Zusammenfassung der Episode
Selbsthilfegruppen sind ein wichtiger Teil des Gesundheits- und Sozialsystems in der Schweiz. Sie sind der Ort, wo Gleichbetroffene sich gegenseitig unterstützen und Hilfe finden, die sonst nicht bekommen. Bruno, 30, arbeitet an seinem Master an der Uni Zürich. Einmal im Monat besucht er das sogenannte «ADHS-Kafi», eine Selbsthilfegruppe für ADHS-betroffene Studierende. «Hier kann ich Menschen treffen, die genau wissen, wovon ich spreche», sagt er, «diese Augenhöhe ist für mich Gold wert im Umgang mit ADHS.» Hier bekomme er Erfahrungswissen von Gleichbetroffenen, das er in der Arztpraxis nicht bekomme. Gaby lebt im Aargau, ist seit kurzem pensioniert und kocht regelmässig für eine Gruppe von Altersgenoss:innen. Anders als die Besuchenden des ADHS-Kafis, ist diese Ess-Runde nicht durch eine Krankheit, eine Sucht oder ähnliches verbunden. Gaby und ihre Gäste wollen mit der Tavolata soziale Kontakte pflegen und so der Einsamkeit im Alter vorbeugen. «Input» besucht zwei Selbsthilfegruppen, fragt, wie eine solche…
Selbsthilfegruppen sind ein wichtiger Teil des Gesundheits- und Sozialsystems in der Schweiz. Sie sind der Ort, wo Gleichbetroffene sich gegenseitig unterstützen und Hilfe finden, die sonst nicht bekommen. Bruno, 30, arbeitet an seinem Master an der Uni Zürich. Einmal im Monat besucht er das sogenannte «ADHS-Kafi», eine Selbsthilfegruppe für ADHS-betroffene Studierende. «Hier kann ich Menschen treffen, die genau wissen, wovon ich spreche», sagt er, «diese Augenhöhe ist für mich Gold wert im Umgang mit ADHS.» Hier bekomme er Erfahrungswissen von Gleichbetroffenen, das er in der Arztpraxis nicht bekomme. Gaby lebt im Aargau, ist seit kurzem pensioniert und kocht regelmässig für eine Gruppe von Altersgenoss:innen. Anders als die Besuchenden des ADHS-Kafis, ist diese Ess-Runde nicht durch eine Krankheit, eine Sucht oder ähnliches verbunden. Gaby und ihre Gäste wollen mit der Tavolata soziale Kontakte pflegen und so der Einsamkeit im Alter vorbeugen. «Input» besucht zwei Selbsthilfegruppen, fragt, wie eine solche…
Folgen
Selbsthilfegruppen – was ärztlicher Rat nicht kann
GehörtSelbsthilfegruppen sind ein wichtiger Teil des Gesundheits- und Sozialsystems in der Schweiz. Sie sind der Ort, wo Gleichbetroffene sich gegenseitig unterstützen und Hilfe finden, die sonst nicht bekommen. Bruno, 30, arbeitet an seinem Master an der Uni Zürich. Einmal im Monat besucht er das sogenannte «ADHS-Kafi», eine Selbsthilfegruppe für ADHS-betroffene Studierende. «Hier kann ich Menschen treffen, die genau wissen, wovon ich spreche», sagt er, «diese Augenhöhe ist für mich Gold wert im Umgang mit ADHS.» Hier bekomme er Erfahrungswissen von Gleichbetroffenen, das er in der Arztpraxis nicht bekomme. Gaby lebt im Aargau, ist seit kurzem pensioniert und kocht regelmässig für eine Gruppe von Altersgenoss:innen. Anders als die Besuchenden des ADHS-Kafis, ist diese Ess-Runde nicht durch eine Krankheit, eine Sucht oder ähnliches verbunden. Gaby und ihre Gäste wollen mit der Tavolata soziale Kontakte pflegen und so der Einsamkeit im Alter vorbeugen. «Input» besucht zwei Selbsthilfegruppen, fragt, wie eine solche…
Kinder zwischen Kulturen: Die grossen Fragen der Eltern
GehörtWelche Sprache sprechen wir zuhause? Wo sollen wir wohnen? Welche Werte möchten wir unseren Kindern mitgeben? Wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Eltern werden, müssen sie Fragen beantworten, die andere Familien gar nie stellen. «Input» porträtiert ein binationales Paar und eine Teenagerin. Jede dritte Ehe in der Schweiz ist binational. Mit der Geburt eines Kindes werden kulturelle Unterschiede oft erstmals konkret: Welche Sprache spricht man zu Hause? Welche Rolle spielen die Grosseltern? Wie wichtig sind Herkunft, Traditionen oder Religion? Alessio und Roxi standen genau vor solchen Fragen. Er ist in der Schweiz mit italienischen Wurzeln aufgewachsen, sie auf den Philippinen in einer chinesisch-philippinischen Grossfamilie. Gemeinsam mussten sie entscheiden, was sie ihren Kindern weitergeben wollen, worauf sie verzichten und wo ihre Kinder aufwachsen sollen. Die 19-jährige Janet kennt die andere Seite dieser Geschichte. Ihr Vater stammt aus Afghanistan, ihre Mutter aus Marokko. Sie erzählt, wie es…
Best of Input: Kinder haben oder nicht?
GehörtDieser Podcast thematisiert die tiefe Ambivalenz bei der Entscheidung für oder gegen Kinder, illustriert durch persönliche Schicksale wie den Schwangerschaftsverlust von Irina und Michael sowie philosophische Einblicke von Barbara Pleisch. Es wird erörtert, dass die Kinderfrage aufgrund ihrer Unumkehrbarkeit nicht rein rational lösbar ist, sondern zwischen Sehnsucht und Angst schwankt. Darüber hinaus beleuchtet die Episode gesellschaftliche Trends wie den Geburtenrückgang in der Schweiz und die Rolle von Zukunftsängsten, etwa durch die Klimakrise. Die Diskussion verbindet persönliche Erfahrungen mit der Frage nach Familienpolitik und betrachtet Elternschaft letztlich als einen Akt der Hoffnung.
Notlösung Kinderzimmer: Mit 36 wieder bei den Eltern
GehörtDiese Episode beleuchtet die Rückkehr von Vanessa in das Elternhaus nach einer Trennung und den damit verbundenen Konflikt zwischen elterlicher Fürsorge und dem Bedürfnis nach Autonomie. Es werden die Herausforderungen des Zusammenlebens im Erwachsenenalter sowie die unterschiedlichen Motivationen untersucht, wie etwa die Nutzung als finanzielles Sicherheitsnetz oder zur Entlastung während der Ausbildung. Zudem werden die Erfahrungen von Marut thematisiert, für den das Wohnen bei den Eltern ein stabiles Sicherheitsnetz nach einer Krise darstellt. Die Folge bietet Expertenrat zur Gestaltung eines funktionierenden Zusammenlebens durch klare Regeln und Kommunikation.
