Zusammenfassung der Episode
243 Millionen Euro Schaden für den Steuerzahler und eine Pkw-Maut, die es nie gegeben hat. Der frühere Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte die Verträge mit den Betreibern unterschrieben, obwohl der Europäische Gerichtshof die geplante Maut später für rechtswidrig erklärte. Heute muss sich Scheuer vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Er soll im Untersuchungsausschuss des Bundestags falsch ausgesagt haben. Doch neue Recherchen werfen Fragen zur bisherigen Darstellung der Affäre auf. Hat Scheuer tatsächlich ein Angebot der Mautbetreiber ausgeschlagen, mit der Vertragsunterzeichnung bis zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu warten? Oder wurde dieses Angebot im Nachhinein zu einem entscheidenden Argument gegen den damaligen Minister? Und welche Rolle spielten dabei die Unternehmen, die mit der Maut Milliarden verdienen wollten? Lars Petersen spricht darüber mit Jost Müller-Neuhof, rechtspolitischem Korrespondenten des Tagesspiegels und Rechtsanwalt. Gemeinsam rekonstruieren sie die entscheidenden…
243 Millionen Euro Schaden für den Steuerzahler und eine Pkw-Maut, die es nie gegeben hat. Der frühere Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte die Verträge mit den Betreibern unterschrieben, obwohl der Europäische Gerichtshof die geplante Maut später für rechtswidrig erklärte. Heute muss sich Scheuer vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Er soll im Untersuchungsausschuss des Bundestags falsch ausgesagt haben. Doch neue Recherchen werfen Fragen zur bisherigen Darstellung der Affäre auf. Hat Scheuer tatsächlich ein Angebot der Mautbetreiber ausgeschlagen, mit der Vertragsunterzeichnung bis zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu warten? Oder wurde dieses Angebot im Nachhinein zu einem entscheidenden Argument gegen den damaligen Minister? Und welche Rolle spielten dabei die Unternehmen, die mit der Maut Milliarden verdienen wollten? Lars Petersen spricht darüber mit Jost Müller-Neuhof, rechtspolitischem Korrespondenten des Tagesspiegels und Rechtsanwalt. Gemeinsam rekonstruieren sie die entscheidenden…
Folgen
Andreas Scheuer und das 243-Millionen-Euro-Desaster
Gehört243 Millionen Euro Schaden für den Steuerzahler und eine Pkw-Maut, die es nie gegeben hat. Der frühere Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte die Verträge mit den Betreibern unterschrieben, obwohl der Europäische Gerichtshof die geplante Maut später für rechtswidrig erklärte. Heute muss sich Scheuer vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Er soll im Untersuchungsausschuss des Bundestags falsch ausgesagt haben. Doch neue Recherchen werfen Fragen zur bisherigen Darstellung der Affäre auf. Hat Scheuer tatsächlich ein Angebot der Mautbetreiber ausgeschlagen, mit der Vertragsunterzeichnung bis zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu warten? Oder wurde dieses Angebot im Nachhinein zu einem entscheidenden Argument gegen den damaligen Minister? Und welche Rolle spielten dabei die Unternehmen, die mit der Maut Milliarden verdienen wollten? Lars Petersen spricht darüber mit Jost Müller-Neuhof, rechtspolitischem Korrespondenten des Tagesspiegels und Rechtsanwalt. Gemeinsam rekonstruieren sie die entscheidenden…
Der Milliarden-Poker: Wie UniCredit die Commerzbank übernimmt
GehörtDie Commerzbank steht im Zentrum eines der größten Machtkämpfe der deutschen Finanzwelt. Die italienische Großbank UniCredit hat sich über Monate hinweg Anteile an dem Frankfurter Geldhaus gesichert und will die Kontrolle übernehmen. Für die Bundesregierung kam der Einstieg überraschend. Doch wie konnte UniCredit-Chef Andrea Orcel seine Pläne so weit vorantreiben? Und warum ist die Commerzbank für ihn so interessant? Hinter dem Übernahmekampf stehen Milliarden, strategische Interessen und die Frage nach der Zukunft einer der wichtigsten deutschen Banken. Die EZB hat die Übernahme inzwischen genehmigt. Doch was bedeutet der Schritt für die Eigenständigkeit der Commerzbank? Welche Rolle spielten Politik und Management bei dem Machtpoker? Und welche Folgen könnte die Übernahme für die Beschäftigten und den deutschen Mittelstand haben? Lars Petersen spricht darüber mit Kevin Voß, ver.di-Vertreter und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Commerzbank. Gemeinsam beleuchten sie die Hintergründe des…
Milliarden-Geschäft und Enteignungsideen: Wem gehören unsere Wohnungen?
