00:06
Man muss schon viel schlucken, ja. Ich persönlich habe auch viel geschluckt, sehr viel geschluckt habe ich.
00:10
Das habe ich auch gehört. Warte mal, sag nicht, woher das war.
00:13
Waldbrände, ne? Ja, genau.
00:16
Und ich musste genauso infantil darüber lachen wie du.
00:18
Das war in den Tagesthemen gestern Nacht, da ging es um diese Waldbrände und dann wurden halt so O-Töne geholt von so Anwohnern und dann ist ein so ein Typ so einmal im Fernsehen Und entscheidet sich dafür, man muss schon sehr viel schlucken. Ich persönlich habe auch sehr viel geschluckt. Viel geschluckt habe ich. Und es ging auch gar nicht ums Schlucken. Es hat auch gar nicht so zu den Bildern und zum Thema drumherum gepasst. Deswegen fand ich es einfach witzig.
00:47
Weil wir in einer Zeit, in der eh schon alles immer so oft lustig ist. Alle wollen witzig und alle sind nur noch so am Giggeln. Ich saß auch mit Freunden vom Fernseher. Und genau das geguckt und dann sagte er so, ich hab viel geschluckt.
00:57
Oder, nee, was war der erste Satz? Man muss schon viel schlucken, ja.
01:02
Ich persönlich hab auch viel geschluckt. Man muss schon viel schlucken und da haben sich diese Mitte 30-jährigen Männer, wir saßen da und haben uns so angeguckt, als schon grinsen müssen und dachten so, und dann sagt er es einfach nochmal, ich persönlich hab auch sehr viel geschluckt. Ja, und dann war das Gelächter natürlich groß bei diesem sehr schlimmen, traurigen Thema. Aber das ist halt, so ist es halt.
01:18
So, also herzlich willkommen zu einem neuen vorgemischtes Hack. Mein Name ist Felix Lobrecht. Mir gegenüber sitzt hier immer der wunderbare Tommi Schmidt. Wir hatten gerade geisteskranke Tonprobleme.
01:27
Es war nur noch krass, aber sie sind jetzt gelöst. Sie sind gelöst. Das macht nicht mehr. Wie früher, diese Boxen am Computer, die schon eine SMS... erwartet haben, bevor er das Handy dir erwartet hat. Ja. Wahrscheinlich hat gerade irgendwie so, Sven hat dir gerade so getippt, wann morgen Fußballtraining und dann hat es schon bapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapapap Das sind alles so Sachen, weißt du, Tommy, das kennen die jungen Leute gar nicht mehr. Das kennen die jungen Leute gar nicht mehr. Wie geht's dir denn mit, lieber? Moderat. Ja, ne? Und dir? Es ist immer noch so eine Sommerlöchrigkeit irgendwie in mir drin.
02:01
Du musst immer bei so Sachen weggeneralisieren. Es kann einem auch einfach moderat gehen, ohne dass das ein größeres Ding ist, Tommy. Also da muss kein Sommerphänomen hinterhängen. Das muss nicht allen Menschen so gehen. Also du musst gar nicht weggeneralisieren.
02:18
Du kannst einfach sagen, wie es dir geht. Ja, aber ich suche immer eine Begründung.
02:24
Hast du das in der Klinik damals gelernt, als du stationär warst, dass man das manchmal einem auch einfach so geht, ohne irgendwie... Also ich versuche jetzt immer ein Parameter anzunehmen, weswegen etwas ist.
02:35
Weißt du, was du machst? Du probierst immer direkt irgendwie...
02:43
das Ganze irgendeiner größeren Beobachtung unterzuordnen. Mir geht es moderat, ja, wegen Sommerlöcherigkeit. Alle Menschen betroffen, ich bin einer von den Betroffenen. Das meinte ich jetzt gerade. Das machst du immer.
02:58
Ja, aber das meine ich jetzt nur bezogen auf einen Podcast inhaltlicher Natur. Jetzt, wenn wir uns privat treffen, würde ich nicht sagen, mir geht es so, ach, das ist so ein Sommerloch gerade. Das würde ich ja nicht sagen.
03:08
Naja, aber du machst es schon oft von dir weg nach oben oder von oben runter auf dich. Absolut. Ja, das meine ich ja. Aber das sind ja keine Begründungen. Du begründest damit ja nichts, sondern du kontextualisierst.
03:22
Und vor allem, also du... Ich hole andere mit ins Boot. Ja, genau. Völlig unnötig. Aber ich will gar keiner an deinem Boot.
03:29
Wetten?
03:30
Aber wo wir gerade mal bei so... Das passt eigentlich jetzt ganz gut. Mhm.
03:35
Wie stehst du denn zu der Sonnenfinsternis oder wie ich sie für mich intern verbucht habe? Sonnencringsternis.
03:45
Hast du dir die angeguckt? Nee. Tennis gespielt in der Zeit.
03:50
Deutsche Kai Wegner.
03:52
Während der Stromausfall war ich Tennis gespielt. Nee, aber mich hat das irgendwie nicht so gejuckt. Ich weiß nicht wieso. Ich habe das damals angeschaut. Wann war das? 99? 2000? 2001? Fünfte Klasse.
04:03
Weiß ich nicht. Aber das war auch irgendwie so. Weiß ich nicht.
04:07
Weißt du, warum ich es nicht weiß? Ja. Weil das alle nicht wissen.
04:10
Es liegt so eine Nichtwissenhaft in der Luft. Vor allem, es ist doch gelogen, dass es dann das letzte Mal war. Aber es ist doch dauernd.
04:15
Ja, es ist ja auch nächstes Jahr schon wieder angeht. Das ist genau wie immer. Dinge, die immer sind. Leichter LED-GM war jetzt auch wieder. War auch wieder.
04:21
Am selben Wochenende.
04:21
Übrigens sehr abgeliefert, die Deutschen.
04:23
Da können wir gleich noch drüber reden. Aber bei der Sonnenfinsternis, ich kriege ja sowas. Ich wusste natürlich nicht, dass es ist.
04:31
Mhm.
04:32
Und dann habe ich es aber so ein paar Stunden vorher erfahren und habe mich anzünden lassen dafür, weil ich mir dachte, ey, ich kann eigentlich den Sonnenuntergang von meiner Terrasse immer sehr gut sehen. Also ich habe wirklich bewusst angefangen, mich dafür zu interessieren und zu begeistern. Da dachte ich mir, okay, Ich werde mir das heute Abend anschauen. Ich gehe jetzt los und kaufe mir so eine behämmerte Brille. Hast du noch eine bekommen? Die war doch überall ausverkauft, dachte ich. Das ist nämlich das Thema. Es gab diese Dinger nicht mehr und es gab diese so dermaßen nicht mehr, dass die Läden, wo es die Potenzial hätte geben können, schon von sich aus so...
05:07
so richtig mit Word geschriebene, ausgedruckte Dokumente in die Tür gehangen haben. Es gibt hier keine sonnenfinsternes Brillen. Es gab die überhaupt nicht. Und das finde ich total absurd, weil ich mich noch genau daran erinnern kann, dass als wir Kinder waren, gab es die scheiß Dinger in jeder Wegwerf-Fernsehzeitung, die man einfach so als Werbung in den Briefkasten geschmissen bekommen hat. Da gab es immer diese Brillen mit dabei.
05:34
Es gab eh geilere Sachen früher bei Zeitungen dabei. Auch bei so TV-Spielfilmen und so aus TV-Mobi, da waren diese Brillen dabei. Aber eine Sache noch, wenn so Läden so passiv-aggressiv draußen schon, dann weißt du immer genau, wie viele Leute schon reinkamen. Das hatte ich ja auch, ich hab da erzählt, ich war neulich im Spreewald paddeln und das war ein Samstag, In den Ferien. Es war moderate 25 Grad Sonne. Und dann habe ich auch am Freitagabend diese Bootsverleihe angerufen. Und den ersten, den ich angerufen habe. Hallo! Schon so rangegangen. Ich habe zum zehnten Mal oder so angerufen.
06:06
Und dann so, Entschuldigung, haben Sie morgen... Nein!
06:10
Das hat mich einfach so unterbrochen. Und die Fahrt können sie sich auch sparen. Also hierhin. Aber in dem Moment fand ich es wahnsinnig unverschämend. Aber irgendwie auch total. Ich würde es wahrscheinlich genauso machen, weil man kann dann irgendwann nicht mehr. Aber was ich mich frage, welchen Laden steuert man denn an? Wenn man so eine Brille haben will. Ich hätte wahrscheinlich zu Kiosks gegangen, weil die sind meistens immer vorbereitet auf die schnelle Mark. So dieses, das ist ja bald, kauf mal 50 von den Dingern, die gehen weg.
06:44
Also bevor ich gelernt habe, dass es ein totales Problem ist, sie zu kriegen, hätte ich auch einfach gedacht, ja, gibt es an jedem Späti, dachte ich. Dann habe ich bei ein paar geguckt, gab es nicht. Und dann habe ich ja, wie gesagt, mir vorgenommen, mich dafür zu interessieren, habe ich festgestellt, Apotheken und so Optiker sind der Ansprechpartner. Okay. Und dann sind mir diese Schilder da begegnet halt mit, haben wir nicht verpisst euch mäßig. Und dann hatte ich natürlich ein Problem, weil ich habe ja bewusst angefangen, mich dafür zu interessieren.
07:16
Und jetzt war ich hooked. Hooked von einer Sache, von der ich drei Stunden vorher noch nicht mal wusste, dass es die gibt. Aber ich hatte keine Brille. Und dann bin ich ins Rabbit Hole Sonnenfinsternes Brillen selber bauen. Eingetaucht. Und habe mich informiert und Man kann sich keine Brillen selber bauen, das ist nämlich richtig gefährlich. Man kann sich nur Lochkameras selber bauen. Und eine Lochkamera soll in der Theorie so funktionieren, dass du irgendwie...
07:51
in eine Box reinguckst, die quasi die Sonne findest, also du guckst quasi entgegen der Sonne, also nicht in die Sonne, sondern von der Sonne weg, aber deine Lochkamera guckt in die Sonne und du siehst dann...
08:06
Stehst du als einziger weg von der Sonne? Ja, genau. Du stehst da quasi, guckst in die Rückseite deiner Lochkamera. Und dazu musste man so eine Cornflakes-Schachtel nehmen, die aufschneiden. Hätte ich schon nicht. Ja, eigentlich haben es alle mit einer Pringles-Rolle gemacht. Hätte ich auch nicht. Aber habe ich nicht. Eine Cornflakes-Schachtel kann ich anbieten. Dann habe ich es gebaut. Und dann musst du da so Alufolie, musst du da was rausschneiden, Alufolie drüber kleben, ein so ein kleines Loch reinmachen. Auf der Innenseite von der Cornflakes-Packung weißes Papier.
08:37
So, und dann alles dunkel machen und dann solltest du quasi durch das Alufolie-Loch da reinschießen und dann kannst du es quasi so von innen beobachten. Okay. Und dann ist mir, hab ich es gebaut, hab so reingeguckt, ah ja krass, ich sehe hier wirklich einen Punkt. Und dann ist mir aber einfach aufgefallen, ja klar, ist einfach das Licht, was reinscheint. Und das ist völlig egal. Dann hab ich so richtig weit von der Sonne weggeguckt und es sah exakt gleich aus. Und dann hab ich, hab ich einfach sauer, hab gesagt, scheiß auf diese Sonnenfinsternis, hab sie mir nicht angeguckt.
09:05
Ja, so habe ich es auch gemacht. Aber, mein Gott.
09:09
Ja, aber ich war trotzdem, ich wollte es trotzdem als Fail der Woche bezeichnen. Hast du FOMO gehabt? Nee, nicht FOMO. Ich habe mich interessiert. Ich habe mich begeistern lassen.
09:17
Ja. Okay.
09:19
Aber Fail der Woche... Ja, ein Failchen.
09:22
Ja, ein Failchen. Ein Failchen.
09:24
Und es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ich mir mal was gebastelt habe.
09:27
Ja. Aber es hat auch nicht gut funktioniert. Ich hatte ein komisches, wollte ich eigentlich letzte Woche erzählen oder davor die Woche, als ich im Sommer auf Malle war, war ich in einem Hotel und da ist auch so ein kleiner Fail der Woche, der war irgendwie lustig, aber auch peinlich zugleich, weil da war ich in einem Hotel mit einem Fitness.
09:44
Peinlich war das auch wie bei der Cornflakes-Stand.
09:47
Das war ein Hotel mit einem Outdoor-Gym. Und das Outdoor-Gym war etwas höher. Also die Pool-Area von diesem Hotel war in so einem Garten. Und das Outdoor-Gym war so ein paar Treppenstufen hoch. Das war wie so eine Terrasse. Und dann habe ich Übungen gemacht. Ich habe immer so einen Zirkel gemacht. Ich habe so Übungen gemacht auf einer Bank. So Bankdrücken und parallel so Bauchübungen an so einem Gymnastikball.
10:12
So und ich habe diesen Gymnastikball und ich hatte Kopfhörer auf, so ganz laut Musik und habe diese Übung an diesem Gymnastikball gemacht und bin ab dem dann so fixiert, dachte ich, gehe dann auf die Bank und mache so die Übung und gucke wieder, mache da so diese, keine Ahnung, zwölf Wiederholungen, was dauert sowas, ein Minütchen, gucke so wie nach links, Ball weg. Ich so, scheiße, oh, unangenehm. Und dann sehe ich so einfach, wo ist denn der? Also so ein Gymnastikball ist ja wirklich groß. Welche Farbe?
10:40
Die haben auch immer so ein Quietschfarbe.
10:41
Nee, der war so grau. Aber einfach so ein ordentlicher Durchmesser, so ein Gymnastikball. Einfach weg von diesem Plateau. Ich so, scheiße. war so ganz alleine da in diesem Gym und guck dann so runter und seh so, wie der so neben dem Pool einfach so liegt. Und davor aber bestimmt so sieben Menschen auf so liegen. Und da ist der, ich hab das dann natürlich rekapituliert und gemerkt, der ist halt runtergerollt und dann so dong, dong, dong, die Treppe runter. An allen so vorbei, bestimmt noch irgendein Typ auf die Schienenbeine safe. Und da muss ich natürlich diesen Gang nach Canossa antreten, also runter so.
11:12
Ja. Entschuldigung, so einen Ball kann man ja auch nicht cool tragen. Den trägt man ja wie so einen alten Röhrenfernseher vor sich. Und bin dann wieder so hochgewatscht, wie so ein Kaiserpinguin. Die Treppe hoch, allen vorbei. Es hat auch keiner so gelächelt oder so. Ich glaube, die waren ein bisschen genervt davon, aber das war schon peinlich. Ja, so einen Ball kann auch richtig Schaden anrichten.
11:33
Ja, eben. Ja, stimmt. So Gläser.
11:35
Ich hab's auch gesagt, das waren auch so Kinder und wenn dann so ein Glas, vielleicht so ein Glas Aperol von jemandem so bam, in so einem Dreijährigen auf den Kopf.
11:42
Oder einfach mal so ein Kind in den Pool schmeißen. Also wenn das so, wenn der so ein bisschen Fahrt aufnimmt.
11:47
Wir hatten früher, ich weiß nicht. Ich hab so zwei Tote, weil ich so Bauch über meinen Ball mache.