Zwei Frauen, ein traditionelles Rollenbild
GehörtDiese Reportage beleuchtet das Leben der 25-jährigen Lea und die wachsende „Tradwife“-Bewegung, bei der Frauen ein traditionelles Rollenmodell mit dem Partner als Alleinverdiener anstreben. Die Episode untersucht die Verbindung zum Social-Media-Trend, die psychologischen Hintergründe wie den Wunsch nach Nostalgie sowie die politische Einordnung des Trends. Zudem werden die Unterschiede zwischen romantisiertem Content und der realen Alltagsarbeit deutlich, indem die Lebensentwürfe von Katja, die das Modell privat lebt, und Lea, die ihre Inhalte teils als „Ragebait“ zur Reichweitengenerierung nutzt, gegenübergestellt werden.
Eizellen einfrieren – Die Tücken des späten Kinderwunsches
GehörtDieser Podcast-Beitrag thematisiert das Thema Social Freezing in der Schweiz und beleuchtet die persönlichen Erfahrungen von Janina, die ihre Eizellen zur Vorsorge eingefroren hat. Der Bericht behandelt sowohl die biologischen und gesellschaftlichen Hintergründe als auch die ethischen Fragen sowie die hohen Kosten und den emotionalen Prozess einer künstlichen Befruchtung. Zudem werden die persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen von Social Freezing am Beispiel von Janina beleuchtet, die trotz hoher medizinischer Risiken und finanzieller Eigenleistung erfolgreich Mutter wurde. Es wird die ethische Debatte analysiert, dass die Verantwortung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf derzeit primär auf den Frauen lastet, während auch die Perspektive des Partners sowie die rechtliche Lage der Kostenübernahme durch Krankenkassen thematisiert werden.
Nackte Haut, Apéro im Keller: Alltag im extremen Sommer
GehörtDieser Podcast thematisiert die Auswirkungen der extremen Hitzewelle im Sommer 2026 auf den Alltag und die Kultur in der Schweiz. Im Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Christine Lötzscher werden die Notwendigkeit klimatischer Anpassung, die Veränderung von Lebensgewohnheiten sowie die Gefahr einer sozialen Spaltung durch ungleiche Anpassungsmöglichkeiten beleuchtet. Zudem wird das Konzept der 'Solastalgie' eingeführt, um den psychologischen Schmerz über den Verlust der vertrauten Heimat durch den Klimawandel zu beschreiben.
Burnout in der Landwirtschaft: Wenn bauern krank macht
GehörtDieser Podcast thematisiert das hohe Burnout- und Suizidrisiko von Landwirten in der Schweiz. Anhand der persönlichen Geschichten von Ralf Kläger und Pirmin Bötsch wird die psychische Belastung durch Arbeitsüberlastung, Bürokratie, traditionelle Rollenbilder und den Druck durch unvorhersehbare Wetterereignisse verdeutlicht. Zudem analysiert der Arbeitsforscher Stefan Paulus die ökonomischen Ursachen wie niedrige Löhne und den Preisdruck durch Konsumenten. Es wird aufgezeigt, wie neben wirtschaftlichen Faktoren auch der gesellschaftliche Anerkennungsverlust und die Bedeutung von familiärem Rückhalt für die Bewältigung von Krisen eine zentrale Rolle spielen.
Wenn Sex schmerzt: Zwei Frauen brechen ein Tabu
GehörtDieser Podcast beleuchtet die persönlichen Erfahrungen von Anna und Tanja, die unter Schmerzen beim Geschlechtsverkehr leiden – verursacht durch anatomische Besonderheiten der Jungfernhaut bzw. Endometriose. Die Episode erläutert zudem die medizinischen und psychologischen Hintergründe, wie das Konzept des Schmerzgedächtnisses sowie die Bedeutung von Kommunikation und therapeutischen Ansätzen zur Bewältigung.
Camping: Bezahlen fürs Schnarchen nebenan
GehörtDieser Podcast-Abschnitt erkundet die Faszination des Campings und die Suche nach Nähe zur Natur sowie Einfachheit, trotz mangelnder Privatsphäre. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven auf das Leben auf engstem Raum und den bewussten Verzicht auf Alltagsstrukturen beleuchtet. Zudem wird der Wandel des Campings von einfachen Zelten hin zu hochmodernen, teuren Wohnmobilen mit vollem Komfort thematisiert. Es zeigt sich, dass moderne Campinggäste zunehmend die soziale Nähe bei gleichzeitigem technologischem Luxus suchen.
Fehlender Elternteil – eine Lücke, die bleibt
GehörtDieser Podcast befasst sich mit der Identitätssuche von Esther und Joya, die beide bereits im Säuglingsalter einen Elternteil verloren haben. Es wird untersucht, wie das Fehlen biologischer Wurzeln die Selbstwahrnehmung beeinflusst und welche psychologischen Auswirkungen ein solcher Verlust auf die Bindungsfähigkeit hat. Zudem werden die unterschiedlichen Trauerprozesse beleuchtet: Während Joya mit der Suche nach Antworten über ihren Vater lebt, setzt sich Esther erst Jahrzehnte später im Erwachsenenalter intensiv mit dem Verlust ihrer Mutter und der Suche nach familiären Wurzeln auseinander.
Best of Input: Swipe nach rechts – Freundschaft per App?
GehörtDieser Podcast untersucht die Suche nach neuen Freundschaften über digitale Plattformen wie 'Bumble for Friends' und analysiert das Phänomen der sozialen Bubbles in der Schweiz. Dabei wird beleuchtet, wie Apps helfen können, Kontakte zu knüpfen, aber auch die Gefahr einer Entmenschlichung durch die ständige Verfügbarkeit von Alternativen bergen. Zudem wird der Anstieg der Nutzung von Freundschafts-Apps, insbesondere bei jungen Frauen, thematisiert und die psychologischen Hintergründe für die zunehmende Einsamkeit unter Jugendlichen analysiert. Die Episode beleuchtet soziale Hemmschwellen sowie persönliche Erfahrungen mit Enttäuschungen und Erfolgen bei der Nutzung solcher Apps.
Best of Input: Lehrabbruch – und jetzt?
GehörtIn dieser Episode teilen Selina, Bobby und Andrea ihre persönlichen Erfahrungen mit Lehrabbrüchen und den daraus resultierenden Lebenswegen. Während Selina aufgrund körperlicher und psychischer Belastungen in der Ausbildung zur Bereiterin scheiterte, berichtet Bobby von einem Burnout in der IT-Branche und seinem erfolgreichen Neuanfang als Metallbauer. Das Gespräch beleuchtet zudem die statistische Relevanz von Lehrabbrüchen in der Schweiz sowie die Bedeutung von Resilienz. Andrea reflektiert über ihren Abbruch im KV als wertvollen Teil ihrer Entwicklung und betont, wie wichtig es ist, auf das eigene Gefühl zu vertrauen, um Krisen als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung zu nutzen.
