie und die Redaktion konfrontiert wurden.

Es war etwa so freiwillig wie die Alternative, entweder sie geben mir einen Schlüssel oder ich reiße die Tür aus den Angeln.

00:02:09 · Ein Vergleich, um die erzwungene Natur der Herausgabe des Materials zu verdeutlichen.

Wenn unsere Quellen nun davon ausgehen müssen, dass das, was sie uns sagen, von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt werden kann, ist das ein schwarzer Tag für den Journalismus.

00:05:04 · Die Autorin warnt vor den langfristigen Folgen für die Arbeit mit Informanten.

Es gibt darauf eine ganz einfache und klare Antwort. Nein, es gibt keinen Vertrag und es hat kein Cent Geld die Seiten gewechselt.

00:06:18 · Die Zurückweisung des Vorwurfs, dass für die Interviews Zahlungen an die Familie geleistet wurden.

Folgen

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In eigener Sache: Ein Angriff auf die Pressefreiheit

In dieser Sonderfolge von House of Block thematisiert Anne Kunze die Sicherstellung von Podcast-Aufnahmen durch das Hamburger Landgericht und die Staatsanwaltschaft. Der Vorfall betrifft die Recherche zum Fall Christina Block, der wegen des Vorwurfs der Entführung ihrer eigenen Kinder verhandelt wird. Die Journalistin beschreibt den Durchsuchungsbeschluss in den Räumlichkeiten der ZEIT sowie in ihrer Privatwohnung als einen Angriff auf die Pressefreiheit und das Vertrauensverhältnis zu ihren Informanten. Neben der rechtlichen Auseinandersetzung um die Herausgabe von Audiomaterial beleuchtet die Episode die Herausforderungen des investigativen Journalismus unter dem Druck staatlicher Ermittlungsmaßnahmen.

13 Okt. 2026
371-

House of Block (3/8): Kontakte mit Einfluss

Dieser Fall beschreibt die Eskalation eines Sorgerechtsstreits zwischen Christina Block und Stefan Hänsel, der von Vorwürfen der Gewalt über internationale Rechtskonflikte bis hin zur dramatischen Entführung der Kinder in der Silvesternacht reicht. Während deutsche Gerichtsbeschlüsse aufgrund dänischer EU-Verordnungen nicht durchsetzbar waren, suchte die Familie Block Unterstützung bei politischen Kontakten und setzte Privatdetektive ein, um die Familie Hänsel in Dänemark zu observieren. Die Episode beleuchtet zudem die Beobachtungen der Detektive während der Gerichtsverhandlungen in Hamburg sowie die rechtlichen und moralischen Bedenken hinsichtlich geplanter Aktionen zur Überführung der Kinder.

29 Sep. 2026
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House of Block (2/8): Rosen und Carpaccio

Dieser Podcast beleuchtet den dramatischen Prozess gegen Christina Block wegen der mutmaßlichen Entführung ihrer Kinder und die tiefen familiären sowie geschäftlichen Konflikte innerhalb der Familie Block. Im Zentrum steht der sogenannte 'Carpaccio-Krieg' um die Fleischproduktion, der die Beziehung zwischen Christina Block und ihrem Ex-Mann Stefan Hänsel massiv belastete. Die Episode beschreibt die Eskalation des Familienkonflikts von Sorgerechtsstreitigkeiten bis hin zu traumatischen Vorfällen in einer Silvesternacht. Dabei werden Zeugenaussagen über Bedrohungen im Wald sowie die Unfähigkeit der Beteiligten zur Kommunikation thematisiert, was schließlich zu behördlichen Interventionen führte.

29 Sep. 2026
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House of Block (1/8): »Ich höre meinen Vater schreien. Kurz danach meinen Bruder«

Dieser Podcast rekonstruiert die Entführung der Kinder Clara und Theo am Silvesterabend 2023 in Dänemark durch dunkel gekleidete Männer. Die Journalistin Anne Kunze berichtet von ihrer Begegnung mit der Familie Block in einem Safehouse und beleuchtet den gewaltsamen Überfall, bei dem auch der Vater angegriffen wurde. Die journalistische Aufarbeitung thematisiert zudem einen erbitterten Sorgerechtsstreit sowie die belastenden Details über mögliche Überwachung und internationale Verbindungen. Durch Originaltöne von Alarmknöpfen wird die unmittelbare Angst während der Entführung dokumentiert.

29 Sep. 2026
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Mord an Bord

In dieser Folge von Zeitverbrechen besprechen die Moderatoren einen Fall, der auf einem Segeltrip im Kattegat spielt. Die Expertin Friederike Oertel stellt die beiden Hauptpersonen, die langjährigen Freunde Andreas und Thomas, sowie die Hintergründe ihres gemeinsamen Segeltörns zur Regatta in Norwegen vor. Der Bericht beleuchtet die Eskalation des Konflikts am 1. August 2024, als ein Streit über den Zustand des Bootes zu körperlicher Gewalt führte und Thomas über Bord ging. Durch die Analyse von Videoaufnahmen der Küstenwache sowie rechtsmedizinischer Befunde werden die Diskrepanzen zwischen Andreas' Aussagen und den visuellen Beweisen deutlich, was letztlich zur Verurteilung wegen Mordes unter dem Merkmal der Heimtücke führte.

22 Sep. 2026