11:51
Ich weiß nicht, was mein Vater sich dabei gedacht hat, aber wir hatten früher auch so einen Gymnastikball zu Hause in unserer kleinen Wohnung. Ja.
11:58
Ich weiß wirklich nicht, das ist wirklich völlig abzusehen, dass das Ding ultralaut wird und halt einfach ganz viel kaputt machen kann. Und wir haben dann da mein Bruder und ich immer wie so Bekloppte als Fußball mitgespielt, so richtig abgeschrumpft und so.
12:12
Mein Bruder und ich auch. Ja, so ein Ding kann richtig viel Schaden anrichten. Und immer ist auch so eine richtig geile Nummer, um einen Bruder zu ärgern, wenn einer da drauf sitzt, den so voll wegtreten.
12:21
Ja, einfach so richtig doll in den Arsch reintreten.
12:26
Und ich hatte einfach nach dieser Situation noch so mehrere Lachflashen, weil ich mir vorgestellt habe, wie der so dong, dong, der hat so eingeschlafen und so bam auf den Kopf und so dieser Ball, dieser viel zu große Ball, wie so ein Elefant in so einem, ich stelle so ein Baby-Elefant in so einem Kiosk vor, so alles geht kaputt, was da drin.
12:41
Komischer Vergleich.
12:43
Ja, aber es ist so. Kleines Fählchen.
12:48
Kleines Fählchen. Ich habe...
12:51
Kannst du dich noch daran erinnern?
12:52
Und noch ein anderes Pferdchen auf Mallorca, muss ich auch noch ganz schnell sagen. War halt ein Punkt. Dann hätte ich noch eine Frage, was du gemacht hättest. Also es geht ein bisschen um Kacki, ein bisschen eklig, aber müssen wir durch. Und zwar war ich in so einer Bar, auch auf Mallorca.
13:03
Hast du dir schon mal aufgefallen, dass alle ekligen Geschichten in diesem Podcast immer von dir kommen?
13:07
Ja. Ja, ich will ja immer diese Ekelfolge hier reinmachen, wo wir eine Stunde nur über sowas reden. Das war eine Bar mit einer Unisex-Toilette.
13:16
In so einer schlechten Fernsehkomedy würde man ja sagen, naja, das ist dann wohl im wahrsten Sinne des Wortes eine Scheißfolge.
13:24
Ja, wie das Öl für den Arsch letzte Woche. Arschöl. Es war ja eine Unisex-Toilette.
13:29
Wir haben ganz viele Leute gefragt, was es für ein Arschöl ist.
13:31
Ja klar, die ganzen Ferkel da drauf. Wir wollen dann nämlich genau wissen, dass wir uns Spaß haben. Also es ist keine Unisex-Toilette, sondern ein Unisex-Waschbecken. Also rechts Darm-Toilette, links Männer-Toilette, Waschbecken für alle. Dann stand ich da mit einer Frau und die wollte ein Foto mit mir machen. Und ich so, ja, lass uns kurz auf Toilette gehen. Dann hab ich auf Toilette aber gemerkt, das wird mehr als Pipi. Ja, ja. Das war dann auch nicht so ein Kacki.
13:55
Ein Arbeitskacki.
13:56
Ich hab da halt gesessen. Wo man danach auch sieht, dass da jemand gekeckert hat, wenn du so roten Kopf hast. Ich hab trotzdem Gas gegeben, aber nicht aus Höflichkeit, sondern aus Scham, dass du nicht denkst, Und trotzdem hat es zu lange gedauert für Pinkeln. Es waren auch, ich habe dreimal gespült. Einmal war da, das hat mich schon geärgert, da war noch ein bisschen was, irgendwie so Papier und Zeug von dem vor mir. Das heißt, da habe ich schon weggespült, da habe ich gesagt, nein, jetzt denkt die, das ist schon von mir. Das ist vielleicht schon das Pinkeln gewesen. Geil, dann komme ich ja gleich in meinen Fotogenuss. Dann habe ich mich aber erst, da habe ich erst natürlich, wie du mich kennst, Papier auf die Brille gelegt.
14:30
Das dauert erstmal ein Minütchen, weil das fällt ja immer erst nochmal so runter. Dann ist das irgendwann perfekt, dann setzt sich drauf.
14:36
Dann verlierst du dich kurz. Irgendwie berührt man trotzdem immer eine Stelle.
14:39
Ja, ja. Meistens mit dem Unterpimmel. Ja, oder wenn du das Wasser da lang schießt am Unterpimmel.
14:45
Ja, oder wenn du so, einmal flatscht so der Unterseitpimmel da lang.
14:52
Dann verliert man sich oder ich mich, das habe ich jetzt gelernt, nicht von mir auf andere schließen, so ein bisschen in Reels kurz dann trotzdem, weil der Griff zum Handy ist da.
15:02
Und dann habe ich zweimal gespielt und die wartet und wartet und spätestens nach zwei Minuten war eher klar, was passiert.
15:08
Also der pinkelt nicht, der wickelt da kein Baby, der putzt sich da nicht die Zähne, der Mann scheißt. Ganz eindeutig. So, dann will ich halt raus, auch wie du schon sagst, mit diesem roten Kopf, aber nicht deswegen, sondern aus Scham halt einfach. Und dann dieses Foto gemacht und dann dachte ich auch so, okay, jetzt muss ich mir ja auf jeden Fall erst so die Hände waschen. Das ist ja alles so, lass mich mal kurz die Hände waschen. Das klingt aber auch, wenn du aus so einer Situation rauskommst und sagst, lass mich mal kurz die Hände waschen, klingt das direkt als hättest du Scheiß an der Hand. Lass mich mal kurz die Hände waschen. Weißt du, was ich meine? Und dann war es so, aber das war eine ganz komische Situation.
15:39
Und die Frau läuft natürlich zu Recht irgendwo rum und sagt, dann erzählt die Geschichte. Wie alt war die Frau ungefähr?
15:43
Ach so, Mitte, Ende 20, würde ich sagen. Also die wusste, was los ist. Die wusste, was los ist, ja. Und das war auch so ein, also Gymnastikball, also erstmal, wie würdest du einschätzen, was war peinlicher?
15:56
Den Plastikball finde ich ehrlich gesagt gar nicht peinlich. Nee, aber der Gang war schon uncool. Aber den hätte man... Ich wäre einfach, glaube ich, da runtergegangen, zu dem Typen, wo der Ball am nächsten liegt. Oder liegen lassen, ich war eh fertig. Nee, zu dem Typen gehen, wo der Ball am nächsten liegt und den einfach ins Boot holen. Ich würde sagen, brauchen Sie den noch? Weil ich würde sonst damit gerne trainieren.
16:17
Als wenn er sich den geholt hat. Warum machen sie das genau? Aber wie hättest du die andere Situation gelöst? Weil der Fehler, der war wahrscheinlich schon, dass ich nicht sofort das Foto gemacht habe. Weil mir ist auch so, dass ich schon mal in so einer Situation war. In so einer ähnlichen. Ich glaube... Klingelt da nicht auch irgendwas bei dir? Ich glaube, ich war mal so, dass ich auch hier erzählt habe.
16:37
Ja, da musstest du dringend pissen oder so.
16:39
Aber sowas ähnliches, ne?
16:40
Das war in Köln am irgendeinem Platz oder so. Aber da können die Psychohack-Hackies mal recherchieren gehen. Jedenfalls, ich glaube, ja, du hättest einfach das Foto direkt machen sollen.
16:52
Ja, ne? Also das Kind ist quasi, die Kacke ist in den Brunnen gefallen, als ich gesagt habe, ich warte kurz.
16:58
Aber was hast du denn davon erhofft?
16:59
Also musstest du so dringend auf Toilette? Die war noch am Waschbecken.
17:02
Die war noch am Waschbecken. Die hat gesagt, können wir gleich ein Foto machen. Machtmissbrauch.
17:06
Machtmissbrauch im Scheißhaus. Nee, aber die hat noch die Hände gewaschen und währenddessen das gesagt. Und dann hätte ich quasi die 10 Sekunden Hände abtrocknen warten müssen. Und das wäre auch komisch gewesen.
17:17
Kennst du die Leute, die so dich nach einem Foto fragen, aber so gänzlich unvorbereitet sind? Können wir ein Foto machen? Ja.
17:26
Achso, das Handy ist dann noch irgendwo anders. Genau, die dann anfangen zu kramen oder erst dann ihren Freund herbeischreien. So wie, boah, das Handy. Oder sagen, komm mal mit, das Foto-Handy ist da hinten. Komm mal mit nach Kassel. Ich war am Wochenende beim Rave the Planet.
17:43
Warst du da?
17:44
Das ist ja der, ich weiß nicht, ob die sich so nennen, aber ich nenne es auf jeden Fall so quasi der Love Parade Nachfolger. Mhm.
17:52
Er ist auch am Straße 17. Juni in Berlin. Dr. Motte da?
17:58
Ich glaube ja, aber ich weiß es nicht, ehrlich gesagt.
18:01
Aber einfach nur so ein bisschen Leute gucken und einfach mal gucken, was da so abgeht. Ich habe die ganze Woche auf den kleinen Hund aufgepasst, der ja schon wieder einen Bandscheibenvorfall hatte, habe ich ja schon angetippt. Dem geht es sehr, sehr gut. Der hat die OP voll gut überstanden, der kann auch laufen und alles. Dem geht es sogar so gut, dass man ihn vor sich selber beschützen muss. Weil der mehr Energie hat, als er darf. Und er mehr kann, als er darf. Eigentlich soll der komplett chillen und halt nur irgendwie mal kurz zum Pullern und Kacken raus darf.
18:36
Und deshalb braucht der Hund 24-7 Überwachung. Damit der halt keine Scheiße baut. Das heißt, ich war die ganze Zeit nur mit diesem Hund. 24-7 mit dem Hund. Ich war keine Sekunde ohne diesen Hund. Und dann...
18:50
War das meine erste Außenweltkontakt, war dann dieses Rave the Planet Ding. Erstmal entspannt reinkommen, das war auf der Techno-Veranstaltung. Erstmal entspannt reinkommen. Und ich hab mich voll darauf gefreut rauszukommen und hab überhaupt nicht darüber nachgedacht, dass da ja garantiert voll viele Leute sein werden, die einen erkennen. Ich bin so ohne Käppi, ohne alles so völlig... Einfach da halt hingegangen. Und deswegen war es ein bisschen nervig.
19:17
Ich prognostiziere, jeder Zweite hat doch gesagt, legst du die gleich auf?
19:21
Nee, erstaunlicherweise nicht. Nee, die waren alle total nett, so jeder für sich. Aber es waren dann relativ viele.
19:30
Generell fand ich bei der Veranstaltung es ein bisschen merkwürdig. Es gibt ja dieses Konzept mit diesen Trucks, die den 17. Juni hoch und runter fahren. So verschiedene Trucks mit verschiedenen DJs und man läuft dann immer so einem Truck halt hinterher oder du bleibst an einer Stelle und es kommen immer Trucks vorbeigefahren. Aber eigentlich wäre es doch viel geiler, wenn man das so machen würde, dass es einfach so über den 17. Juni verteilt so Bühnen gibt.
19:54
Verschiedene Bühnen. Dann kannst du halt bei der Bühne chillen, wo du es halt gut findest. Würde das vom Sound her gehen? Naja, weil so hattest du ganz oft die Situation, dass ein Wagen aus der einen Richtung kommt und einer aus der anderen. Und dann, wenn du da in der Mitte bist, dann hast du ja voll die Krakophonie. Das funktioniert gar nicht. Und du musst halt die ganze Zeit so hinterher trotten. Wie so ein Musikweihnachtsmarkt. Das ist von Stand zu Stand.
20:19
Wie soll mal jemand erzählen, warum das besser ist? Weil wir jetzt auch nicht so gute Erfahrungen mit LKWs auf Großveranstaltungen gemacht haben in Berlin.
20:29
Also es wäre doch viel geiler, einfach so Bühnen zu haben, weil dann kannst du einfach irgendwo mal stehen. Und ich war quasi so doppelt on the run. Ich war die ganze Zeit, ich konnte nicht zu lange irgendwo bleiben, weil so Fototrauben und dann musste man immer noch so der Musik hinterher watscheln. Das ist nur am Laufen. Aber was für einen Abstand bräuchte man zwischen den Ständen? Das geht, ich habe ja auch ein paar Festivals jetzt den Sommer gespielt, da sind ja immer mehrere Bühnen. So weit auseinander sind die nicht.
20:56
Ja, aber die Monitorboxen schießen dann ja schon in andere Richtungen, oder? Die Monitorboxen, die schießen ja zu dir als DJ.
21:03
Nicht die Monitorboxen, Entschuldigung, die Lautsprecher oben. Ja, okay, aber eigentlich ist das eine gute Idee. Also wenn das technisch funktionieren sollte, fände ich das auch besser als so Paraden.
21:13
Ja, dann ist es halt keine Parade. Genau, es ist ja nicht mehr Love Parade, sondern es ist ja Rave the Planet. Sonst könnte man sagen, eine Parade ist aber in Bewegung, aber ein Planet ist nicht in Bewegung. Doch, ich sag schon. Ich rufe Harald Lesch an, macht sich jetzt das Erdinger auf. Aber wir waren da, es war witzig, alle Leute, die mich angequatscht haben, waren auch alle total lieb und so, alles in Ordnung. Aber war ein bisschen viel, vor allen Dingen im Kontrast zu meiner Hunde-Isolationshaft. Der Hund darf nicht so viel laufen.
21:41
Er kann aber laufen, aber er darf nicht so viel. Aber wenn du einfach nur so drei Minuten mit dem rausgehst, dann wird er nicht fertig mit seinem Business, mit Kacken und Pullern und so. Deswegen habe ich dem so einen Buggy gekauft, einen Kinderwagen für Hunde und habe den einfach so durch die Gegend kutschiert, damit wir halt in Summe irgendwie trotzdem mal so eine halbe Stunde, Stunde draußen sind. Und das war so niedlich, weil der hat das sofort akzeptiert, das Ding. Und er saß dann wirklich ganz brav da wie der König von Mallorca. Ich muss gar nicht mehr laufen. Ja genau und lässt sich einfach so durch die Gegend chauffieren, kann so beim Laufen einfach so ein bisschen in die Luft schnuppern und einfach so Leute gucken, das macht ja wirklich Spaß.
22:17
Und dann habe ich den immer mal an einer guten Stelle so drei, vier Minuten runtergenommen, dass er halt so pullern und so kann und dann wieder in seinen Wagen und weitergeschoben.
22:26
Das finde ich bei Tieren ja immer generell so süß, dass die, wenn die irgendwas haben, nicht den Eindruck machen, dass sie wüssten, dass sie was haben, sondern einfach das, was dann gerade ist, damit halt so weiterleben und dann das so akzeptieren. Nicht mal akzeptieren, die wirken auf so eine süße Art dann doof. Weißt du, wenn wir unsere Hunde, wenn die irgendwas hatten, diesen Trichter auf hatten, die haben dann einfach diesen Trichter auf. Und dann, damit gehen wir jetzt so um. Oder wenn so Hunde so drei Beine haben und so. Und jetzt sollte das...