Best of Input: Bedürfnisorientierte Erziehung im Check
GehörtDieser Podcast-Beitrag thematisiert die Kritik an der bedürfnisorientierten Erziehung, insbesondere den Druck durch Social Media und die Gefahr, dass die Bedürfnisse der Eltern vernachlässigt werden. Es wird erläutert, dass ein Missverständnis darüber besteht, dass nur das Kind im Zentrum stehen sollte, während Experten betonen, dass Selbstfürsorge der Eltern essenziell ist. Zudem werden die Herausforderungen bei der Unterscheidung zwischen Wünschen und Grundbedürfnissen sowie die Notwendigkeit von klaren Grenzen behandelt. Der Beitrag unterstreicht, dass Kinder Orientierung durch liebevolle Regeln benötigen und dass eine gesunde Erziehung die Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Familienmitglieder beinhalten muss.
Best of Input: Leben mit einer Zwangsstörung- Gefangen im Kopf
GehörtAls Teenager hat Céline Zwangsgedanken, die sie verängstigen und ihren Alltag bestimmen. «Was, wenn ich jemanden belästige, im Intimbereich anfasse?» Sie steckt fest in einer inneren Spirale – bis sie sich professionelle Unterstützung holt. Zwangsstörungen zeigen sich durch aufdringliche Gedanken oder Handlungen, die sich kaum stoppen lassen. Psychologe Paul Lukas kennt den Druck seiner Patient:innen: «Einige berichten, dass sie kaum noch vor die Tür gehen.» Zwischen ein und drei Prozent der Bevölkerung sind betroffen, viele sprechen aus Scham nicht darüber. Gleichzeitig kursieren auf Social Media stark vereinfachte und klischierte Darstellungen, die Céline kritisch sieht. Hoffnung fand sie in der Therapie und in der Fotografie. «Input»-Host Anna Kreidler fragt nach, wie sie ihr «Gefängnis im Kopf» verlassen konnte. Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser…
Best of Input: Hobby Horsing: Im Galopp dem Spott zum Trotz
GehörtSteckenpferde, Schweiss und Selbstbehauptung. «Input» erkundet die Welt des Hobby-Horsings. Dort, wo sogar Erwachsene mit viel Disziplin trainieren und Aussenstehende irritiert reagieren. Eine Reportage über Körpergefühl, Vorurteile und die Freiheit, sich ernsthaft dem Spielerischen zu widmen. Was bewegt junge Leute, mit einem Steckenpferd einen Parcours zu laufen? Host Beatrice Gmünder trifft Frauen, die mit Konzentration und Stolz ihre Choreografien üben und versucht es auch selbst. Merkt aber schnell, wie anspruchsvoll es ist. Eine Sportart, die im Netz dem Spott ausgesetzt ist. Sporthistoriker Simon Engel erinnert aber daran, dass auch Skifahren einst belächelt wurde. Zwischen Muskelkater und Selbstironie entdeckt Beatrice: Es braucht Mut, sein Hobby ernst zu nehmen und Humor, um es mit Herz zu betrachten. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________…
Zurück an prägende Orte: Bleibt mehr als Nostalgie?
GehörtEin altes Segelschiff, eine Backstube und viele Erinnerungen: Jahrzehnte später kehren Menschen an Orte zurück, die sie geprägt haben. Was bleibt von früher? Und was entdecken wir neu, wenn wir dorthin zurückkehren? Durch Zufall taucht ein Segelschiff wieder auf, das «Input»-Host Beatrice Gmünders Vater vor 35 Jahren verkauft hat. Heute gehört es ihrem Bruder. Beim ersten Törn ist vieles noch vertraut: der Geruch, die alten Segel, sogar die blauen Flecken an den Zehen. Auch Marco zieht es zurück an einen Ort, der ihn geprägt hat: die Backstube seiner Lehrzeit. «Ich träume heute noch davon», sagt der gelernte Confiseur. «Input» fragt: Was finden wir wieder, wenn wir an prägende Orte zurückkehren? ____________________ In dieser Episode zu hören - Marco Büeler - Roger Gmünder ____________________ Mehr zum Thema: · Erinnerungen: Unser Gehirn trickst uns aus https://www.srf.ch/audio/input/erinnerungen-unser-gehirn-trickst-uns-aus?id=AUDI20250326_NR_0029 ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche?…
Ekel und Faszination: «Wir sind mehr Bakterium als Mensch»
GehörtFür viele eine unangenehme Vorstellung: Wir werden von Kopf bis Fuss von Mikroorganismen besiedelt. Die aktuelle Forschung rund ums Mikrobiom boomt. Doch was heisst diese Erkenntnis für den Menschen und sein Selbstverständnis? «Input» lotet die Frage aus – zwischen Medizin, Biologie und Philosophie. Unser Körper ist über und über besiedelt von anderen Lebewesen – und das ist gut so, sagt die Forschung. Tatsächlich wäre Leben ohne Mikroben nicht möglich. «Wir brauchen ein neues Verständnis von Bakterien», so Adrian Egli, Professor für medizinische Mikrobiologie. «Denn wir sind wandelnde Ökosysteme. Doch die Artenvielfalt in unserem eigenen Körper nimmt ab.» «Input»-Autorin Julia Lüscher geht auf Expedition – am eigenen Ökosystem «Körper». ___________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören - Prof. Dr. Adrian Egli, Institutsleiter…
Situationships: Ich will dich – aber nicht in einer Beziehung
GehörtMan schreibt täglich, verbringt Zeit zusammen, hat Sex, lernt Familie und Freunde kennen – und trotzdem ist man kein Paar. Situationships: Warum geraten Menschen immer wieder in solche Verbindungen? Für Giuseppe endet eine Situationship mit einem Heartbreak: «Er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich nichts wert bin.» Timi hatte mehrere Situationships – oft, war er derjenige, der das ganze beendet und Herzen gebrochen hat: «Das Problem ist, irgendjemand entwickelt immer Gefühle.» Zusammen mit Paartherapeutin Mirjam Tanner schaut «Input»-Host Elma Softic das Beziehungsmodell Situationships an und geht der Frage nach, warum Situationships oft mehr wehtun als eine Trennung – obwohl man nie zusammen war. ____________________ In dieser Episode zu hören - Giuseppe, - Timothy Tempelmann, Sales Manager - Mirjam Tanner, Therapeutin und Psychiaterin ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns…
Sauberkeit fällt auf. Reinigungskräfte kaum.