GehörtWohnraum ist knapp, Mieten steigen und Immobilienkonzerne verdienen Milliarden. Besonders in Berlin ist der Konflikt um bezahlbare Wohnungen längst zu einer politischen Machtfrage geworden. Im Zentrum steht Vonovia: Deutschlands größter Wohnungskonzern besitzt auch in der Hauptstadt zahlreiche Wohnungen. Doch wie viel Macht hat das Unternehmen tatsächlich – und was könnte die Politik dagegen tun? Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ hat die Debatte über die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne neu entfacht. 2021 stimmte eine Mehrheit der Berliner für das Volksbegehren. Aber was würde eine Enteignung rechtlich bedeuten? Wie hoch könnte die Entschädigung ausfallen? Und wäre ein solcher Schritt überhaupt finanzierbar? Lars Petersen spricht darüber mit dem WELT-Kollegen Michael Fabricius, der sich seit vielen Jahren mit Vonovia und der Berliner Wohnungspolitik beschäftigt. Gemeinsam beleuchten sie das Geschäftsmodell des Wohnungskonzerns, die Hintergründe des Volksentscheids „Deutsche Wohnen &…
Wie Donald Trump mit fragwürdigen Krypto-Partnern Milliarden verdient
GehörtDonald Trump hielt Bitcoin einst für einen Betrug. Heute verdient seine Familie Milliarden mit Kryptowährungen. Allein für 2025 meldete Trump mehr als 1,4 Milliarden Dollar an Einnahmen aus seinen Krypto-Geschäften. Zu den Investoren zählen ein chinesischer Geschäftsmann, ein staatliches Investmentvehikel aus Abu Dhabi und die weltgrößte Kryptobörse Binance. Doch wer steckt hinter diesen Geschäften? Warum investieren einflussreiche Unternehmer und staatliche Geldgeber in die Krypto-Firmen der Trump-Familie? Und wie unabhängig ist ein Präsident, der mit einem Geschäftsfeld Milliarden verdient und zugleich dessen Regeln mitbestimmt? Lars Petersen spricht darüber mit Daniel Eckert, Finanzjournalist bei WELT und Host des Podcasts „Alles auf Aktien“. Gemeinsam verfolgen sie die Geldströme rund um World Liberty Financial, das Krypto-Unternehmen der Trump-Familie. Dabei geht es um auffällige geschäftliche Verbindungen, mögliche Interessenkonflikte und die Frage, wie eng Trumps private Geschäfte mit seiner…
August Hanning: Hat Deutschlands Ex-Geheimdienstchef Geheimnisse verkauft?
GehörtAugust Hanning war einer der mächtigsten Geheimdienstchefs Deutschlands. Sieben Jahre lang leitete er den Bundesnachrichtendienst, später wurde er Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Er kannte die Geheimnisse der Bundesregierung und die vertraulichen Informationen deutscher Nachrichtendienste. Doch im Oktober 2026 durchsuchen Ermittler sein Anwesen in Nordrhein-Westfalen. Der Vorwurf: Landesverrat. Hanning soll über Jahre hinweg Tausende vertrauliche Dokumente von einem früheren Mitarbeiter des BND erhalten und dafür bezahlt haben. Hanning bestreitet, Informationen zum Nachteil Deutschlands oder gegen Bezahlung weitergegeben zu haben. Doch was steckt hinter den Vorwürfen? Warum soll ein ehemaliger BND-Präsident geheime Unterlagen gesammelt haben? Und welche Hinweise führten die Ermittler überhaupt auf seine Spur? Lars Petersen spricht darüber mit Dirk Banse aus dem Investigativteam von WELT, der Hanning seit Jahrzehnten kennt und zu dem Fall recherchiert. Gemeinsam rekonstruieren sie Hannings Aufstieg…