22:57
mit KI irgendwann funktionieren, das wird ja wirklich daran geforscht, dass man mit Tieren besser kommunizieren kann. Natürlich nicht auf dieser speziellen Ebene, aber soll das wirklich mal so gehen? Jetzt geht es natürlich in Science Fiction, dass man dem Hund sagen kann, also deinem Hündchen, du hast einen Bandscheibenvorfall, das bedeutet wahr. Würdest du dem das sagen oder würdest du es lieber dem dabei belassen, so ey, du bist einfach ein bisschen eingeschränkt? Also ich bin ganz ehrlich, ich rede mit dem Tier wie mit einem Erwachsenen. Ja natürlich, das macht ja jeder mit seinem Tier.
23:23
Du darfst nicht so viel machen.
23:25
Ich habe auch mittlerweile mit ihm gesagt, ich kann es verstehen. Aber würdest du es sagen, ihm auf Hundesprache? Ja, ich würde ihm, na klar, ich würde ihm sagen. Aber der wäre doch direkt trauriger.
23:33
Ich würde sagen, er hat ja eine gute Prognose. Ich habe gesagt, ey, das kann alles gut werden, aber du musst jetzt irgendwie hier drei, vier Wochen ein bisschen Piano machen.
23:41
So ein Hund weiß, was Prognose heißt.
23:43
In dem Szenario muss er auch die Redewendung Piano machen können.
23:49
Ich hörte ihn sagen, wir mussten drei, vier Wochen ein bisschen Piano machen und dann können wir wieder reingehen. Aber jetzt, für jetzt, Zähne zusammenbeißen, ein bisschen chillen.
23:57
Ja.
23:58
So.
24:00
Ja, finde ich gut.
24:01
Ja, der kriegt dann manchmal so Frechanfälle. Besonders so zu Hause, so auf dem Teppich, wenn er so guten Grip hat. Mein Hund ist ja immer so extra frech. Dann fangen die mal so an. Kennst du, wenn die sich dann so in so eine Spielhaltung bringen, wenn dann so anfangen, dann scheiße es mal. Ja, genau, so kurz vor Sumi. Ja. Und dann muss man den immer so, muss ich den immer bestechen mit Schleckwurst, dieser Leberwurst aus der Tube, damit der sich so ein bisschen runterfährt. Weil der sonst so anfängt, da irgendwelchen Quatsch zu machen.
24:24
Apropos Tiere. Ich habe gelesen, dass in...
24:29
Weimar, glaube ich, jetzt...
24:32
Nichts gegen Weimar.
24:33
Nichts gegen Reutlingen. Dass da jetzt Waschbär gegessen wird.
24:38
Da wird Waschbär gegessen?
24:40
Zubereitet in so einem Gasthof oder so. Ich glaube, 290.000 Waschbären wurden erschossen in 2025 in Deutschland. Also die breiten sich ja aus und die werden dementsprechend auch erschossen.
24:55
Und dann fragt man sich, was machen wir mit dem Tier? Und irgendjemand kam dort auf die Idee, den kann man ja eigentlich auch essen, wenn die auf Pestizide etc. und Bakterien, Viren, was weiß ich, untersucht werden. Und dann gab es so Kochkurse für Jäger und so. Und dann wird wirklich mit Klößen und so Waschbär angeboten. Und es gibt auch Restaurants, da die Waschbär wohl anbieten.
25:15
Und was ich so interessant daran finde... Hast du da Feedback mitgebracht, wie es schmeckt?
25:18
Ja, das fand ich so witzig. Das erste Mal...
25:23
glaube ich, seit ich Artikel lese oder Dokus sehe oder sonst was, wo Leute irgendwas Exotisches probieren, wo sie nicht sagen, das schmeckt ein bisschen wie Hühnchen. Sonst schmeckt ja immer alles wie Hühnchen. Man isst Krokodil, schmeckt ein bisschen wie Hühnchen. Fischiges Hühnchen. Ich weiß aber nicht mehr, wie es schmeckt. Fischiges Hühnchen. Aber Krokodil schmeckt bestimmt wie fischiges Hühnchen. Oder?
25:47
Aber ich weiß nicht mehr, wie es schmeckte wohl, Waschbär.
25:49
Aber war das Feedback okay, positiv? Ja. Das ist ja gleichzeitig immer Good News und Schlecht News für eine Art.
25:57
Weißt du? Ja, ja, stimmt. Good News für alle, klar, wir überleben als Art, aber Bad News, okay, wir werden gezüchtet und gequält.
26:04
Das denke Hechte, glaube ich, auch oft so. Ey, die Leute fangen uns voll gerne, aber uns zu essen ist echt mega aufwendig. Mit den Geräten und so.
26:12
Ja, und der Karpfen ist aus der Mode gekommen. Früher war Karpfen ja eigentlich so ein altes deutsches Gericht. Karpfenblau. Karpfenblau, mag aber keiner mehr, weil Karpfen halt scheiße schmeckt. Modrig. Und schon ist der Karpfen vom Aussterben bedroht. Karpfen schmeckt wie Hühnchen.
26:27
Vielen Dank.
26:28
Aber Waschbär, ich fand das irgendwie abgefahren. Weil stell dir mal vor, das würde sich, oder setzt sich jetzt durch. Wir haben einfach so ein neues, es gibt so ein neues Tier auf der Karte. So ganz normal. Ich nehme mir Waschbär, glaube ich.
26:39
Für mich auch den Waschbär. Da hat sich Luciano hier, da hat doch so ein Hintchen-Place. So Chicken, Loco Chicken, einfach so Loco Waschbär. Fried Waschbär.
26:51
Ich fand das irgendwie sehr befremdlich. Was heißt Waschbär noch auf Englisch? Raccoon. Viel geiler. Viel geiler. Aber das ist ein geiler Name für Fried Raccoon. Give me the raccoon. Dry-aged raccoon. Raccoon, raccoon.
27:06
Flying raccoon. Die haben ja den Vorteil auch noch gegenüber anderen Tieren, wie es oft so ist, leider. Die sind halt wahnsinnig süß. Also niedlich.
27:14
Aber nicht so sympathisch.
27:18
Ja, weil die sind doch bestimmt invasiv, ne? Gehe ich mal von aus. Und gleichzeitig breiten die sich ja aus wie Waschbären. Ja, aber die sind süß, aber nicht sympathisch, finde ich. Findest du nicht? Wenn die so ganz schnell weglaufen mit ihren kleinen Händen, so ein Dürrüm aus dem Müll holen und weglaufen auf zwei Beinen.
27:35
Das ist halt süß, aber nicht sympathisch. Ich finde die schon cool. Enten sind zum Beispiel sympathisch.
27:41
Ja, Enten sind Wahnsinn. Die sind super. Aber Erpel, wenn man sich über Erpel liest, sind auch ganz schöne Wichser.
27:48
Erpel sind nicht ohne. Also ich mag Waschspären eigentlich gerne.
27:52
Na, ich nicht.
27:52
Aber vielleicht ist das jetzt bald wirklich irgendwie so ein Weihnachtsessen in Deutschland. Irgendwie so ein bisschen komisch.
27:57
Ich wollte vom Rave the Planet, wir waren dann so bis 10 ging das. Ich war so um halb sieben oder so da. Hat eine Hundesitterin übrigens. Ich hab den Hund ja nicht mal alleine gelassen. Ich hatte quasi von halb sieben bis halb elf hatte ich Ausgang. Es war übrigens krass, es war ja größtenteils hell, als ich bei dem Rave the Planet war und dann wurde es relativ schnell dunkel, dann so gegen Ende. Und es war krass, wie die Stimmung dann geschiftet ist.
28:29
Es hat sich nichts verändert, aber es war eine ganz andere Stimmung dadurch, dass es dunkel war. Es war total unübersichtlich, es war so ein bisschen stressiger und aggressiver auf einmal alles. Aber also es ist nichts passiert, aber einfach nur dadurch, dass es dunkel war, war so ein bisschen, war dann denk ich mir, okay, jetzt ist auch ein guter Moment zu gehen. Und dann wollte ich mit dem Taxi zum Dönerladen fahren. Ich hatte Bock auf Döner.
28:51
Okay.
28:52
Und ich war Potsdamer Platz und ich wollte zur Yorkstraße zum Dönerladen, da zu dem wir auch immer gehen, zu Hisar. Aha.
28:58
Und steige ich in so ein Taxi ein. Und dann dachte ich mir, ey, what happened zum good old Taxigewerbe? Weißt du doch, früher musste man ja...
29:10
musstest du einen Personenbeförderungsschein machen, damit du Taxifahrer sein kannst.
29:14
Mittlerweile wird das Handy nach hinten gegeben.
29:16
Ey. Hast du auch gern? Ey, genau. Ich steig da ein und ich sag dem bitte Yorkstraße. Und ich finde, einen Taxifahrer kann man auch sagen, Yorkstraße zu dem Dönerladen. Das ist ein bekannter Dönerladen. Aber zumindest kannst du sagen, zur Yorkstraße. Und da meinte er so, okay. Dann steht so und tippt so, Irgendwas auf seinem Handy rum. Da sind ja auch neun in der Windschutzscheibe. Ja, genau. Und Yorkstraße ist wirklich, das ist vom Potsdamer Platz fünf Minuten. Er musste wirklich nur geradeaus fahren. Und dann dachte ich mir, ey Bro, du musst doch irgendwie wissen, wo die Yorkstraße, also zumindest schon mal losfahren.
29:50
In welche Richtung, wusste er aber nicht. Und dann fängt das an, so auf seinem Handy so irgendwas so rumzutippen, ganz lang. Und dann irgendwann gibt er mir so das Handy nach hinten. Kannst du es eintippen?
30:03
Und dann sehe ich, was er schon eingetippt hatte als Versuch.
30:06
Und da stand einfach ein U als erstes. U-Walkstraße.
30:12
Und ich fand das so enttäuschend, dass ich gesagt habe, ich möchte jetzt nicht hier mit diesem Taxi fahren. Ich bin ausgestiegen. Bist du wirklich ausgestiegen? Ich bin ausgestiegen. Ich will das nicht unterstützen.
30:25
Das finde ich aber drastisch. Das hätte ich niemals gemacht. Das ist aber auch drastisch.
30:32
Ich bin ja ein Taxi-Chameleon. Ich passe mich ja jeglicher politischer Gesinnung meines Taxifahrers an.
30:38
Ist da mal eine Dash?
30:39
Ja, aber dann wüsstest du ja auch nicht, wo ihr hinmüsst.
30:42
Ich habe schon gegen alle gehetzt, die es gibt. Einfach nur, um anzukommen. Aber dann wüsstest du ja auch nicht, wo es hingeht. Wenn du dich ihm anpasst, dann kannst du die Yorkstraße auch nicht mehr schreiben. Ja, stimmt. Nee, aber ich finde das blöd.
30:54
Es gibt ja auch Uber und diese ganzen Sachen. Ich probiere ja schon immer Taxi zu fahren, um dieses Gewerbe irgendwie zu unterstützen. Aber ey, ich finde, als Berliner Taxifahrer muss man sich schon irgendwie auch mit Berlin auskennen.
31:08
Ja, klar. Vor allem Yorkstraße ist jetzt auch nicht eine besonders unbekannt. Das ist keine Stichstraße in Dahlem. Ja, genau.
31:14
Das ist jetzt nicht so eine kleine Gasse in Pankow-Buch, Alter. Das ist die Yorkstraße. Es gibt einen S- und U-Bahnhof. Und wir sind am Potsdamer Platz. Aber du bist dann wirklich auch... Niemals würde ich das machen. Das war mir zu blöd. Ich dachte mir so, ey, nee, komm, ich nehme jetzt ein anderes Taxi.
31:29
Und wie, musst du dann trotzdem irgendwie zwei Euro bezahlen?
31:32
Nee, wir sind ja nicht losgefahren. Krass.
31:36
Niemals. Ich hätte sowas von eingetippt.
31:40
Ich finde das gar nicht so. Ich sage ja nicht, dass es falsch ist. Das habe ich jetzt niemals gemacht.
31:43
Dann bin ich ins andere Taxi eingestiegen und habe ihm gesagt, ich muss bitte zur Yorkstraße. Alle klar. Sofort losgefahren. Ich habe ihn gesagt, zum Dönerladen. Da und da. Da meinte er, ach, hiesa.
31:55
Ja, Bruder. Ja, genau.
31:58
Dass man sich immer erst so aufregen muss. Zwei Sachen sagt man dann, zwei Boomer-Sätze. Das geht ja dann doch. Komisch geht dann doch in der Tonlage und dass man sich immer erst so aufregen muss.
32:07
Habt ihr dann zusammen über den abgelästert wahrscheinlich, ne? Ne, ich hatte ja noch Phyllis dabei, ich hab mit Phyllis gelästert. Okay. Wird den an die Taxifahrer dann nicht ins Boot mitholen.
32:15
Aber was immer ein gutes Gesprächsthema mit Taxifahrern ist... Über andere Taxifahrer. Ja, weil ich gerade sage, Uber-Fahrer. Wenn du mit Taxifahrern so, das liebe ich, weil ich meine gerade gegen alle gehetzt, wenn du so mit 60-jährigen Taxifahrern in Berlin, so türkischer Migrationshintergrund, mit denen über Uber-Fahrern lässt, dann ist das allerlustigste. Boah, da kommt richtig Schaum vom Mund.
32:40
Du kannst mit deutschen alten Taxifahrern gut über türkische Taxifahrer hetzen. Ja. Mit einem türkischen Taxifahrer kannst du gut über Uber-Fahrer oder generell über Flüchtlinge hetzen. Du kannst eigentlich immer mit irgendwem über irgendwas hetzen.
32:53
Einfach nur, um dann in der Yorkstraße anzukommen. Um dann in der Yorkstraße anzukommen.
32:57
Und die bittere Pointe war, der Laden war zu.
33:00
War zu spät.
33:01
Hatten kein Fleisch mehr.
33:03
Finde ich aber eigentlich gut.
33:05
Also der hat einen erfolgreichen Geschäft, zack, gönne ich euch. Die haben ja schon viel so eine Pimmel da hängen, Alter. Wenn die leer sind, dann ist auch Feierabend.
33:17
Bevor wir über die Leichterledige, wir müssen über die Leichterledige einmal ganz kurz sprechen, weil ich gerade gesagt habe, Dahlem, habe ich auch in der Zeitung gelesen, da steht die... Hol mal erstmal die Leute ab, Dahlem, Ortsteil von Berlin, Zehendorf. Reiche Leute, unter anderem, oder? Größtenteils, ja.
33:32
Da steht die teuerste... Aber, ich glaube...
33:36
ziemlich nah ist auch Lichterfelde. Lichterfelde ist geteilt in Ost und West und ich weiß immer nicht welche, aber eins von beiden ist eine Gropius-Stadt-like Hochhaussiedlung und das andere ist ein ziemliches Bonzenviertel. Aber so relativ dicht beieinander alles.
33:50
Ja und ich hab in der BZ, die hier am Kiosk draußen, da stand so die teuerste Mietwohnung Berlins. Steht da. Rate erstmal wie viel. Teuerste Mietwohnung Berlins. Ich dachte, da wäre teurer.
34:02
Und es ist sehr teuer, aber ich dachte, es gibt noch teurer.
34:06
Also in absoluten Zahlen teuerste oder runtergebrochen auf den Quadratmeter teuerste? Boah. Das ist ja schon ein Unterschied.
34:16
Weiß ich nicht. 22.000. Ja, knapp 18.000.