GehörtWer putzt, wenn alle anderen längst zuhause sind? «Input»-Host Beatrice Gmünder schrubbt als Bademeisterin selbst Duschen und Toiletten. Eine Folge über eine Arbeit, die alle brauchen und Menschen, die dabei oft übersehen werden. «Solange alles sauber ist, denkt kaum jemand darüber nach, wer dafür sorgt», sagt Beatrice Gmünder. Für diese Folge trifft sie Reinigungskräfte, die ihren Beruf mit Stolz ausüben und dank ihrer Arbeit in der Schweiz gut leben können. Gleichzeitig erklärt Reta Barfuss: «Sauberkeit soll möglichst günstig und unsichtbar bleiben», sie untersucht in ihrer Doktorarbeit die Reinigungsbranche. Eine Folge über Wertschätzung, Arbeit und die Menschen hinter der Sauberkeit. ________________________ In dieser Episode zu hören: - Heidi, langjährige Bademeisterin - Helena, Vorarbeiterin bei der Reinigungsfirma Willi - Reta, schreibt Doktorarbeit über die Arbeitsbedingungen in der Reinigungsbranche ________________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten…
Alles auf eine Karte: Warum Junge trotz Krise Firmen gründen
GehörtGlobale Krisen, steigende Preise, finanzielle Unsicherheit. Und doch: In der Schweiz machen sich so viele Junge selbständig wie nie zuvor. «Existenzangst gehört dazu», sagt Qendrim. Warum geht man dieses Risiko ein? In Kerzers (FR) trifft «Input»-Host Noah Knüsel auf Melanie, die mit 20 eine Bäckerei übernahm. «Man setzt alles auf eine Karte und wenn es nicht klappt, ist es scheisse», sagt die 23-Jährige. Auch sie spürt den Druck, wenn etwa wegen Kriegen die Getreidepreise auf dem Weltmarkt steigen. Für Berater Michele Blasucci ist Gründen in Krisen aber kein Widerspruch: «Viele merken, dass sie ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen müssen.» Lohnt sich der Einsatz? ________________________ In dieser Episode zu hören: - Melanie (23), selbständige Bäckerin - Qendrim (32), selbständiger Architekt - Michele Blasucci, Unternehmensberater ________________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns…
Best of Input: Botox, Natürlichkeit, Beauty-Hype
GehörtDas Versprechen der ewigen Jugend und Schönheit lasse sie kalt, dachte «Input»-Autorin Julia Lüscher lange. Bis sich, mit knapp vierzig, ein Gedanke in ihren Kopf schlich: «So eine Botoxspritze, was kostet die eigentlich?» Selbstbestimmt älter werden mitten im Beauty-Boom – wie gelingt das? «Ich kann nicht glauben, dass ich das gerade mache», sagt Hanne mit 36, als sie sich zum ersten Mal botoxen lässt. «Sich dagegen zu wehren ist schwierig», findet auch Ärztin Marlies Baertsch, die seit zwei Jahren in ihrer Praxis Botoxbehandlungen anbietet. Die Forschung zum Mittleren Alter zeigt: Ab vierzig erleben viele Menschen eine Phase der Unsicherheit und Neuorientierung. «Der perfekte Nährboden für die profitorientierte Beauty-Industrie, die ewige Jugend verspricht», sagt die Politologin und Aktivistin Emilia Roig. Ein «Input» von Julia Lüscher über den Drahtseilakt im eigenen Gesicht. ___________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr…
Wer darf worüber lachen? Wenn Humor aneckt
Gehört«Humor ist intim», sagt Humorforscherin Andrea Samson. Er verrät, wie wir denken, wo wir stehen und wo unsere Grenzen liegen. Was die einen zum Lachen bringt, kann andere verletzen. Zwischen Tabu und Pointe stellt sich die Frage: Wer darf worüber Witze machen und warum? «Input»-Host Beatrice Gmünder trifft Comedienne Gülsha Adilji, sie sagt: «Ich darf über alles Witze machen, die Kunst liegt im Wie». Kabarettistin Anet Corti findet ihre Pointen mitten im Leben und ist überzeugt: «Für Humor braucht es Lust und, wer nicht über sich selbst lachen kann, hat keinen Humor. «Input» fragt, warum Humor manchmal trennt und welche Zutaten es braucht damit er verbindet. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören: - Anet Corti, Kabarettistin - Gülsha Adilji, Comedienne, Moderatorin und Podcasterin - Andrea Samson, Humorforscherin…
«Eine Feier des Lebens»: Was uns Tanzen wirklich gibt
Gehört«Ich bin hier, ich bin in meinem Körper und ich bin frei»: Nach einer Trennung hat Heidy das Tanzen für sich entdeckt. Deborah nennt es «eine Feier des Lebens». Und Tanzlehrer Samuel fasziniert, dass man im Tanz den Alltag hinter sich lassen kann. Eine Sendung darüber, was uns das Tanzen gibt. «Tanzen ist für uns auf drei Ebenen sehr wichtig und gesund: sozial, kognitiv und physisch», sagt ETH-Neurowissenschaftlerin Emily Cross. Man müsse nicht einmal selbst tanzen, um positive Effekte im Gehirn zu sehen – es reiche schon, anderen beim Tanzen zuzuschauen. «Input»-Host Anna Kreidler macht sich auf die Suche nach Antworten auf die Frage, wie das Tanzen unser Leben bereichert: an der «Noche Latina» in Ebikon im Kanton Luzern und am Telefon mit der «Input»-Community, die von ihren schönsten Tanzmomenten erzählt. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________…
Jung und nicht im Ausgang. Warum?
Gehört«Ich war noch nie in einem Club», sagt die 20-jährige Celine. Seit Jahren sinkt bei jungen Menschen die Lust am Ausgang. «Ich gehe lieber ins Gym, um Leute kennenzulernen», sagt auch der 24-jährige Vito. Warum ist das so? Celine, Sarah und Linda verbringen ihren Samstagabend lieber am Esstisch als auf der Tanzfläche, etwa beim Spieleabend. «Kein Club kann mir geben, was mir der direkte Austausch mit Freundinnen gibt», sagt Celine. Und Vito aus Zürich nennt noch einen weiteren Grund: «Ich habe im Ausgang Gewalt beobachtet», sagt er im Interview mit «Input»-Host Anna Kreidler. Das verändere die Atmosphäre im Club. «Dann kann ich auch zu Hause bleiben.» Eine Sendung darüber, warum junge Menschen dem Nachtleben den Rücken kehren und was für sie stattdessen zählt. ____________________ In dieser Episode zu hören: - Celine, Sarah und Linda an ihrem Spieleabend - Vito im Radiostudio __________________ - Autorin: Anna Kreidler - Publizistische Leitung: Anita Richner ____________________ Das ist «Input»: Dem Leben in…
Best of Input: Familienstreit um Bildschirmzeit - was hilft?
Gehört«Sie verschwendet ihre Zeit», sagt Corine. Und ihre Teenager-Tochter meint: «Meine Eltern verstehen mich nicht.» Über die Hälfte der Schweizer Familien streitet wegen der Bildschirmzeit. Was hilft? Regeln, sagt der Medienpädagoge – und eine Haltung aus Vertrauen, Neugier, Humor und Selbstdisziplin. «Input» besucht zwei Familien mit Kindern zwischen 6 und 15 Jahren, darunter Romy. Sie konnte die Zeitlimits für Youtube und Snapchat selbst ändern. «Weil Kinder Eltern technisch oft überlegen sind», erklärt der Medienpädagoge, «zählt am Ende vor allem das Vertrauen, das über Jahre aufgebaut wurde.» ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ 00:00 Intro 01:44 Lea und ihre drei Söhne (11, 9 und 6) 06:50 Medienpädagoge Beat Richert über Firewalls, Begleitung und Vertrauen 10:42 Zeitlimits und Handyentzug bei Lea und ihren Söhnen 14:52 Medienerziehung, Streit…
Zwischen Sehnsucht und Angst: Kinder haben oder nicht?