34:23
Was ich aber so interessant fand an dem Artikel, das habe ich mir extra aufgeschrieben, Gib mal ein paar Eckdaten zu der Wohnung.
34:29
Weiß ich doch nicht mehr.
34:30
Was ich mir aufgeschrieben habe, sind nicht die Eckdaten, sondern ich fand den Einstieg in den Artikel so witzig, weil der mit Vergleichen, aber ich liebe ja abstruse Vergleiche. Also es fängt ja mit Fußballfeldern, wie oft die ins Saarland passen und so oft.
34:45
Oder als irgendjemand mal meinte, das habe ich auch im Podcast erzählt, das ist der Audi unter den bla bla bla, wo man gar nicht weiß, was das bedeutet. Audi ist eine gute Marke, aber ist jetzt kein Ferrari. Der Porsche unter Dingen, aber das ist so der Audi unter den Sachen. Wo verstanden das nochmal? Egal.
35:00
Aber ich fand es lustig, weil die haben die 18.000 Euro. Wollten sie runterbrechen, damit man sich ein Bild davon machen kann mit folgendem Vergleich. Die Kaltmiete kostet zu viel wie ein brandneuer Kia Picanto oder ein Dacia Jogger.
35:12
Witzig, oder? Aber es ist komisch, weil das ja, also das macht ja eher so eine Billig-Assoziation auf.
35:19
Fand ich nämlich auch.
35:19
Aber die wollen ja zeigen, wie teuer das ist.
35:21
Weißt du, wie ich meine? Ja. Ja, das erstmal und generell so, ich habe kein Bild vom Kia Picanto und vom Dacia Jogger.
35:29
Aber was wäre ein guter Vergleich gewesen? 18.000 Euro. Sowas wie 10 MacBooks oder so.
35:33
Ja, iPhones ist immer gut. Ist auch gut.
35:37
Aber iPhone ist noch kleiner. Ich glaube, es muss schon irgendwas... Zwölf iPhones, 13... Zehn MacBook Pros. Auto ist eigentlich ein guter Vergleich. Aber für 18.000 kriegst du kein Auto, was die Assoziation teuer auch macht.
35:51
Du brauchst einen Cayenne von 2005. Ganz komisch. Du brauchst einen Cayenne mit Unfallschaden.
35:58
Ja, oder sowas komisches, dafür kann man irgendwie so eine Woche in der Suite vom Athlon oder was weiß ich was, sowas vielleicht, damit man es vergleichen kann.
36:06
Aber das ist aber Wohnen mit Wohnen, vergleichen ist auch nicht so.
36:08
Aber hätte ich jetzt gerade als gut abgetan. Nee, weil da musst du dich... 18.000. Ich fand so 10 MacBooks schon nicht schlecht. Lieblingsvergleich von mir sind auch so, dafür kann man zwei Jahre Harry Kane bei sich wohl, das ist auch manchmal so.
36:23
Oder zum Preis einer Rolex XY. Ja.
36:27
Ja.
36:29
Weil Rolex klingt teuer, gibt garantiert ein Rolex-Modell, was du für 18.000 kriegst. Ich glaube, ich würde das nehmen.
36:35
Zum Preis. Oder nimm drei 6.000 Euro Uhren. Dass du sagst, drei Rolex bla bla bla. Stimmt. Das wäre vielleicht gut. Und das pro Monat.
36:46
Aber ein Dacia Jogger und ein Kiapuikanto. Aber ich hab dann weitergelesen. Aber ich hab alles vergessen scheinbar. Das ist aber schade.
36:56
Ich hab voll viele Fragen zu der Wohnung.
36:58
Aber der Artikel liegt hier. Ich kann ihn sonst holen. Soll ich holen? Ja. Okay.
37:07
Tommi, unser heutiger Werbepartner ist Garnier. Sagt mir gar nichts. Genauer gesagt Garnier Vitamin C und weißt, was es damit auf sich hat und weißt du, warum das richtig gut ist? Ich weiß es, aber sagst du es mir.
37:21
Ich weiß es schon. Naja, guck mal. Die Leute wissen ja auch, dass ich es weiß.
37:24
Die Leute wissen, dass du es weißt, ich weiß, dass du es weißt, aber die Leute wissen nicht, was wir wissen. Ja, das stimmt. Und deshalb erkläre ich es den Leuten, guck mal. Gerade Männer. Mhm.
37:33
Diese, wie war es in dem Ärzte-Song, diese haarigen, ungewaschenen Bieste. Männer?
37:38
Diese haarigen, ja.
37:43
Diese Typen machen immer auf hart und krass und bla, aber am Ende wollen wir alle irgendwie im Rahmen unserer Möglichkeiten gut aussehen. Wir wollen zumindest frisch aussehen, wir wollen gesund aussehen. Und Männer weigern sich oft, sich einzucremen. Frauen sind da schon viel weiter. Sind für mich sogar Gesichtscremen-Muffel. Gesichtscremen-Muffel. Frauen sind... so viel weiter bei so vielen Sachen, aber auch bei diesem ganzen Gesichtseincreme-Thema. Und wenn man jetzt quasi Männer dazu bringen will, dass sie sich ihre Schweinegesichter mal eincremen, dann muss man es denen so einfach wie möglich machen, weil der größte Feind des Eincremes, deswegen habe ich das als Kind auch immer so gehasst, ist, wenn die Creme nicht schnell einzieht.
38:21
Wenn die klebt. Ja, wenn die so klebrig, beschmiert, beschmattert und im schlimmsten Fall sieht man sogar noch so so weiße Stellen, weil es noch nicht ganz eingezogen ist. Und dann noch teuer ist. Und dann ist es sowieso vorbei. Oder wenn die so riecht nach so einem alten Hund. Dann bist du ein Schwein, was nach Hund riecht. Willst du nicht. Und da setzen die Homeboys und Girls von Garnier nämlich an mit dem Garnier Vitamin C Sorbet. Ja, Vitamin C Sorbet Creme. Sorbet Creme. Ja. Riecht mal dran.
38:49
Riecht Weltklasse.
38:52
Boah, das riecht hervorragend.
38:54
Weil ich ein Essen nach dem Strohhalm fragen, ehrlich gesagt.
38:56
Und das heißt Sorbet nicht, weil ihr das essen sollt, Leute, sondern weil es von der Konsistenz sich einfach anfühlt wie ein raumtemperiertes Sorbet. Das ist so ganz glatt, fein, in der Hand weich. Und wenn man sich das auf die Haut macht, dann zieht das einfach sofort ein. Wir fangen damit jetzt auch an, weil das macht das Gesicht fresh and bright, steht drauf. Wenn wir in den nächsten Wochen immer fresher und breiter aussehen, dann liegt es daran, dass wir jetzt Garnier Vitamin C... Saubet-Creme benutzen. Ist nicht nur für Männer, natürlich auch für Frauen. Männer wollen wir hier nur besonders ansprechen, weil die sich so wenig eincremen.
39:27
Und ihr könnt sogar was gewinnen.
39:28
Es gibt ein Gewinnspiel. Erzähl mal. Weil die Jungs und Mädels von Garnier machen eine Veranstaltung, für die man Tickets gewinnen kann.
39:34
Das ist nur noch krass.
39:35
Und das ist so, pass auf, das muss ich sogar ablesen, weil es sind 70 Creator, die in einer, wirklich in so einer Gameshow gegeneinander antreten. Das ist so richtig Samstagabend-Fernsehfeeling. Es gibt sieben Challenges, es gibt Live-Publikum, es gibt ein Musik-Act, es gibt vor Ort Tommy Schmidt. Moi? Ich bin auch da. Das ist ja nur noch krass. Das ist unfassbar. Zu gewinnen gibt es fünfmal zwei Tickets. Was glaubst du, kriegt der Musiker für den Auftritt? Die Grüne, sorry, kriegen.
39:59
Also Leute, Garnier Sorbet bekommt ihr in jeder Drogerie. Gewinnt fünfmal zwei Tickets für die große Garnier Gameshow.
40:05
Einfach den Kassenbon hochladen auf sorbet.garnier.de.
40:08
Dort findet ihr auch alle Teilnahmebedingungen. So, und jetzt wird hier einer weggecremt.
40:17
Okay, Tommy ist jetzt extra losgeflitzt, hier die Fakten zu beschaffen. Gib uns die Eckdaten zur teuersten Wohnung in Berlin.
40:23
Die BZ ist das hier. So, wer in diese Luxuswohnung einziehen will, braucht vor allem ein dickes Portemonnaie. Denn allein die monatliche Kaltmiete kostet so viel wie ein, das haben wir gelernt, Kia Picanto oder Dacia Jogger. So, es handelt sich um ein Penthouse mit eigener Personalwohnung für stolze 18.000 Euro im Monat. Dafür gibt es eine Zehnzimmerwohnung auf 665 Quadratmetern.
40:47
Das ist gar nicht so teuer dann, oder?
40:49
In der Villa Bernadotte, die laut Anbieter, Zitat, ein seltenes vom Miami-Stil inspiriertes Wohngefühl, sowie eine der diskretesten und prestigeträchtigsten Adressen Europas bietet. Dort lässt es sich durchaus nobel leben. Wellness- und Spa-Bereich samt Indoor-Pool, Sauna und Dampfbad. Hinzu kommt ein rund 2500 Quadratmeter groß. Langsam wird es echt ein bisschen günstig.
41:10
Ja, voll.
41:11
10 Zimmer, 2500 Quadratmeter.
41:14
Also günstig in Anführungszeichen. Parkähnlicher Garten. Wem die Wohnung übrigens nicht reicht, der kann die Villa auch komplett mieten. Dann sind aber monatlich 40.000 Euro für dich. Auch günstig. Brauchen wir nicht zusammenziehen für dich? Wirklich? Lass WG machen.
41:30
Prenzlauer Berg ist die zweite. Etwas bunter und billiger geht es in Prenzlauer Berg. Für 16.500 Euro. Etwas billiger. 16.500 Euro. Sechs Zimmer, 563 Quadratmeter. Dafür kriegen sie auch den Kia Picanto, aber mit dem kleinen Motor. Voll möbliertes Penthouse. Und da gibt es noch zwei Tiefgaragenstellplätze, sowie ein Hausservice mit Hausdame.
41:50
Ich habe ja im Zuge meines Einbruchs so ein bisschen hin und her überlegt, ob ich umziehe. Und irgendwie habe ich dann auch mal so in alle Richtungen gedacht, habe auch so in Richtung, ja, irgendwie vielleicht mal ein Jahr in irgendeine möblierte Wohnung und dann mal Richtung Haus oder sowas denken, perspektivisch. Und dann habe ich mal geguckt nach so fertig möblierten Wohnungen. Aber so richtig geil war das irgendwie alles nicht.
42:16
So, jetzt kann ich eben noch kurz nachliefern, wie der Waschbär geschmeckt hat. Das war auch in der Zeitung. Der Waschbär hat geschmeckt, andere bla bla bla. Für die Kochkursteilnehmer ist der Geschmack eine leckere Überraschung. Zitat, es schmeckt super. Das Fleisch ist butterzart und eine ganz eigene Note, sagt ein Jäger, begeistert. Andere beschreiben den Geschmack als eine Mischung aus Kaninchen und Dammwild. Für viele sei der erste Biss zunächst eine Bewindung. Nach dem Probieren werde das Fleisch aber meist als sehr schmackhaft gelobt. Ja, schmeckt ein bisschen nach Hühnchen.
42:46
So, das war die Presseschau vom Deutschlandfunk für heute.
42:51
Ey, aber 18.000 für 600 Quadratmeter Wohnfläche. Plus Park am Wasser, glaube ich.
42:57
Plus Park. Indoor-Pool. Ist das dann da mit drin? Weil das ist ja richtig Heizkosten ohne Ende. Das ist wahrscheinlich unfassbare Nebenkosten. Da kommen noch so vier Dinger drauf.
43:08
Ja, ich hätte fünf getippt.
43:10
Da holen sie es sich dann nämlich.
43:12
Aber dann denke ich mir, wenn man so viel Geld ausgeben will zum Wohnen, also wenn man das Geld hat, dann kann man sich auch was kaufen.
43:19
Ja, da wird am Ende des Artikels steht noch, für wen das so in Frage kommt. So internationale Führungskräfte wird da zitiert. Plus, was ich interessant fand, internationale Top-Diplomaten. Was verdient denn so ein Top-Diplomat oder zahlt das dann das Land?
43:33
Wenn so ein spanischer Top-Diplomat kommt, zahlt dann Madrid die 18 Riesen? Ja, das zahlt das Land.
43:38
Aber braucht der einen Diplomaten-Indoor-Pool?
43:41
Naja, generell. Also Diplomaten sind so, die stehen ja auch so, die haben ja auch immer Immunität vorm Gesetz und so. Ja.
43:49
Wenn man sich mal überlegt, was die so machen, krieg ich auch hin.
43:54
Moorhuhn spielen.
43:55
Und sonst Städt-GTI fragen. Oder Melnick, schönes Solarium.
44:01
California-Sun. Was macht so ein Top-Diplomat? Was verdienen so ein Top-Diplomat? Ab wann ist man eigentlich ein Top-Diplomat?
44:13
Das kann ich dir alles nicht sagen, aber ich glaube, so Diplomaten verdienen echt viel.
44:18
Als Erbock den Job in New York bekommen hat, hieß es nicht auch, sie hat den einer Top-Diplomatin. Ist das wirklich ein Begriff? Oder ist das so wie Edelitaliener? Nur weil da ein bisschen Trüffel auf die Margarete geht.
44:29
Das ist sowas wie Spitzenpolitiker.
44:32
Ja, aber das ist ja etwas, was wir uns selber...
44:35
Achso, Spitzen auf erste Reihe, nicht Hinterbänkler. Aber Spitzenpolitiker ist trotzdem, glaube ich, auch was, das ist nicht genau definiert, genau wie Hinterbänkler nicht genau definiert ist. Aber als Top-Diplomat ist das ein Job? Würde der in einem seriösen Kontext am Kongress sagen, guten Tag, ich bin Dr. Peter Schulz, ich bin Top-Diplomat? Nein, würde er nicht.
44:56
Oder er sagt ja, ich bin ein Top-Diplomat. Auch das wird er nicht sagen. Dann gönne ich ihm den Pool.
45:02
Er ist ein Diplomat und hat wahrscheinlich eine exponierte Position und ist deshalb ein Top-Diplomat. Genauso wie Spitzenpolitiker quasi an der Spitze ihrer Partei stehen.
45:12
Das wäre geil, wenn all diese Begriffe es gar nicht geben würde. Das ist auch kein Chefarzt. Das ist so ein Chefarzt. Weißt du, was ich meine? Wenn sie uns das alles so selber gegeben hätten, diese Prädikate.
45:22
Ich wollte dir noch eine komische Sache erzählen. Als ich beim Rave the Planet war, war ich ein bisschen zu früh und habe am Potsdamer Platz auf Phyllis gewartet. Und dann bin ich in so ein... Wenn man irgendwo verweilen möchte, in Berlin. Dann bin ich zu so einem Café gegangen und habe mir eine Apfelschorle geholt. Eine kleine Apfelschorle aus einer 02er Glasflasche. Marke?
45:45
Die Naturtriebe von Fritz mag ich. Die ist gut. Die ist gut. Und den Kühlschrank genommen, hingestellt und dann hat der Barista die so genommen und so richtig geschüttelt, weil da unten sich ja immer so ein bisschen was absetzt bei so naturtrieben Apfelschorlen. Das will ich selber machen.
46:06
Der hat die genommen, geschüttelt und der hat nicht nur quasi es so einmal umgedreht, dass sich das so verteilt hat, er hat richtig geschüttelt. Da habe ich gesagt, die kannst du jetzt nicht aufmachen. Ja, eben. Weil die spritzt dir gleich entgegen. Und dann meinte er, nein, nein, nein, vertrau mir.
46:22
Ich vertraue dir, okay, aber ich sage dir, das wird nicht gehen. Er meinte, doch, doch, doch, glaub mir. Schüttelt, weißt du, die riechen geschüttelt. Dann noch doller, um es dir zu beweisen.
46:33
Und dann ist einfach genau das passiert. Wie hat er das dann begründet? Was klar war, was passiert. Er macht sie auf. In alle Richtungen, alles voll gesaut. Sein ganzer Tresen, Hand, halbe Flasche leer gesprudelt. Das ist ein Idiot. Das war so blöd, der wollte irgendwie so...
46:52
weiß gar nicht, was der wollte.
46:53
Aber hat er dann zumindest so gesagt, mehr Kulpa, so scheißig Idiot. Ja, der meinte, ja komisch, sonst geht.
47:01
Sonst?
47:02
Hä? Sonst durchbreche ich die Regeln der Physik. Ja, sonst geht. Okay. Hat er mir die so gegeben, kannst du jetzt schön selber aufmachen. Wie, der wollte dir die noch dann verkaufen?
47:11
Nee, nee, nee, der hat mir die quasi geschüttelt und wollte sie mir dann geben. Ja. Kannst du schön selber aufmachen, das Ding jetzt. Ach so, okay, so ist es passiert.
47:18
So.
47:19
Aber Apfelschorle ist wirklich, es sind zwei verschiedene Getränke, ob das naturtrübe Apfelsaft ist oder nicht. Wenn du in so einem Restaurant bist und Apfelschorle bestellst, dann kriegst du so einen klaren Apfelsaft. Da kann ich jetzt schon sagen, schmeckt nicht.
47:33
Nee, muss trüb sein. Ganz kurz nur, Leichtathletik EM, Deutschland hat abgeliefert.
47:40
Überall abgesang, Deutschland kriegt nichts mehr hin, alle reden drüber, immer Politik und jetzt noch WM und überall alles Autoindustrie und so weiter und jetzt EM, Birmingham, Dritter geworden im Medaillenspiegel, ich glaube 21 Dinge haben sich umgehängt, ich glaube Großbritannien und Italien noch vor uns.
47:56
Gut. Gut. Gut gemacht. Ich finde es aber richtig krass, du hast ja, ich glaube hier olle, Leo Neugebauer war der Zehnkämpfer? Ja, Maschine, Alter. Liebe Grüße. Der hat ja auch Gold geholt, wa? Ja. Und ich finde das so krass, weil der kriegt eine Medaille und muss aber dafür über zehn Kategorien da abreißen. Das ist so unverhältnismäßig. Da hast du irgendwelche Schwimmer, die einfach quasi so sechs, sieben Mal um eine Medaille schwimmen können. Ja. Das ist doch irgendwie komisch. Aber da würde Felix Lobrecher sagen, Augen auf bei der Wettkampfwahl.
48:27
Augen auf bei der Wettkampfwahl, aber der eine muss ja so viel mehr leisten für denselben Outcome. Weißt du, dann kannst du als Schwimmer ja 50 Meter Butterfly, Bronze geholt, 100 Meter Butterfly, Silber geholt. Weißt du, und das ist doch irgendwie komisch. Eigentlich schon.
48:43
Ich müsste so einen Tick größer sein, so einen Zentimeter.
48:47
Ich wüsste jetzt auch nicht, wie man das irgendwie anders machen könnte, aber irgendwie finde ich das komisch. Hast du einen so einen Hammerwerfer, der hat einmal einen guten Wurf, zack, Medaille.
48:55
Ja, ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Ich habe keinen Plan. Ich bin auch so ein Klassiker. Welche Leichtathletik-Disziplin guckst du dir am liebsten an? 100 Meter finde ich natürlich so. Die Klassiker finde ich cool. Aber ich finde Hochsprung auch cool. Hochsprung ist krass. Weitsprung finde ich krass. Weitsprung finde ich am besten. Was mir übrigens aufgefallen ist und was ich irgendwie total toll finde, ist, dass da irgendwie so eine, kann auch Zufall sein, aber so eine andere Mentalität jetzt bei dem deutschen Kader vorherrscht. Es wirkt so ein bisschen so im positiven Sinne sehr amerikanisch, dieses so, wir treten ja an, um zu gewinnen.
49:30
Also ich glaube, Karl Behrendorf hat doch...
49:33
Boah, ich bin nicht so gut in Hürden. Ich weiß nicht mal, wer Karl Berndorf ist. Der hat Bronze geholt und hat aber gesagt, ey, ich bin vorbereitet für Gold. Ich freue mich jetzt, ist okay und so, aber das fand ich geil. Oder Lea Meier, die dann dieses Interview gegeben hat, was sehr kritisch gesehen wurde, wo sie über die Staffel gesagt hat, das ist scheiße gelaufen und das, aber ich bin eigentlich die Beste. Ich weiß, ich bin die Beste, so sinngemäß. Und ich finde das super.
49:54
Auch wenn es natürlich unsympathisch alles wirken kann, aber auf einer Sportler-Ebene, mit so einem Sportler-Kopf,
49:59
Finde ich das wahnsinnig geil, dass die endlich mal so sagen, nee, wir wollen Gold.
50:03
Wie die Amis. Diese deutsche Understatement-Kultur ist ja sowieso total kacke. Ja. Diese Dabeisein ist alles. Weghauen.
50:15
gewinnen.
50:15
Das fand ich auch geil, als er dieses Bronze-Ding umsagt, so, ja, ist okay, also sinngemäß wieder, ne, ja, aber ich bin vorbereitet für Gold gewesen und das hole ich und, äh, ich glaube, dann hat er auch so gesagt, so jetzt bei der WM, wie es dann ist, ob er dann darauf vorbereitet ist und er einfach so, kannst dich drauf verlassen mit so einem geilen Blick.
50:30
Naja, also so sportliche Competition ist doch was total Gutes, ja, irgendwie dann so, also so dieses, das ist so, so, Ja, so ganz klein machen. Erster wollen wir werden. Genau, also wer tritt denn irgendwo an, um Achter zu werden?
50:46
Obwohl ich dabei bleibe, Bronze ist geiler als Silber. Psychologisch. Sei denn, du rutschst von Silber gerade am Ende noch auf Rang 3. Aber wenn du von 4 auf 3 rutschst...
50:56
Naja, wenn du Silber hast, denkst du, dann hätt's auch Gold werden können, fast. Aber wenn du Bronze holst, ist schon, glaube ich, seitdem du bist so wie er vorbereitet auf Gold, dann ist Bronze natürlich so dritter Loser. Also er ist wahrscheinlich, soll das heißen, ich hab alles, ich bringe eigentlich alles mit, um Gold zu holen. Das ist, glaube ich, die Bottomline dahinter. Aber, ähm...
51:18
Was ich mir richtig blöd vorstelle, ich glaube hier dieser, es gibt doch diesen ultrakrassen Stabhochspringer da, wie heißt der? Duplantis, Schwede.
51:27
Und der hat nicht mitgemacht diesmal, oder? Doch.
51:30
Hat der mitgemacht?
51:31
Gewonnen. Weil ich wollte, ich hatte irgendwie nicht, ich hab das Stab hochsprünglich gesehen. Aber ich dachte mir so, wenn der nicht mitmacht, dann wird ja irgendjemand anderes Gold gewinnen. In dem Wissen, ich hab grad nur Gold gewonnen, weil der nicht mitgemacht hat. Weil der ist ja so ahead of everything. Also der ist ja so weit weg von den anderen. Ja. Und das muss so blöd sein, wenn du in irgendeinem Sport so richtig, richtig gut bist, aber du bist einfach Sprinter zur selben Zeit wie Usain Bolt. Oder du bist Stabhochspringer zur selben Zeit wie der Diplantis. Aber würde dich das antreiben oder eher verunsichern?
52:05
Ich glaube, bis zu einem gewissen Punkt treibt einen das an, aber der ist ja so weit weg.
52:10
Es gibt so Dinge, die sind natürlich, wenn du jetzt merkst, okay, Und von der Physis her oder so, ich komme da einfach an meine Grenzen, der ist einfach anders gebaut, anderer Athlet und so, da ist weniger Verletzungsanfällig, keine Ahnung. Aber ich finde das auch in anderen Dingen jetzt, unabhängig von Leichtathletik, wenn du bist Gastronom und machst so alles, brichst in Herzblut rein und so glaubst, es ist eine gute Idee gehabt zu haben und das Ding ist aber leer oder nicht so voll und dann bist du irgendwo anders und siehst, wie einfach eine riesen Schlange da ist.
52:37
von einem Laden und alle versuchen irgendwie einen Tisch zu kriegen, Freitag, Samstag, in dem Laden kriegst du keinen Tisch und so. Das würde mich in der Form sehr antreiben, weil ich dann denke, okay, es geht ja auf jeden Fall. Es geht auf jeden Fall. Du musst nur die richtige Idee oder das richtige Marketing.
52:51
Es ist machbar. Da unterscheiden sich Leute dann richtig krass. Weil dann gibt es die einen, die dann so verbittern, Und so, ja, das ist nur deswegen und, weißt du, die sich dann nochmal 18 Gründe aussuchen, dass das von dem anderen gar keine Leistung ist, so, ja, hat bestimmt irgendwie nur Social Media Glück gehabt oder findest du irgendwelche Ausreden und dann gibt's andere, die daraus irgendwie was für sich ziehen, so.
53:15
Ja.
53:15
Aber ich glaube, in so einem sportlichen Kontext, wenn die Nummer 1 so weit weg ist vom zweiten Platz und du der zweite Platz bist, ich glaube, irgendwann ist es dann auch wirklich einfach frustrierend. Ich glaube, irgendwann hört es als Motivation auf.
53:32
Weißt du, wenn es so ist wie bei Jan Ullrich und wie hieß der andere? Lance Armstrong. Bei denen war es ja immer so ein bisschen hin und her. Es war quasi immer so möglich, dass beide gewinnen, aber meistens hat Armstrong gewonnen. Ich glaube, das ist richtig gut. Aber wenn es einfach so...
53:49
Wenn du nur die Rücklichter siehst. Wenn du nur immer Zweiter bist mit Weipenabstand. Ich glaube, das macht dich über die Zeit sogar psychisch fertig, glaube ich.
53:57
Immer als Vorbild Jens Lehmann haben. In dem Moment mal. Ich glaube, Jens Lehmann sollte man in den wenigsten Aspekten als Vorbild haben. In dem Moment auf jeden Fall, weil...
54:08
Immer im Schatten von Oli Kahn, immer im Schatten von Oli Kahn, keine Chance, keine Chance und dann beim größten Turnier in derer beider Karriere eigentlich, was vor der Tür steht, 2006 im eigenen Land, zieht er dran vorbei und wird Nummer 1 und wird der Held im Viertelfinale gegen Argentinien beim Elfmeterschießen.
54:27
Es kann halt auch, es kann immer irgendwie passieren, muss sich bereithalten. Ja, aber dann bist du, ja gut, aber dann gibt es ja auch die Geschichten hier wie jetzt bei der letzten WM mit dem, da sollte Neuer ja eigentlich nicht mitspielen. Und dann war Baumann eigentlich. Und dann war Baumann und dann war Baumann doch wieder weg.
54:45
Oder Ter Stegen. Ter Stegen war einfach sein Leben lang die Nummer zwei.
54:49
In der Zeit von Manuel Neuer ist es, glaube ich, noch krasser als in der Zeit von Kahn Torwart zu sein. Weil Neuer war einfach, der hat ja einfach, also weltweit, das ist unfassbar, was der gemacht hat, wie der das Torwartspiel verändert hat.
55:00
Egal. Ey, ich muss noch eine Sache auflösen von letzter Woche. Und zwar habe ich ja gesagt, dass es ein Jubiläum gibt. Und das ist richtig krass. Also wir starten ja hier mit dem Podcast und Ich wollte raten übrigens. Fängt in der zweiten Woche unser zehntes Jahr an. Aber es ist noch nicht das Jubiläum. Das Zehnjährige ist quasi erst 2027. Aber es findet am 2. September tatsächlich ein crazy Jubiläum statt.
55:31
Jetzt darfst du raten.
55:32
Ich hatte ja in der letzten Folge am Ende der Folge gesagt, zu den Cliffhanger aufgemacht, dass ich eine Vermutung habe. Ich habe nicht weiter recherchiert. 2016 also.
55:44
Wir haben uns kennengelernt in der Zeit circa.
55:52
Der Podcast hat angefangen 2017.
55:53
Dementsprechend, glaube ich, jährt sich dann zum zehnten Mal dein erstes Special, oder?
55:58
Kenn ich? Es ist mein zehnjähriges Solo-Jubiläum. Ist richtig? Ja.
56:04
Sehr gut geraten. Vor zehn Jahren, am 2. September 2016, hatte ich meine erste Soloshow, wo ich quasi allein auf der Bühne stand den ganzen Abend und Leute nur meinetwegen gekommen sind. Das war im Molotow-Club in Hamburg.
56:21
vor, ich glaube so 90 bis 100 Leuten. Klingt wenig, war es auch, aber war ausverkauft, weiß ich noch ganz genau, war ich übertrieben stolz drauf damals. Tattoo-Idee übrigens, finde ich ein Molotow-Cocktail deswegen. Naja. Finde ich geil. Nicht schlecht. Und jedenfalls war das damals, also das, was ich da gemacht habe, war quasi einfach so eine bunte Pfanne. So auf der Bühne stehe ich seit 2008, also quasi alles, was ich bis dahin hatte, daraus so die besten Sachen so irgendwie zusammengehämmert, war dann quasi das, was ich da gemacht habe.
56:51
Und so das Programm Kenick, was ja mein erstes war, ist dann erst so ein bisschen später daraus geworden.
56:56
Und mir ist das neulich aufgefallen, 10-jähriges Bühnen-Solo-Show-Jubiläum und dann dachte ich mir, das kann man jetzt nicht einfach irgendwie so hinnehmen, weil es ist ja schon was krasses und es ist vor allen Dingen was krasses, weil ich mir...
57:12
einfach so in letzter Zeit viele Gedanken gemacht habe und ich bin zu dem Entschluss gekommen, ich habe ja jetzt im Herbst nochmal Fett Tour, nochmal 18 Arena Shows und noch so ein paar kleine Warm-Up Shows, jetzt im Herbst und danach mache ich glaube ich ein oder realistischerweise glaube ich sogar zwei Jahre komplett Pause mit Stand-Up-Comedy.
57:37
Ich glaube, dass es einfach ein guter Moment ist. Ich war jetzt quasi zehn Jahre am Stück auf Solotour. Natürlich gab es irgendwie mal eine Corona-Unterbrechung und hier und da, aber eigentlich war Programm nach Programm und immer zwei Jahre.