GehörtPersönliche Freiheit, Klimakrise, Weltlage: In der Schweiz entscheiden sich immer weniger Paare für eigene Kinder. «Input» sucht nach Gründen. Irina (34) und Michi (36) tragen die Frage schon seit mehreren Jahren mit sich herum – und doch bleiben sie unschlüssig. Mit ihrer Ambivalenz sind die beiden nicht allein: Die Geburtenrate in der Schweiz ist auf einem Rekordtief. «Die Frage lässt sich rational mit Argumenten nicht beantworten», sagt Philosophin Barbara Bleisch. «Und dennoch ist es richtig, sie sich zu stellen.» Ein «Input» über eine grosse persönliche Frage und ein gesellschaftliches Dilemma. Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören - Irina und Michael - Fabiana, Aline, Karin und weitere Menschen aus der «Input»-Community - Barbara Bleisch, Journalistin und Philosophin. Buch: «Kinder wollen». Hanser, 2023 ____________________ - Autorin:…
Freundschaft zwischen Mann und Frau – (un)möglich?
GehörtKann eine enge Freundschaft zwischen Hetero-Mann und Hetero-Frau wirklich platonisch sein? Was banal klingt, sorgt bei Befürworter und Gegner für hitzige Debatten und widersprüchliche Erfahrungen. Für Livia aus Luzern ist klar: Freundschaft zwischen Mann und Frau funktioniert. Mit ihrem besten Freund Silvan teilt sie eine enge Beziehung – trotz gegenseitiger Anziehung. «Wir haben drei Wochen in Australien verbracht. Es war immer klar, dass es nur Freundschaft ist», so die 29-Jährige. Gymischüler Muhammed sieht das anders: Für ihn spielt «Instinkt» eine Rolle, gemischte Freundschaften betrachtet er kritisch: «Ich will keine beste Freundin – das führt oft zu mehr.» Expertin Dania Schiftan ordnet ein: Anziehung ist normal, entscheidend sind Kommunikation und Grenzen. Freundschaften zwischen Mann und Frau sind möglich – aber komplexer als oft gedacht. In dieser Episode zu hören - Livia und Silvan, Beste Freunde - Muhammed Eymen Ari, Schüler - Dania Schiftan, Psychotherapeutin und Sexologin ____________________…
Körpergefühl im Wandel: Daten statt Intuition?
GehörtDer Körper sendet Signale, nicht alle verlassen sich noch darauf. Was früher einfach auskuriert wurde, wird heute gemessen und hinterfragt, sagt die oberste Schweizer Ärztin, Yvonne Gilli. Zwischen Arztbesuch und Daten-Tracking stellt sich die Frage: Kann ich meinem Körper noch vertrauen? Yvonne Gilli, FMH-Präsidentin, beobachtet diesen Wandel seit Jahren. Gerade junge Menschen sichern Beschwerden häufiger ab oder verlangen nach weiteren Arztbesuchen. Tiktokerin Nicola Leonie Schinz geht einen anderen Weg: Sie arbeitet als Lebensmittel-Technologin, trägt ein Fitbit, analysiert ihre Werte und hält ihren Körper mit Supplement im Gleichgewicht. Ihr letzter Arztbesuch ist Monate her. Input-Host Beatrice Gmünder geht der Frage nach wie sich der Umgang mit dem eigenen Körper verändert und was passiert, wenn Menschen sich nicht mehr auf ihr Körpergefühl verlassen. In dieser Episode zu hören: - Yvonne Gilli, Präsidentin der Ärztevereinigung FMH - Younes Saggara, 25 - Nicola Leonie Schinz, 30, Lebensmitteltechnologin…
True Crime - Darf Verbrechen auch unterhalten?
GehörtTrue Crime Podcasts haben zum Teil ein Millionen-Publikum. Was macht die Faszination aus? Wie entsteht ein True Crime-Podcast? Darf Verbrechen überhaupt zur Unterhaltung dienen? - Diesen Fragen geht «Input« nach. Für Salima, 28, Primarlehrperson in Luzern, gehören «True Crime»-Podcasts zum festen Unterhaltungs-Repertoire. «Ich höre gern Geschichten», sagt sie, «und bei True Crime-Storys ist das für mich das Spannende, dass es reale Geschichten sind, nicht erfundene.» True Crime-Storys finden auf diversen Plattformen ein Millionenpublikum. Entsprechend ist das Angebot an Serien und Podcasts gross. Sie alle sehen sich im Dilemma, dass das Leid das Menschen angetan wurde, anderen jetzt zur Unterhaltung dient. Ein Blick hinter die Produktionskulissen beim neuen SRF-True Crime-Podcasts «True Crime Schweiz» zeigt unter anderem, wie die beiden Hosts Ramona Drosner und Matthias von Wartburg mit diesem Problem umgehen. Hanspeter Krüsi, früherer Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, findet, für die Betroffenen…
Humor, Liebe und Sinn: Die schönen Seiten der Elternschaft
GehörtManu steht vor der Familienplanung und findet: «Wenn ich mich durch das SRF-Programm klicke, gibt es nicht viel, was für eine Mutterschaft spricht.» Die «Input»-Community beweist ihr das Gegenteil und erzählt in dieser Folge von den schönen Seiten der Elternschaft: Humor, Sinn oder Selbstfindung. Elternschaft ist hart: Erschöpfung, Streit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Während die Geburtenrate im Sinkflug ist, beleuchtet Input die schönen Seiten von Elternschaft. Alma hat durch ihre Kinder gelernt, wer sie wirklich ist. Claudia hat sich durch die Grenzerfahrungen mit ihrer Tochter als Mensch weiterentwickelt. Lukas findet: «Das Leben ist emotionaler» und Marco weiss jetzt: «Das Grossartigste am Vater sein ist die tiefe Liebe, die ich spüre.» ____________________ In dieser Episode zu hören: - Marco, 47, Vater eines 7-järhigen Sohnes - Lukas, Vater von drei Jungs - Alma, 34, Mutter von drei Kindern (10, 8, 2) - Claudia, 45, Mutter von zwei Teenager-Töchtern - Ursina, 61, Mutter von zwei Kindern -…
Hausräumung: Wenn ein ganzes Leben in der Mulde verschwindet
GehörtJedem steht das gleiche Schicksal bevor. Er oder sie stirbt. Übrig bleibt ein Haus, eine Wohnung. Angehörige oder Räumungsdienste lösen den Haushalt auf. Die Angehörigen stehen zwischen Erinnerungen, Möbeln und Müllmulde mit der Frage: Was behalte ich? «Input»-Hörerin Astrid steht ganz am Anfang. Die Wohnung ihrer Mutter in Appenzell ist noch voll. Sie kann noch nicht räumen, zu nah ist ihr der Todestag. Robert hingegen beobachtet den Räumungsdienst, wie er das Haus seines Vaters in Zürich leerräumt, und sagt: «Es ist eine Befreiung». «Input» zeigt, wie Angehörige zwischen Trauer, Pragmatismus und Überforderung entscheiden: Was bleibt am Ende eines Lebens übrig und was landet in der Mulde. Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören - Astrid: Ihr steht die Räumung noch bevor - Robert: Engagiert für das Haus und die Wohnung seiner Eltern ein…