57:54
Und ich glaube, jetzt ist es wirklich ein guter Moment, einen Cut zu machen, mal zwei Jahre sich komplett rauszunehmen aus Comedy, mal irgendwie andere Sachen machen, so vielleicht einen Film oder eine Serie oder Musik oder was weiß ich was. Hier der Podcast geht weiter, Leute, keine Sorge. Aber ich glaube, es ist ein guter Moment, einfach mal so Pause zu machen, sich mal einfach so rauszuziehen und mal so wieder was zu erleben und bla. Und dann dachte ich mir, okay, wie kann man so ein 10-jähriges Jubiläum irgendwie gut feiern? So, dass die Leute was davon haben.
58:25
Dann dachte ich mir, vielleicht kann man ja irgendwie eine geile Aktion machen. Es gibt für die Herbsttour noch ein paar Tickets. Vielleicht kann man irgendwie eine geile Ticketaktion machen. Und dann ist die Schwierigkeit, Tommi, Könnte man einfach sagen, ja man macht irgendwie, was weiß ich was, irgendwie eine Rabattaktion oder irgendwie sowas. Aber man muss bei sowas ja immer mitbedenken, dass man ja, du musst ja quasi die Leute, als Künstler musst du ja die Leute, die sich direkt Tickets kaufen am Anfang, die dürfen ja nicht auf einmal schlechter dastehen.
58:57
Weißt du, wie ich meine?
58:58
Wie wenn Adele nochmal am Ende die Resttickets für sechs Euro verkauft.
59:01
Ja, genau. Weil du bist so ein Die-Hard-Fan, du stehst da, so um null Uhr refreshst du irgendwie irgendwelche auf sechs Devices, Websites parallel, um irgendwie deine Tickets zu kriegen und zahlst den vollen Preis und so, stehst stramm und dann jetzt, ja, hätte ich auch einfach zwei Jahre warten können, hätte ich irgendwie für einen halben Preis kriegen können. Das heißt, das kann man nicht machen. Das heißt, man muss irgendwie was finden, Wie die Day-Woner und die, die stabil einfach sich direkt Tickets gekauft haben, sich nicht irgendwie benachteiligt fühlen, aber man trotzdem irgendwie was Cooles irgendwie macht.
59:34
Und wir haben da jetzt eine ziemlich geile Idee gehabt. Ich erzähle das nächste Woche. Ich mache hier richtig ein Ding daraus. Ich erzähle das nächste Woche. Ich glaube, wir haben eine richtige... Ja, genau.
59:46
Beim Fotospringen dürfen dir alle Leute, die wollen einen Stirnkuss geben.
59:49
Alle an den Pimmel fassen. Ja, aber da war ein Stirnkuss. Nee, aber ich glaube, wir haben was richtig cooles. Und es gibt auch noch für alle, überhaupt nichts mit den Tickets, gibt es auch noch eine Überraschung. Erzähle ich nächste Woche. Und wir haben in nervigster Fizzle-Arbeit so ein paar geile Hard-Data-Fakten über die letzten zehn Tourjahre mal so zusammengefasst. Einfach so Sachen, so gefahrene Kilometer.
60:15
Wie oft bin ich quasi um die Welt gefahren? Also so Sachen haben wir alle vorbereitet. Kommt alles nächste Woche.
60:21
Die hast du vorbereitet, die du hier auflöst?
60:23
Ja, genau. Ich löse das hier im Podcast auf. Dann machen mit mir doch das Felix Lobrecht Tourquiz. Ich muss quasi raten. Ja, das ist witzig. Also Leute, markiert euch alle mal den 2. September. Das ist nämlich der Jubiläumstag. Da gibt es eine geile Aktion. Und nächste Woche erzähle ich, was die Aktion ist. Und dann können wir hier mal mit Tommi das Tour-Facts-Quiz machen. Das ist witzig. Verstehst du die Gratwanderung? Du willst irgendwas Geiles machen, darfst dich aber Leute nicht enttäuschen, die schon was haben. Du willst niemanden ungerecht behandeln.
60:55
Ich hab direkt gedacht, dass die Leute, die zuerst gekauft haben, das kann man ja sicherlich nachvollziehen, Wie du schon sagst, ein zusätzliches Goodie halt bekommt. Das habe ich direkt gedacht, bevor du es dann eben ausgesprochen hattest.
61:06
Man muss sich irgendwas überlegen. Aber es ist auch hart, wenn die anderen dann nichts auch irgendwie so... Ja genau, und ich denke mir auch, okay, du hast dir als erstes ein Ticket gekauft, dafür hattest du die freie Platzwahl. Alle anderen müssen jetzt halt quasi nehmen, was noch übrig ist. Deine Belohnung als früh Gekaufthaber ist, dass du quasi aus den Vollen schöpfen konntest und jetzt nicht dich um die Plätze kloppen musst, die es noch gibt. So, das ist schon auch irgendwie was Gutes, aber...
61:28
So, egal. Erzähl ich nächste Woche mehr. Wollte ich nur mal anteasen. Ansonsten hatte ich noch eine Frage für dich. Die nicht zu den fünf schnellen Fragen gehört. Wenn du eine Partei wärst und es wäre Wahlkampf in deiner Region, in deiner Stadt, was auch immer und dein Spitzenkandidat heißt Krach mit Nachnamen. Ist doch hier, ne? Ja. Berlin. Steffen... Steffen Krach.
61:58
Ja. Was würdest du dir da, also würdest du da nicht auch eine Kampagne machen, die irgendwie in die Richtung geht, wir machen Krach für günstiges Wohnen, wir machen Krach für bla bla bla. Warum macht die SPD das nicht? Steht einfach nur der Name, ne? Einfach nichts draus gemacht. Ja. Wie kann man den liegen lassen?
62:20
Wir machen Krach für bezahlbares Mieten. Wir machen Krach für bla bla bla.
62:26
Er macht Krach für sie. Ich bin daran vorbeigefahren an diesen tausend Plakaten und dachte, aber das funktioniert glaube ich nicht. Ich muss nur mal sagen, ob es funktionieren würde. Nämlich so dieses bezahlbare Mieten jetzt, sonst mache ich Krach. Aber das funktioniert. Genau, also das nicht als Slogan, aber das erstmal als als Arbeitsding, um daran rumzufallen. Aber ich glaube, das funktioniert nicht, weil sonst mache ich Krach, dann droht man ja mit sich selbst.
62:50
Weißt du, was ich meine? Ja, genau. Wir machen das, weil sonst komme ich, dann wird es noch schlimmer. Ich würde das nicht als Konditionalsatz machen.
62:57
Ich würde das, glaube ich, so Krach machen für XYZ. Wir machen Krach. Ich glaube, so hätte ich das gespielt.
63:04
Ja, liegen lassen. Ja, absolut liegen lassen. Und dann war dieser Krach bei Thilo Jung, jung und naiv. Der macht zur Berlin-Wahl, lädt der irgendwie von allen Parteien die Spitzenkandidaten ein aus Berlin und wer kommt, kommt. Steffen Krach war da.
63:23
Und der ist irgendwie so, der ist so ein junger Typ, so Mitte 40, würde ich den schätzen. So ein dynamischer, dynamischer, so auf den ersten Blick erstmal nicht unsympathischer Typ. Jung, steht im Saft. Und dann aber so im Laufe des Interviews denkst du dir einfach nur, ey Leute, was habt ihr euch denn bei dem schon wieder gedacht? Der kommt aus Hannover.
63:43
Der wohnt seit zehn Jahren in Berlin. Habt ihr keinen Berliner in euren Reihen gefunden? Muss wirklich einer aus Hannover hier Bürgermeister von Berlin werden? Und dann hörst du dem in diesem Gespräch einfach zu und merkst, dass der überhaupt keine Ahnung von dieser Stadt hat. Wie hat sich das geäußert? Ich hab's nicht gehört. Naja, der wohnt hier seit zehn Jahren, aber du merkst so richtig, dass der halt… Wo ist die Yorkstraße? Ja genau, nee, der kennt die Yorkstraße, würde er wahrscheinlich sogar kennen, weil er irgendwie in Schöneberg wohnt, hat er ganz oft erzählt, aber du merkst, dass der so überhaupt kein, der hat diese Stadt überhaupt nicht verstanden, der feuert einfach nur so komische Floskeln ab und dann ist ja auch so ein Typ dann… Erzählt er da so, dass er noch nie in seinem Leben gekifft hat und so und dann will Thilo Jung so mit ihm über Drogen verkaufen reden und dann, der hatte so die ganze Zeit so dieses Kinderblick auf Drogen so, der denkt bei Drogen denkt der an Heroin.
64:40
Und denkt, das sind Suchtkranke. Also ging es bei dem Part so um Drogen?
64:45
Generell es ging um Drogen.
64:48
Es ging einfach darum, Drogentaxis. Die Stadt ist voll mit Drogen. Wie kann man dieses Problem lösen? Und der hat die ganze Zeit gesagt, dass er selber noch nie gekifft hat, weil ich extremst weltfremd finde. So, aber okay. Und dann, er hat bei Drogen die ganze Zeit diese, so ein Drogensüchtige, Heroinsüchtige vor Augen. Aber darum ging es gar nicht zwangfältig. Es ging einfach darum, was machen wir damit, dass Drogen so einfach zu bekommen sind in Berlin. Ja. Da zählen ja auch andere Drogen zu. MDMA, Exzessive, Coke, was weiß ich was.
65:18
Die Veränderung war, dass sich die Kids Rauschgift Zigaretten spritzen.
65:21
Ja genau und der hat einfach die ganze Zeit so von Drogen als Suchtkranken gesprochen, das ist ja auch in Ordnung, aber darum geht es ja gar nicht nur und da merkst du, der versteht gar nicht, dass das Drogenproblem mehr ist als irgendwelche richtigen Junkies, sondern dass einfach die Zugänglichkeit für Drogen so ultra leicht ist in Berlin und das kann man entweder gut oder schlecht finden oder kann man sich dazu irgendwie verhalten, aber der weiß nicht mal, dass es das gibt. Weil für den ist Drogen irgendwie mit einer Spritze irgendwie so Christian F-mäßig sitzen.
65:53
Aber kann man ihm da, könnte man ihm, wie gesagt, ich hab's gehört, zugute halten, dass sie vielleicht einfach nur aneinander vorbeigeredet haben? Nee, nee, Thilo hat mehrmals explizit auch danach gefragt.
66:03
Das so easy ist halt einfach... Ja genau, und der hat dieses... Der hat gar kein Verständnis dafür. Das war jetzt einfach nur ein Beispiel. Oder dann fragt Tino so, was sind die gefährlichsten U-Bahn-Linien? Dann sagt er so, ja, die U7, U8, U3, was weiß ich was. Und dann...
66:20
Und dann macht er so eine Pause und sagt, also ich fühle mich da nicht unsicher, sagt er, aber ich bin auch ein weißer, heterosexueller Mann. Wo du einfach merkst, jetzt will er hier so Buzzwords abfeuern. Und ich denke, Dicker, also wenn du als Berliner Bürgermeister ins B glaubst, dass man als weißer, heterosexueller Mann in Berlin nicht potenziell auch gefährdet sein kann, also wie weltfremd kann man denn sein?
66:47
Also sorry. Aber hast du das wieder so gehört, wie immer, wenn du so Sachen hörst, mit denen ich einverstanden bin, ist das so laut in deinem Podcast?
66:57
Ich hab den Fernseher angeschrieben. Weil ich mir dachte, ey, das kann doch nicht wahr sein.
67:03
So guck ich Fußball, wie du Polit-Talkshows guckst.
67:07
Ja, ja, ja. Ja, das ist natürlich scheiße. Und dann sagt er einfach die ganze Zeit immer so, ja, das müssen wir besser machen. Ja, aber wie denn, Alter? Mann, ey, schicken ja so einen Hannoveraner da jetzt hin. Ey, also sorry.
67:19
Mann. Ja, vor allem, das müssen wir besser machen ist wirklich, das ist eben, das ist die Problematik bei so vielen dass diese Vision, diese konkrete Vision einfach nicht definiert ist. Und das ist das, weswegen auch viele Leute einfach damit, glaube ich, auch Probleme haben. Das ist einfach, es wird nicht konkret benannt. Du musst die Dinge, dieses... Was, glaube ich, in den letzten Jahren auch gezeigt hat, in der politischen Kommunikation, du kannst nicht mehr so wischiwaschi reden. Das geht, das ist vorbei.
67:48
Du musst reden wie ein Mensch. Du musst reden wie ein Mensch. Ja, und diese komischen Buzzwords, um so eine Klientel zu bedienen, das reicht halt auch nicht. Und sonst rede halt auch so zum Beispiel, wie es Jürgen Klopp macht, so generell bei so Themen nicht drumherum.
68:03
schwadronieren. Einfach so, ich weiß, dass ich nichts weiß. Das ist immer besser.
68:07
Aber dann dieses, ich bin auch ein weißer, heterosexueller Cis-Mann. So, ja, Bro. Ey. Also natürlich kriegt man als Minderheit irgendwie, ist man in U-Bahnen gefährdet, aber alle anderen Leute auch. Also das einfach so wegzuwischen, um da so einen kleinen Punkt bei so 80 Leuten zu machen, denen das wichtig ist, dass er irgendwie weiß, was ein Cis-Mann ist.
68:33
kannst du der AfD auch gleich deine Stimmen geben. Also das ist so dusselig. Und da waren ganz viele so ein Beispiel, wo ich mir dachte, wie weltfremd bist du denn, Alter? Was soll denn das, SPD? Was schickt die uns denn da für einen Lappen dahin, ey?
68:50
Also sorry. Also ich lese da eine Wahlempfehlung raus.
68:53
Ja, ey, Mann, es ist doch immer so. Ich reg mich jedes Mal über die SPD auf, dann jedes Mal wähle ich sie, so bei allen möglichen Wahlen. Ich denke, ja, Mann, ja, dann okay, Olaf Scholz. Und jedes Mal aufs Neue werde ich enttäuscht und jedes Mal aufs Neue schicken die dann so einen Steffen Krachter ins Rennen fürs nächste Mal. Das macht mich sauer, weil die Grundidee funktioniert.
69:16
von der Sozialdemokratie ist die, die mir am meisten einleuchtet. Das ist einfach so die Idee, so das als Konzept. Aber was die dann daraus machen, ist jetzt mal so, Leute, hört doch mal auf.
69:26
Das sehen ja viele Leute, so wie du, das würde man ja sonst nicht anders ablesen.
69:30
Ja, die SPD ist die Arbeiterpartei, die ehemalige Arbeiterpartei. Glaubst du, irgendwelche Arbeiter wollen irgendwie hören, wie du dich als weißer CIS-Mann irgendwie fühlst?
69:39
Weniger. Die wollen, dass die U-Bahn sicher ist für alle. Und nicht, dass du da irgendwelche Kacke labern. Ich rieche immer so sauer, ey.
69:47
Ja, aber genau das ist ja eben das Thema. Dieses Weltfände. Ja, und Du merkst einfach, die Person würde zu Hause anders reden. Damit meine ich jetzt nicht irgendwie rechts reden oder so, sondern einfach anders reden. Ich meine einfach nur anders. Und das riechen die Leute mittlerweile 200 Meter gegen den Wind.
70:06
Ja, und das ist ja auch nicht rechts.