Liebe und Zufall: Die Geschichte unserer Eltern
GehörtWir verdanken unser Leben einem einzigen Moment – dem Moment, in dem sich unsere Eltern begegnet sind. Wie verlaufen diese Geschichten? Wie haben sich Paare früher gefunden – vor der Zeit der Dating-Apps? «Input»-Host Julia Lüscher auf der Suche nach der Geschichte unserer Eltern. «Meine Eltern verliebten sich vor fast hundert Jahren im Türrahmen eines Bauernhofs», weiss Ursula, 77. Die Liebe der beiden musste sich früh bewähren – gegen Armut, Krieg und Trennung. Tom, 35: «Meine Eltern trafen sich als Teenager in den Ferien in Spanien und schrieben einander zehn Jahre lang Briefe.» Und heute? Dating Apps haben uns evolutionär unvorbereitet erwischt, sagt die neurologische Forschung. Wir wären für Begegnungen gebaut, nicht für endloses Swipen. Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören - Ursula, 77 - Tom, 35 - Tanja, 40 - Davide, 53 - Elvira, 75 -…
Leben mit Zwangsstörung: «Mein Kopf war ein Gefängnis»
GehörtAls Teenager hat Céline Zwangsgedanken, die sie verängstigen und ihren Alltag bestimmen. «Was, wenn ich jemanden belästige, im Intimbereich anfasse?» Sie steckt fest in einer inneren Spirale – bis sie sich professionelle Unterstützung holt. Zwangsstörungen zeigen sich durch aufdringliche Gedanken oder Handlungen, die sich kaum stoppen lassen. Psychologe Paul Lukas kennt den Druck seiner Patient:innen: «Einige berichten, dass sie kaum noch vor die Tür gehen.» Zwischen ein und drei Prozent der Bevölkerung sind betroffen, viele sprechen aus Scham nicht darüber. Gleichzeitig kursieren auf Social Media stark vereinfachte und klischierte Darstellungen, die Céline kritisch sieht. Hoffnung fand sie in der Therapie und in der Fotografie. «Input»-Host Anna Kreidler fragt nach, wie sie ihr «Gefängnis im Kopf» verlassen konnte. Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser…
Chronische Schmerzen: Wie Betroffene den Alltag meistern
GehörtGeschätzt 1,5 Millionen Menschen leiden in der Schweiz an chronischen Schmerzen. Manche sprechen von der Volkskrankheit Nr. 1. Wie bestreiten Betroffene den Alltag? Und warum werden die psychosozialen Faktoren in der Behandlung immer wichtiger? «Lange Zeit ging ich nicht mehr unter Menschen», erzählt Dunja, 32, angehende Sozialpädagogin aus Bern. Sie leidet seit Jahren unter chronischer Migräne. Ihr Freundeskreis sei zwar treu, «trotzdem macht eine solche Krankheit einen immer ein Stück einsam», erzählt sie sie «Input»- Redaktor Michael Bolliger. Auch bei der Arbeit sei sie immer wieder auf Flexibilität angewiesen. Solche psychosozialen Aspekte – ein treuer Freundkreis, Kulanz des Arbeitsgebers – sind für chronische Schmerzpatientinnen und Patienten entscheidend, sagt der Berner Schmerzmediziner Konrad Streitberger. Einsamkeit, Ängste können chronische Schmerzen verursachen oder gar verstärken. Darum findet er, würden viele Betroffene in der Schweiz immer noch falsch behandelt. Der Fokus liege zu sehr auf…
Nähe gegen Geld – Ein Blick ins Escort-Business
GehörtLuxus, Glamour und das schnelle Geld: Der Beruf von Escorts sieht nach Unabhängigkeit und Leichtigkeit aus. Doch wie viel davon ist Inszenierung – und wie viel Realität? «Input»-Autorin Elma Softic taucht ein in eine Welt, die auf Social Media glamourös inszeniert wird. «Ich bin selbstbestimmt und mein eigener Chef», sagt Mia (23). Sie entscheidet, wann sie arbeitet, wen sie trifft. Und trotzdem relativiert sie das Bild vom schnellen Geld: «Ich verdiene nicht mehr als in einem 0815-Job.» Maria (41), ehemalige Escort, beschreibt eine andere Erfahrung: «Ich musste vieles über mich ergehen lassen.» Schutz? «Den gab es kaum.» Viel Geld? «Ja. Aber es hatte seinen Preis.» Was bleibt also vom Glamour, wenn man genauer hinschaut? ____________________ In dieser Episode zu hören - Mia May, Erotikmodel - Maria (anonym), Sexarbeiterin - Frank, Assistent - Rebecca Angelini, Geschäftsleiterin Dachverband ProCoRe ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an…
Familienstreit um Bildschirmzeit - was hilft?
Gehört«Sie verschwendet ihre Zeit», sagt Corine. Und ihre Teenager-Tochter meint: «Meine Eltern verstehen mich nicht.» Über die Hälfte der Schweizer Familien streitet wegen der Bildschirmzeit. Was hilft? Regeln, sagt der Medienpädagoge – und eine Haltung aus Vertrauen, Neugier, Humor und Selbstdisziplin. «Input» besucht zwei Familien mit Kindern zwischen 6 und 15 Jahren, darunter Romy. Sie konnte die Zeitlimits für Youtube und Snapchat selbst ändern. «Weil Kinder Eltern technisch oft überlegen sind», erklärt der Medienpädagoge, «zählt am Ende vor allem das Vertrauen, das über Jahre aufgebaut wurde.» ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ 00:00 Intro 01:44 Lea und ihre drei Söhne (11, 9 und 6) 06:50 Medienpädagoge Beat Richert über Firewalls, Begleitung und Vertrauen 10:42 Zeitlimits und Handyentzug bei Lea und ihren Söhnen 14:52 Medienerziehung, Streit…
Kunst als Medizin – Können Museumsbesuche heilen?
GehörtIns Museum zu gehen, tut Körper und Geist gut – davon sind immer mehr Ärztinnen und Ärzte überzeugt. Sie verordnen deshalb den Museumsbesuch per Rezept. Wie viel ist an der Heilkraft der Kunst dran? «Input» forscht nach. «Wie lange sind wir schon in dieser Ausstellung? Ich habe komplett die Zeit vergessen…» «Input»-Autorin Julia Lüscher begleitet Christa, 43, in ein Museum – und schnell sind die beiden berauscht. «Im Museum bewegen wir uns langsam und bewusst. Hier werden viele unserer Sinne angesprochen», sagt die führende Forscherin auf dem Gebiet. «Das ist gesund.» Den positiven Effekt auf Körper und Geist wollen Politik und Gesundheitsprävention nutzen – nach der Romandie nun auch in der Deutschschweiz. Was kann Kunst? Und wer profitiert wirklich von der Idee? ___________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ 00:00 - 01:40 Intro 02:00 - 06:23 Abtauchen in…
Generationen-Clash im Büro: Können Alte nichts von Jungen lernen?