70:07
Nee, nee, aber ich will darauf hinaus, weil sowas dann ja oft mir dann, nicht oft mir, aber in so Situationen dann jetzt unterstellt wird, dass ich sagen würde, zu Hause sagt er, ja, wegen der Leute ist das unsicher und das meine ich gar nicht. Sondern einfach so reden wie ein Mensch. Ja.
70:21
Das ist ja auch wirklich nicht rechts, einfach mal festzustellen, dass auch weiße Männer auf die Schnauze kriegen können. Kriminalität passiert allen. Da kann man sich nicht einfach so rausnehmen für so einen billigen politischen Punkt. Das macht mich wahnsinnig. Wirklich jedes Mal aufs Neue.
70:41
Das ist eine der größten Aufgaben, eine Herausforderung, weiß ich nicht, aber einer der größten Aufgaben, Leute zu finden, die...
70:47
Da sind wir bei Spitzenpolitikern. Ja, und die einfach reden wie... Es hat ja einen Grund, warum sich die Leute alle von der... Ich bin jetzt wieder bei Kloppo, aber von dieser Klopp-Pekaso abgeholt lassen. Abholen lassen. Weil einfach... Weg vom Inhaltlichen. Einfach so...
71:04
wie er spricht. Wir sind ja eh in einer Dekade gerade, die bei allen Wahlen so von Emotionen geprägt ist wie nichts anderes. Alles sind emotionale Wahlen. Zahlen überzeugen kaum noch Leute. Das kann man finden, wie man will, aber es ist so. Nur wenn die Gräben sind so tief, wenn du jemandem sagst, weil vermeintlich so tief, wenn du sagst, die Zahlen sind aber so und so, dann sagst du, ja, glaube ich aber nicht und weiter. Es ist alles Emotionen. Und da holst du die Leute natürlich mit Kommunikation noch viel mehr ab als in den 90ern, 2000ern, wo diese Leute irgendwie teilweise sozialisiert wurden und denken, Politiker reden aber wie Professoren und so.
71:37
Nein, it's over. It's over. Du musst reden wie ein normaler Mensch, der mit dir am Küchentisch sitzt und dann aber auch nicht so tun als ob und irgendwie sich so ranwanzen, so cringe, sondern dann holen Leute, die nicht cringe sind. Guck dir doch Social Media an von den großen Parteien. Das ist doch scheiße. Ja, aber es kocht doch wirklich darauf runter, die...
71:59
Selbst wenn du nicht gut gebildet bist und sowas, die allermeisten Menschen haben ein gutes Gespür dafür, ob jemand gerade authentisch ist oder nicht. Und die Leute riechen das zehn Meter gegen den Wind. Und irgendwelche Widersprüche und sowas riechen die Leute auch gegen den Wind. Da muss man nicht irgendwie krass gebildet für sein. Man muss einfach irgendwie echt sein. Und ja, Mann, Alter. Also das...
72:26
So wie du sagst, der würde normal nicht so reden und das merkt man. Und es muss doch auch einen Berliner Kandidaten gegeben haben. Einer, der in dieser Stadt aufgewachsen ist, der hier zur Schule gegangen ist, der hier einfach weiß, was abläuft.
72:44
Das ist wirklich traurig. Und die SPD, die regiert ja auch schon so lange mit in Berlin. Also...
72:51
Alles, was scheiße ist, ist mit ihre Schuld. Dann kannst du auch nicht dich da hinstellen und so, ja, aber jetzt müssen wir es besser machen. Ja, wie denn?
72:58
Die hast du die letzten 30 Jahre auch nicht gemacht. Hast du wenig Argumente dann.
73:03
Ganz bitter.
73:04
So, wollte ich nur loswerden. Guckt euch den Talk an, guckt euch unbedingt auch die anderen Kandidaten an. So, die sind wahrscheinlich alle gleich dünn.
73:13
Naja, das ist ja so.
73:14
Also, naja, egal. Also, viel schnell Fragen, Tommy Schmidt. Wirklich schnelle Fragen heute. Okay, finde ich gut. Steigen wir ein mit einer Kinderfrage. Was ist dein drittliebstes Essen?
73:31
Ich bin jetzt wieder so ein, also gerade wenn es auf den Herbst zugeht, ich entdecke die Suppe wieder für mich sehr, seit ein paar Jahren.
73:36
Aber wirklich so als Lieblingsessen?
73:37
Musst du mich outen? Als drittliebstes Essen? Ne, warte mal, drittliebstes Essen. Vor allem das Witzige ist, wir beantworten die Frage ohne die ersten beiden zu sagen. Also wir machen kein Ausschlussverfahren. Die Suppe dann nicht.
73:51
Ja, sag ich doch.
73:52
Mein drittliebstes Essen ist Abendbrot.
73:57
Ich weiß nicht, ob ich das gelten lasse.
73:59
Musst du entscheiden, ob es gelten lässt?
74:01
Nee, lass ich nicht gelten.
74:02
Okay.
74:04
Das sind ja deine fünf Fragen. Ja, du musst ein bisschen präziser sein.
74:07
Okay.
74:09
Weil da hat jeder eine andere Vorstellung drunter. Wir wollen ja sehen, was denkt Tommy Schmidt? Übrigens ganz kurz. Sinnfeier.
74:17
Finde ich mega geil. Das ist ein guter Pick. Was ein drittliebstes Essen ja auch quasi per Definition so mit sich trägt, ist, dass man es auch nicht oft isst.
74:27
Ein drittliebstes Essen isst man nicht oft. Das ist ja der Grund, warum man es so gern mag. Genau. Schon, du wärst jede Woche in Spanien. Boah, finde ich Spanien scheiße.
74:36
Aber Senfeier ist interessanter. Könntest du es selber machen?
74:39
Ja.
74:40
Wirklich? Ja, ist aber auch so ein Gericht, ähnlich wie wenn man das erste Mal sieht, wie Kuchen gemacht wird. Oh, das esse ich glaube, das ist schon wirklich ungesund. Butter mit Mehl. Senfeier und Vollmilch und so, das ist schon ordentlich. Aber Senfeiervieh ist super lecker.
74:56
Und dann einfach mit gekochten Kartoffeln, Eier, Apfel, Zermanschen, bisschen Zermanscher.
75:02
Kommt drauf an.
75:06
Das ist die alte Frage auch beim Grünkohl. Kartoffeln daneben, Kartoffeln drunter. Ich werde ein bisschen gesitteter beim Essen mittlerweile. Eher so die Kartoffeln dann so nicht zermanschen daneben so.
75:17
Aber es ist auch geil zermanschen. Ich würde die zermanschen und mit Löffel essen. Ganz viel Salz. Ich esse alles, was geht mit Löffeln.
75:23
Meine Nieren sind top. Habe ich dir das schon erzählt? Warum ist das so? Ich bin eine Tropfsteinhöhle als Mensch. Ich esse so viel Salz. Okay, Senfeier.
75:33
Ich habe lang hin und her überlegt. Ich glaube, bei mir ist es Nudeln mit Pesto. Ich glaube, das ist mein drittliebstes Essen.
75:40
Selbstgemachtes Pesto und gekauftes Pesto sind zwei völlig verschiedene Produkte.
75:44
Selbstgemachtes Pesto ist natürlich viel geiler. Aber mache ich zu selten. Habe ich tatsächlich neulich mal gemacht. Wie befriedigend das ist im Mixer, ne? Ja, aber das ist nämlich mein Kontrapunkt. Ich bin ja ein Mixer-Heavy-User. Und wenn du dir da dann so Pesto darin machst, dann schmecken die Shakes die nächsten drei Tage. Ja, eben.
76:06
Habe ich auch nicht. Wie in meiner damaligen WG, wo ich einen Wasserkocher hatte und einen Glühweinkocher. Den wir mal kurz vorm Kochen ausmachen und dann kann man immer besoffen am Dienstag.
76:18
Ja, ich glaube, bei mir ist es Nudeln mit gekauften Pesto.
76:21
krass, ich bin kein großer gekaufter Pesto-Fan.
76:25
Ich mag das Calabrese, das Rote, aber nicht das mitgetrocknen, nicht Rosso. So mit Ricotta? Achso. Nicht Rosso, sondern Calabrese heißt das. Das mit Spaghetti, Spiegelei.
76:36
Ein paar Kirschtomaten reinwerfen?
76:39
Nee, ich zupfe mir da lieber entweder so Burrata oder so einen Würfel Mozzarella rüber und dann noch ein bisschen Parmesan. Schmeiß mal so eine kleine Kirschtomaten noch dazu. Ja, habe ich ja auch schon oft gemacht, aber das versaut so das Das Schlabbererlebnis. Das macht es mir zu vernünftig.
76:59
Wie heißt die Folge heute nochmal?
77:02
Frischiges Hühnchen. Okay, ist das besser als Schlabbererlebnis? Ja.
77:07
Okay.
77:09
Okay, wir bleiben in der Welt der Kinder. Was ist, wenn man mal so wirklich so über den Wortsinn nachdenkt, so die schlimmste Kinderbeleidigung? Also Beleidigungen, die man so als Kind so daher sagt, die ja, wenn man so wirklich das mal, was es so bedeutet, was ist da die schlimmste?
77:28
Was es bedeutet, okay, weil ich würde jetzt sagen, was am nachhaltigsten verletzt, ist sehr wahrscheinlich etwas, was den Körper betrifft. Weil das ist etwas, was Kinder ein ganzes Leben mit sich rumtragen. Da entsteht ein Trauma. Wenn du so, keine Ahnung, mit 9 gesagt irgendwie Fettsack von irgendeinem, wo du denkst, das ist doch... Ja genau, und jetzt nimm das Wort mal weg. Das weißt du mit Mitte 20 noch.
77:52
Genau, aber nimm mal, das wäre nämlich auch mein Beispiel, Fettsack. Was das wörtlich bedeutet, ein Sack voller Fett. Ein Fettsack.
78:01
Das ist eigentlich so ein hartes Wort. Fettsack. Wohingegen der, was immer so als sehr hartes Beleidigung der Hurensohn. Du bist ja einfach, das ist ja, das bezieht sich auf den Job deiner Mutter. Der Fettsack ist eigentlich im Wurstsinn. Da bist du der Sack voller Fett. Was sind denn so, wie beleidigen sich denn Kinder?
78:25
Arschloch.
78:28
Also Fettsack. Bastard war ganz groß bei uns. Ja, aber das geht ja schon fast eher Richtung so dann Jugendliche.
78:35
Bastard aber ist auch so, es ist ja auf familiäre Konstrukt bezogen, ist ja eigentlich wurscht.
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Genau, das meint ja keiner. Also ich fand immer so Fettarsch. Ja genau, Fettarsch.
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Missgeburt ist auch eigentlich ziemlich hart, du Missgeburt. War auch groß, wurde gern genommen, auch bei uns auf dem Schulhof.
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Arschloch, wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist auch gemein.
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Fettsack ist eigentlich schon echt heftig. Fettsack ist das härteste, ja. Du bist ein Sack voller Fett. Ja. Ein wabbeliger, stinkender Sack voll mit Fett.
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Pisser hingegen ist so... Geht. Finde ich nicht schlimm. Wichser? Waren wir alle? Ja. Ab der Mittelstufe waren wir alle Wichser. Waren-Sind? Ja. Aber das sind auch so die Big Five, ne? Mhm.
79:29
Also Hurensohn und sowas.
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Da hat man so anerzogen bekommen. Das ist so das Schlimmste. Jetzt musst du reagieren so mäßig. Hat deine Mutter beleidigt. Aber das macht so, wenn ich in mich reinhorche und mir das jemand sagt, das macht gar nichts mit mir. Also gar nichts. Das ist mir komplett egal. Ich fick deine Mutter. Ja, okay. Das macht nichts mit mir. Ich bin auf Fettsack.
79:55
Bleib bei Fettsack. Das transkribiert die letzten zwei Minuten, Grimme-Preis, dieses Jahr ja. Den Grimme-Preis kriegst du ja hinterhergeschmissen heutzutage. Wenn es so Grimme-Audio gäbe, gibt es das? Keine Ahnung.
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Dann für die letzten zwei Minuten. Wir bleiben in der Welt der Kinder. Was ist das geilste Spielgerät auf dem Spielplatz?
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dieses, was ich jetzt noch nutze, wenn es das gibt, außer ich reibe mit dem Arsch dann über den Boden, diese Seilwinde, wie so ein Tellerlift, mit Abstand. Wo du quasi anrennst und dich dann da raufschmeißt und dann diese Kette langfährst. Das war krass und wo ich viel zu gut, war ich schnell sehr gut drin, was natürlich jetzt als Erwachsener ist, ist halt easy, aber diese Wand, die man mit so einem Tau hoch So diese leicht angeschrägte Wand. Kennst du die? Wie so eine Rampe und da hängt so ein Tau runter.
80:47
Das ist ja selten. Ja, aber du fragst ja nach den coolsten Sachen und da sind wir wieder beim Thema, wenn es selten ist, ist es cool. Und das fand ich wahnsinnig cool. Okay, so ein Ding habe ich glaube ich nie gesehen.
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Was hältst du von so einer guten alten Kletterspinne?
81:01
Finde ich bis heute abgefahren, dass das erlaubt ist.
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Ja. Also Deutschland ein so durchreglementiertes, oder auch generell Europa, die Länder, so alles ist gefährlich und bla bla, Kinder nicht beaufsichtigt, das Planschbecken, bitte nicht, das Kinder alleine.
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Und dann einfach so, ja, eine acht Meter hohe Kletterspinne.
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Der kleine Fett sagt, der kann zehn Meter oben drin rumspringen. Der fällt da runter, so ding, ding, ding, ding, ding, pfff.
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Was ist da immer? Rindenmulch drunter? Das hilft dir dann auch nicht mehr. Oder Sand, voll gepister Sand. Finde ich immer abgefahren, dass das einfach so... Aber hat dir das Spaß gemacht? Ja, aber ich bin nicht ganz hoch getraut, glaube ich.
81:36
Du bist so ein bisschen höhenavers.
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Da hatte ich so Höhenangst, so damals so ein bisschen. Das ist irgendwie weg. Keine Ahnung. Diese Ängste sind ja eh absurd. Entscheidet ja einfach so das Hirn für dich selber so. Nee, das haben wir jetzt nicht mehr.
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Aber in zwei Jahren kommt was anderes, Digga. Du kannst dich auch noch verlassen. Aber jetzt, nee, das war nicht so mein... Ich hab immer bis zum letzten Drittel, aber zur Spitze wollte ich nicht.
82:01
Okay, wie stehst du zu Trampolinen?
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Cool.
82:04
Cool.
82:06
Also diese Trampolinen, die aus so einem komischen Gummi. Die im Boden sind. Ja, genau. Die waren cool. Wenn die richtig, also wenn die halt so waren, dass du da wirklich auch ein bisschen springen konntest und du nicht direkt irgendwie so Bodenkontakt hattest, dann sind die schon auf jeden Fall Top 3.
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Ja, ganz langweilig sind in so einem Alter so Klimmzugstangen, wo man einfach nur so hängt.
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Ja, genau.
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Wie hieß das? Schweinebammel? Schweinebaumel? Schweine... Was war das nochmal? Schweinebaumel war, wenn man sich quasi mit den Kniekehlen an die Stangehengen dann kopfüber runterguckt.