GehörtFaul, zu sensibel, zu anspruchsvoll? In einer Sonderausgabe stellt Host Beatrice Gmünder live verbreitete Vorurteile gegenüber der Generation Z zur Diskussion. Gemeinsam mit Publikum und Generationenforscher Rüdiger Maas geht es Missverständnisse zwischen Jung und Alt am Arbeitsplatz an den Kragen. Kaum eine Generation wird derzeit so stark beurteilt, wie die Generation Z. «Input» greift diese Zuschreibungen auf und ordnet sie ein. Host Beatrice Gmünder spricht mit der Gen-Z-Journalistin und Arbeitskollegin Michèle Rüedi und dem Generationenforscher Rüdiger Maas über Klischees, Wahrnehmung und Realität. «90 Prozent der Bevölkerung haben ein negatives Bild der Generation Z», sagt Maas. Daraus ergibt sich die Frage, wie solche Bilder entstehen und wie ein besseres Miteinander am Arbeitsplatz gelingt. ___________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ - Autorin:…
Botox, Natürlichkeit, Beauty-Hype: Wie entspannt älter werden?
GehörtDas Versprechen der ewigen Jugend und Schönheit lasse sie kalt, dachte «Input»-Autorin Julia Lüscher lange. Bis sich, mit knapp vierzig, ein Gedanke in ihren Kopf schlich: «So eine Botoxspritze, was kostet die eigentlich?» Selbstbestimmt älter werden mitten im Beauty-Boom – wie gelingt das? «Ich kann nicht glauben, dass ich das gerade mache», sagt Hanne mit 36, als sie sich zum ersten Mal botoxen lässt. «Sich dagegen zu wehren ist schwierig», findet auch Ärztin Marlies Baertsch, die seit zwei Jahren in ihrer Praxis Botoxbehandlungen anbietet. Die Forschung zum Mittleren Alter zeigt: Ab vierzig erleben viele Menschen eine Phase der Unsicherheit und Neuorientierung. «Der perfekte Nährboden für die profitorientierte Beauty-Industrie, die ewige Jugend verspricht», sagt die Politologin und Aktivistin Emilia Roig. Ein «Input» von Julia Lüscher über den Drahtseilakt im eigenen Gesicht. ___________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr…
Eltern mit Sehbehinderung: Herausforderungen und Chancen
Gehört«Viele haben gezweifelt, ob ich eine gute Mutter bin», sagt Tamara, blind und Mutter einer Tochter. «Input»-Host Yves Kilchör besucht sie und einen sehbehinderten Vater. Sie sprechen über Herausforderungen als Eltern mit Sehbehinderung und darüber, wie dies ihre Kinder selbstständiger macht. Lars Stötzel ist Papa von drei Jungs zwischen 5- und 15-jährig. «Früher bin ich noch mit ihnen Velo gefahren. Heute ist mir das mit meiner Sehbehinderung zu gefährlich», sagt er. Die Sehbehinderung ihres Vaters mache seine Kinder selbstständiger ist er überzeugt. «Sie helfen mir den richtigen Bus zu finden und sind deshalb heute echte Zahlengenies». Psychotherapeutin Eva-Maria Glofke-Schulz ist selbst blind und berät sehbehinderte Menschen. Sie sagt: «Als Person mit Sehbehinderung muss ich mich fragen, bin ich genügend belastbar, dass ich diese zusätzliche Herausforderung tragen kann?» ____________________ habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren…
Rettungskräfte: Wer hilft denen, die uns helfen?
GehörtDie Brandkatastrophe von Crans-Montana bringt auch die Arbeit von Rettungsorganisationen ins öffentliche Bewusstsein. Damit verbunden die Erkenntnis, dass Rettungs-Einsätze auch für Profis grosse Belastungen bedeuten können. Wie gehen sie damit um? Wer hilft denen, die uns in der Not helfen? «Natürlich sind nicht alle Einsätze gleich belastend», sagt der St. Galler Rettungssanitäter Remo Degani. Tödliche Unfälle von Kindern gehören zu den besonders bedrückenden Momenten, auch für die Retter:innen. «Da sind vereinzelt Fälle, die man ein Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bringt». Remo Degani ist aber nicht nur als Sanitäter im Einsatz, er gehört bei den St. Galler Rettungsdiensten auch zu den sogenannten Peers. Das sind Corps-Mitglieder, die ihre Berufskolleg:innen bei der Verarbeitung von besonders belastenden Situationen unterstützen. Für den Notfallpsychologen Urs Braun spielen solche Peer-Gruppen eine wichtige Rolle. «Niemand ist vor Belastungen komplett geschützt», sagt er. «Darum ist es wichtig, dass…
Best of Input: Überbehütung (2/2)
GehörtEsteban, Eva und Angela wurden als Kind überbehütet. Die Auswirkungen sind unterschiedlich: Eva hat noch immer Mühe, selbst Entscheidungen zu treffen. Angela führt ein Doppelleben. Und Esteban hatte lange kein Gefühl für Risiken. Nur mit Glück hat er seine waghalsigen Aktionen überlebt. Eva (27) spürt die Auswirkungen der Überbehütung bis heute: «Sobald meine Eltern nicht da sind, bin ich komplett planlos und weiss gar nicht, wie ich ein Problem angehen soll.» Angela (45) verheimlichte früh Dinge vor ihrer Mutter und teilt bis heute kaum Persönliches mit ihr. Esteban (71) sagt, er habe kein Gefühl für Risiken entwickelt: «Mit Glück überlebte ich meine Dummheiten als junger Mann schadlos.» Dies ist der zweite Teil zum Thema Überbehütung. Im ersten Teil ging «Input»-Host Matthias von Wartburg der Frage nach: Warum neigen manche Eltern zur Überbehütung? ____________________ In dieser Episode zu hören - Esteban (Name geändert) - Eva (Name geändert) - Angela (Name geändert) - Entwicklungspsychologin Claudia…
Best of Input: Überbehütung (1/2)
GehörtIn der Schweiz zeigen 22 Prozent der Eltern Tendenzen von Überbehütung. Sie nehmen ihren Schützlingen vieles ab und trauen ihnen wenig zu. Für die Entwicklung der Kinder kann das schwerwiegende Folgen haben. Warum neigen manche Eltern zur Überbehütung – und welche Folgen hat das für ihre Kinder? Auf der Suche nach Antworten treffen wir Andrina und ihre Familie. Auf dem Spielplatz ist sie ständig angespannt, und wenn ihre Söhne (7 und 5 Jahre alt) zu einem Kindergeburtstag eingeladen werden, fällt es ihr schwer, sie loszulassen. Claudia Roebers, Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Bern, warnt: «Überbehütung kann das Selbstwertgefühl und die Selbstwirksamkeit von Kindern beeinträchtigen.» Wer seinen Kindern wenig zutraut, erschwert ihnen den Umgang mit Herausforderungen. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________ 00:00 Intro 01:14…
Weihnachtsgeschenke: Geste der Liebe oder übertriebener Konsum?
GehörtWeihnachten ohne Geschenke? Für die meisten undenkbar. Sie sagen, Geschenke seien ein Ausdruck von Liebe und Aufmerksamkeit. Andere sprechen dagegen von Verschwendung. Einander liebevoll zu begegnen, gehe auch ohne Geschenke. «Für mich ist diese ganze Schenkerei wie ein Basar», sagt «Input»-Hörerin Stephanie aus der Region Bern. Sie habe als Kind nie fröhliche Weihnachten gehabt, trotz vieler Geschenke. Erst im Gefängnis, wo sie zweimal Weihnachten erlebte, habe sie ein friedliches Fest gehabt, fast ohne Geschenke. Heute lebt sie allein und beschenkt zu Weihnachten, wenn, am liebsten ihre Tiere. Ganz anders Karin und ihre Töchter aus der Region Zofingen. Sie beschreiben sich als leidenschaftliche Schenkerinnen. «Wir machen zu viert jedes Jahr etwa 20 Adventskalender mit je 24 Geschenklein und Weihnachtsgeschenke für die Familie, Freunde, Nachbarn und Bedürftige in Rumänien», erzählt Mutter Karin. «In dieser schwierigen Welt ist es doch wichtig, dass wir einander, auch mit kleinen Dingen, Freude machen»,…
Die Kunst des Abschieds: So sagt man richtig Tschüss
GehörtAbschiede bewegen uns: Jan reiste dafür spontan nach Finnland, Carla brach am Flughafen zusammen und Juan verbockte kürzlich einen grossen Abschied. Warum fallen uns Abschiede schwer? Und wie verabschiedet man sich richtig? In seiner letzten «Input»-Folge sucht Matthias von Wartburg nach Antworten. Carla musste sich im Sommer von ihrer ältesten Tochter verabschieden, die für ein Austauschjahr nach Kanada flog. «Sie ging zielstrebig Richtung Sicherheitskontrolle, wir Eltern blieben zurück und brachen in Tränen aus», so Carla. Am Flughafen wurde ihr klar, dass sie sich auch von ihrer Tochter als Kind verabschiedete: «Wie eine Abnabelung im Schnelldurchlauf.» Bei ihrer Rückkehr im nächsten Jahr wird die Tochter fast volljährig und eine junge Frau sein. «Im Abschied verdichten sich Gefühle, da kommt alles zusammen», sagt, Bettina Romana Grote, Therapeutin und Expertin für Abschiede. In dieser Episode zu hören - Juan, verabschiedete sich vom Team. - Carla, verabschiedete sich von ihrer Tochter. - Jan,…
Frauen im Militär – Ist die Armee bereit für sie?
GehörtNur ein Prozent der Armeeangehörigen sind Frauen – das will nun der Bundesrat ändern. Doch der Weg zur Gleichstellung ist weit: Laut einer Studie berichten 94 Prozent der Soldatinnen von Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im Militär. Leutnant Georgina Mermod ist 22 Jahre alt und führt im Wiederholungskurs in St. Gallen ein Team von Männern. Als Quartiermeisterin ist sie verantwortlich für Finanzen, Logistik und Versorgung – und kämpft dabei auch gegen Vorurteile. «Wenn man wirklich mehr Frauen in der Armee will, muss endlich mehr geschehen, sagt sie. Noch immer ist vieles auf Männerkörper ausgelegt: Schutzwesten, die im Brustbereich drücken und zu weite Uniformen gehören zur Standartausrüstung. Gleichzeitig erleben laut einer Studie 94 Prozent der Soldatinnen sexualisierter Gewalt. Lisa, angehende Offizierin, wurde von einem Vorgesetzten belästigt – und hat sich getraut, etwas zu sagen. «Input»-Host Elma Softic geht der Frage nach, wie schwer es Frauen im Militär haben, und ob die Armee für Veränderung…
Hobby Horsing: Im Galopp dem Spott zum Trotz
GehörtSteckenpferde, Schweiss und Selbstbehauptung. «Input» erkundet die Welt des Hobby-Horsings. Dort, wo sogar Erwachsene mit viel Disziplin trainieren und Aussenstehende irritiert reagieren. Eine Reportage über Körpergefühl, Vorurteile und die Freiheit, sich ernsthaft dem Spielerischen zu widmen. Was bewegt junge Leute, mit einem Steckenpferd einen Parcours zu laufen? Host Beatrice Gmünder trifft Frauen, die mit Konzentration und Stolz ihre Choreografien üben und versucht es auch selbst. Merkt aber schnell, wie anspruchsvoll es ist. Eine Sportart, die im Netz dem Spott ausgesetzt ist. Sporthistoriker Simon Engel erinnert aber daran, dass auch Skifahren einst belächelt wurde. Zwischen Muskelkater und Selbstironie entdeckt Beatrice: Es braucht Mut, sein Hobby ernst zu nehmen und Humor, um es mit Herz zu betrachten. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen und Kolleg:innen von uns erzählt. ____________________…
Einsamkeit trotz Babyglück - Eltern brechen das Schweigen
Gehört«Das kann doch nicht wahr sein, bin ich wirklich einsam?» Paolo erlebt, was viele Eltern in den ersten Jahren nach der Geburt durchmachen: Einsamkeit trotz Familienglück. Input-Host Anna Kreidler spricht über ein oft verschwiegenes Gefühl und fragt: Wie kann das sein? Von aussen sieht alles ideal aus: Melanie und ihr Partner bekommen einen Sohn und unterstützen sich nach der Geburt gegenseitig. Und trotzdem erlebt Melanie nach der Geburt ihres Sohnes einsame Momente: «Ich fühlte mich verwirrt und leer. Und ich konnte das Gefühl nicht greifen.» Rund 30 bis 40 Prozent der Eltern in der Schweiz fühlen sich nach der Geburt einsam, sagt Hebamme und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ZHAW Piroska Zsindely. Die Scham, darüber zu sprechen, ist oft gross und die Gründe vielfältig. Warum das so ist, erklärt Psychotherapeutin Simona Palm: «Nach der Geburt kommen viele Faktoren zusammen, die dieses Gefühl begünstigen.» ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten…
Papier berührt: Von Handwerk, Klang und Vergänglichkeit
GehörtEs raschelt, knistert, zieht uns an – und verschwindet zugleich immer mehr aus unserem Alltag: das Papier. «Input» spürt den Wert des Papiers in einer digitalisierten Welt auf – in einem kleinen Atelier in Basel und in einer der letzten Papierfabriken des Landes bei Solothurn. Eine handgeschriebene Geburtstagskarte. Eine frischgedruckte Schweizer Banknote. Eine leere WC-Rolle im falschen Moment. Papier berührt und begleitet uns auf Schritt und Tritt, und wird doch zunehmend von Geräten und Bildschirmen verdrängt. In dieser «Input»-Folge besucht Reporterin Julia Lüscher die Ärztin Sonja Feichter, die sich zum Ausgleich zuhause ein Papier-Atelier eingerichtet hat. Zudem spricht eine der letzten Papier-Ingenieurinnen der Schweiz darüber, warum sie an ihrer grossen Leidenschaft festhält. In dieser Episode zu hören - Sonja Feichter - Maike Pallasvirta, Papier-Ingenieurin «Swiss Quality Paper», Balsthal ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachrichten an input@srf.ch…