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Schweinebammel. Ja, dann lief man da aber einfach nur so. Ja. Das war irgendwie so ohne Action.
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Was ich nicht mehr gehabt konnte, waren diese Karussells, die man so drehen konnte. Wo man sich... Boah, das find ich... Wie stehst du zur... Das haben wir früher. Es gab bei uns in der Nähe einen so einen Spielplatz. Der hatte eine Drehscheibe. Mhm. Kennst du diese schrägen...
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Diese großen, schrägen Dinger, wo du so richtig drauf laufen kannst, wie so ein Hamster in so einem Laufrad, dann wird das Ding immer schneller. Das haben wir immer gemacht, dann haben wir uns da so quasi rangehangen und mit den Fliehkräften hinkst du dann da richtig. Kennst du diese Drehscheiben? Die sind richtig krass.
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Die sind auch lebensgefährlich.
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aber machen übertrieben Spaß.
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Und unterschätzt, aber erst kurz vor Pubertät, wo man so richtig Scheiße drauf bauen kann, diese ganz kleinen, wippenden Elefanten, das ist eigentlich für Vierjährige. Und wenn man da sich so, wenn man dann schon mal so, was wiegt man da so, 50 Kilo oder so wiegt,
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Da so hinten rüber beugen und dann so nach vorne. Das habe ich auch gerne gemacht. Und was man auch wirklich nicht vergessen darf, die gute alte Schaukel. Ja, ja, klar, sowieso. Mit einer Schaukel. Ja. Und dann gibt es ja auch manchmal so mehrfach Schaukeln oder so. Da kannst du schon richtig Action mitmachen. Aber ich kann bis heute nicht schaukeln. Schaukelweitsprung. Ja.
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Ich kann aber bis heute nicht schaukeln, ohne irgendwann zu eskalieren. Ich denke immer so, ein bisschen schaukeln. Zehn Minuten später. Dieses Überschlag. Man hatte ja auch immer so eine Story, die nicht gestimmt hat. Der hat nur einen Überschlag gemacht. Genickbruch. Der Onkel von Daniel. Der hat auch eine Waffe. Urban Legends auf dem Schulhof. Wenn du dich jetzt für eins entscheiden müsstest, mit was gehst du? Diese Seilwinde.
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Krass.
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Ich gehe mit der Drehscheibe. Okay. Wenn jemand zu dir kommt und sagt, okay, es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Welche nimmst du mal zuerst?
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Ich komme auf einen Gesichtsausdruck an. Ist das so ein, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht? Oder hat die Person Tränen in den Augen? Also wie, oder ein neutraler Blick?
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Es kommt einfach irgendeine, vom Typ her so eine Influencer-Olle, die gerade frisch sich wieder mit Botox vollgespritzt hat. Du kannst keine Mimik sehen.
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Was willst du hören?
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Also du willst neutraler Blick sagen, genau. Du willst nur verbildlich hören. Die schlechte Nachricht. Also du nimmst die schlechte Nachricht? Ich glaube ja. Meistens ist das nicht so lustig, dann sagt man erst, wenn man die gute Nachricht sagt, dann ist die gar nicht so gut. Und dann sagt man so, was ist denn dann die schlechte? Ich glaube, ich würde die schlechte Nachricht nehmen. Dann habe ich es weg. Pflaster abreißen.
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Stell dir mal vor, die schlechte Nachricht ist wirklich schlecht.
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Ja, was denn?
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Nein, egal. Stell dir mal vor, das ist wirklich was Schlimmes. Dein Onkel ist tot.
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Und jetzt die gute. Genau, die gute Nachricht. Bei Rewe gibt es irgendwie diese Cola Zero Zero. Heidelbeeren sind eigentlich voll teuer.
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Die Cola Zero Zero, die feierst du auch so. Die gibt es jetzt auch in Deutschland.
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Aber stell dir mal vor, du bist eine Person, die...
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eine andere Person übermitteln will, dass ein Familienmitglied gestorben ist und frames das mit diesem gute und schlechte Nachricht Ding.
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Dein Onkel ist tot, aber der, den du nicht mochtest. Du hast so zwei Onkels.
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Ja, er ist die schlechte. Okay.
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Äh, haben wir noch eine? Ja. Letzte Frage. Was war so overall dein größter modischer Fauxpas ever?
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Also ich finde nach wie vor diese Zeit 2013 absurd.
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Ich will nicht, dass du es weggeneralisierst, Tom.
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Meine Zeit 2013, sehr gut. Röhrenjeans habe ich nur kurz gemacht. Also nicht kurze Röhrenjeans.
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Sondern einen kurzen Zeitraum. Aber dann auch direkt die rote von H&M.
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Boah, das ist hart.
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Letztes ein Foto von mir entdeckt. Ich hoffe, ich kriege es noch, dann packe ich es in die Story. Aber ich weiß, ich versuche es zu finden. Könnte schwierig werden.
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Eine rote Röhren.
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Das war nicht auf meinem Handy. Da hatte ich in Köln, stehe ich in Deutz im Bahnhof und habe einen Mantel an.
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Diese Russenmützen, die zu einer Zeit modern waren. Welche waren das? Diese Fellmützen, aber dann so an den Ohren. Du kannst an den Ohren so runterklappen. Da sahst du aus wie so ein Basset-Hund. So über die Ohren. Und hatte so eine ganz enge, wie so eine rote Leggings an. Und so diesen Schlauchschal. Weißt du? Da setzt du so eine Anaconda um den Hals. Oh, das ist aber gleich vorbei. Und so...
87:30
Und so weiße Sneaker. Und das ist lustig, ich finde in solchen Momenten immer lustig, ich galt damals als irgendwie so bei Kumpels, so als so, dass es mich für Mode interessiert, oder als gut angezogen. Das heißt, niemand hat da irgendwie, als ich so rumgelaufen bin, die Nase und so, sondern so, ach geil, woher der in die Hose her und so. Die hing ja auch einfach in der Auslage, weil er nicht der Einzige, der es getragen hat. Das haben ja alle gemacht, da sind wir wieder beim Thema. Ähm, Nee, aber das fand ich im Nachhinein wahnsinnig hässlich.
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Wir brauchen dieses Foto.
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Ja, ich versuch's. Ich kann's nicht versprechen. Aber ich versuch's. Aber es gibt... Also ich kann's ja... So ist es auf jeden Fall beschrieben. Aber ich glaub, diese Mützen hatten auch viele im Winter.
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Nee, geh mal weg von viele.
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Ich will's... Nee, nee, damit du weißt... Ich weiß, welch du meinst. Achso, okay, okay. Und ich hatte natürlich auch eine Zeit lang rote Sneaker zu einer hellen Jeans. Ja.
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Dieses rote Sneaker-Thema habe ich nie verstanden, warum das so schlimm sein soll. Sieht halt ein bisschen aus wie Clowns-Schuhe.
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Ja.
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Aber diese Zeit... Aber finde ich jetzt nicht schlimmer als alle anderen farbigen Sneaker. Also ich finde einen roten Sneaker jetzt nicht schlimmer als einen grünen Sneaker. Ja. Nee, es war auch gar nicht 2013.
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Gerade. Es war 2011. 2011 muss es gewesen sein. 2013 war ich ja schon in Gladbach. Ja, so elf war das. Ganz wichtig für die Geschichte. Ich fand diese Zeit eh modisch, ganz komisch. Ich hoffe, das kommt nicht wieder. Diese Röhrenjeans, diese fetten Schuhe, diese viel zu langen T-Shirts.
88:55
So Pumpermänner tragen ja immer komischerweise noch diese engen, zerschlissenen Hosen.
89:00
Diese langen T-Shirts, diese Selbstoptimierer, die haben immer so eine Hosen. Stimmt. Ganz komisch. Aber weißt du noch, diese Zeit dieser langen T-Shirts? Ja, es war ja eine Zeit. Genau, und dann auf so eine enge Hose und dann auch so vorgenähte Löcher drin, so ein bisschen kaputt. So viel zu großer Ausschnitt. Markus Lanz hat manchmal noch diese Hugo Boss T-Shirts an, diese großen Ausschnitt. Ganz schlimm. Die hatten auch diesen Ausschnitt und dann noch so eine Kette, so eine Rosenkranzkette. Hatte ich nie, aber die war auch noch wichtig. Und dann so etwa so zwei Liter Haarspray pro Frisur.
89:31
Ja. Das war eine üble Zeit. Ich hoffe, das kommt nicht wieder. Ja.
89:35
Ich glaube es ehrlich gesagt nicht. Jetzt kommt alles wieder. Es kommt auf jeden Fall wieder.
89:42
Wobei komischerweise so in den USA, so der Hip-Hop-Street-Look, da sind immer noch diese Skinny-Jeans. Das ist ganz komisch.
89:51
Die cool Black-Kids in so ultraengen Hosen, das sieht so komisch aus, Alter. Dieser Chicago-Chief-Kief, so dieser Style, ganz komisch sieht das aus.
90:00
Ja, aber auch die Leute, die jetzt völlig selbstverständlich, zu denen gehöre ich auch, die dünnen Hawaiianer-Flipflops einfach so tragen. Wenn dir das einer vor zwei Jahren gesagt hätte, hättest du auch gesagt, auf gar keinen Fall trage ich im Sommer zu einer Jeans diese dünnen weißen Flipflops. Mir bin ich bescheuert. Aber ich finde es plötzlich ästhetisch und ziehe das an. Mode ist schon was Komisches. Das ist komisch, weil man sich irgendwie immer so anstecken lässt, weil es ist ja immer so... Eigentlich ist es voll traurig, weil es ist selten selbst entschieden, wenn man ganz ehrlich ist.
90:29
Du würdest ja, wenn du die letzte Mensch auf dem Planeten bist, nicht plötzlich sagen, ich zieh mal wieder weitere Hosen an. Das hat ja immer mit dem Einfluss von anderen Leuten zu tun. Deswegen ist es eigentlich Sad-Mode auf eine Art. Das hat eigentlich dann doch total viel mit dir selbst zu tun, aber auch gar nichts.
90:47
Ja, das ist echt komisch.
90:50
Weil irgendwann merkt man ja so, die Hose geht nicht mehr.
90:58
Ja, aber das hat ja mit dem Einfluss anderer Leute und jeder, der was anders behauptet, blüht.
91:02
Ja, genau. Und ich glaube, es hat aber auch viel damit zu tun, dass vor allen Dingen die Modeindustrie ja trenddriven ist. Das heißt, wenn du dann zu dem Zeitpunkt einkaufen gehst, dann findest du auch nur diese Art Klamotten. Du wirst quasi mehr oder weniger gezwungen, einen Trend auch ein Stück weit mitzumachen, weil es die anderen Sachen gar nicht gibt.
91:21
Ja, aber gleichzeitig schlägt ja auch dieses Psychologie-Ding dann ins Kontor. Alles, was du häufig siehst, wird irgendwann zur Normalität. Und das funktioniert ja eben auch so. Dann immer wieder Influencer bezahlen, dass sie das tragen. Gleichzeitig die großen Modefirmen, die das plakatieren, Werbespots. Und irgendwann sagst du, sieht eigentlich ganz geil aus. So eine Hose, die aussieht wie ein Schlafsack mit ganz kleinen Flipflops.
91:45
Weird.
91:46
Aber es gibt auch dann, aber trotzdem, also ich mache auch absolut diese, wie jeder auch, diese Trends größtenteils mit. Aber ich bin nicht so trendanfällig, dass ich so, also ich würde nie was anziehen, was ich wirklich scheiße finde.
92:00
Nee, das mache ich auch nicht, auf gar keinen Fall.
92:01
Aber das machen ja Leute.
92:02
Ja, die wirklich jeden Trend mitmachen. Das finde ich ganz komisch. Ja.
92:06
Und es gab auch Trends, die wirklich sehr doll und sehr präsent waren, die ich wirklich einfach verweigert habe. Diesen ganzen Style, so früher diese Puma-Racing-Schuhe und diese Racing-Jacken und so kannst dich, ich weiß nicht, ob das außerhalb Berlins auch ein Ding war.
92:20
Und Lucky Strike stand da manchmal auch drauf.
92:22
Ja, so eine Sache, also wirklich konsequent, das werde ich nicht mitmachen.
92:26
Ja.
92:28
Oder so Schlaghosen oder so. Ich werde das nicht. Ja, what's up?
92:31
Nee.
92:32
Also klassische ganz, 70er Jahre glaube ich auch nicht, aber so ein bisschen Schlag. Kann ich mir vorstellen.
92:36
Ich glaube, das kann ich ausschließen.
92:37
Ich könnte jetzt klippen und mir dann in zwei Jahren unter die Nase reiben. Okay. Ich bin gespannt. Mein größter modischer Fauxpas war auf jeden Fall meine Tunnel-Uhrringe.
92:46
Und da haben wir uns noch kennengelernt, ne? Die kannte ich noch, oder? Ja, ich glaube ja, da waren so die Ausläufer. Ich weiß echt nicht, was, also doch, ich weiß ganz genau, was ich mir dabei gedacht habe, aber ich weiß nicht, warum ich das so, ich fand das so cool. Und ich wollte mich optisch so abgrenzen von so meiner Neukölln-Zeit, dass ich einfach dachte, das Gegenteil von Neukölln ist ein Tunnel im Ohr.
93:09
Hat das mal die Idee? Ja, ich wollte irgendwie mich so abgrenzen. Ich wollte irgendwie neuer Abschnitt meines Lebens. Ich bin ausgezogen, also von zu Hause weg. Und irgendwie so unterbewusst wollte ich, glaube ich, so alles anders machen, als wie es vorher war. Hab dann auch erstmal eine Zeit lang keinen Hip-Hop gehört, sondern irgendwie so Nirvana und so Kram. Wollte mich optisch abgrenzen, hab andere Klamotten getragen, keinen Bock mehr auf den ganzen Pikaldi-Scheiß und so. Und dann so Haare wachsen lassen. Ja.
93:37
Tunnelohrringe, wirklich so alles einfach so anders machen. Und dann irgendwie so zwei Jahre später bin ich dann wieder klar gekommen. Beziehungsweise irgendwann eigentlich so festgestellt... Alle Nirvana-Fans gerade sowas meint. Ja genau, Nirvana-Fans sind nach wie vor geil. Aber irgendwann eigentlich dann so festgestellt, dass man...
93:55
Ja, also dass so mehrere Sachen irgendwie gleichzeitig existieren können.
93:59
Ja, das ist witzig. Also Mode ist schon irgendwie ein abgefahrenes Ding.
94:05
So, das waren fünf schnelle Fragen an Tommy Schmidt. Und das war gemischtes Hack für diese Woche, würde ich sagen, Leute. Markiert euch den 2. September fett in den Kalender. Nächste Woche gibt es noch Infos zu dem 10 Jahre Jubiläums-Gaga. Ansonsten hören wir uns nächste Woche Mittwoch wieder. So ist es. Mittwoch ist und bleibt Taktakt. Ihr wisst doch Bescheid, Leute. Bleibt gesund, bleibt stabil. Seid bitte lieb zueinander. Mein Name ist Felix Lobrecht. Die letzten Worte hat wie immer der wunderbare Tommi Schmidt.
94:32
Weißt du, wie mir diese Folge geschmeckt hat irgendwie? Ein bisschen wie Hühnchen. Schön gesagt. Tschüss.