Zusammenfassung der Episode
«Der Weg entsteht, indem er gegangen wird» – das ist einer der vielen Sinnsprüche des chinesischen Gelehrten Zhuangzi, der vor rund 2400 Jahren daoistische Texte weiterentwickelt hat. Das Buch «Zhuangzi besser verstehen» zeigt, wie hilfreich die Lehren des Dao heute sein können. Der Daoismus ist neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus eine der drei grossen Lehren, die China massgeblich geprägt haben. Im Zentrum des Daoismus steht die Idee eines allumfassenden Wirkprinzips, das die Geschicke des Universums lenkt. Gleichzeitig dient das «Dao» – zu Deutsch «der grosse Weg» – auch als Anleitung für ein gelingendes und langes Leben. Der Ursprung des Dao liegt über 2500 Jahre zurück und wird dem chinesischen Gelehrten Laotse zugeschrieben, der der Legende nach Weisheiten im sogenannten «Daodejing», der Gründungsschrift des Daoismus, gesammelt haben soll. Rund hundert Jahre nach Laotse taucht der chinesische Dichter und Philosoph Zhuangzi auf, der die teilweise schwer verständlichen Texte aus dem Daodejing in…
«Der Weg entsteht, indem er gegangen wird» – das ist einer der vielen Sinnsprüche des chinesischen Gelehrten Zhuangzi, der vor rund 2400 Jahren daoistische Texte weiterentwickelt hat. Das Buch «Zhuangzi besser verstehen» zeigt, wie hilfreich die Lehren des Dao heute sein können. Der Daoismus ist neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus eine der drei grossen Lehren, die China massgeblich geprägt haben. Im Zentrum des Daoismus steht die Idee eines allumfassenden Wirkprinzips, das die Geschicke des Universums lenkt. Gleichzeitig dient das «Dao» – zu Deutsch «der grosse Weg» – auch als Anleitung für ein gelingendes und langes Leben. Der Ursprung des Dao liegt über 2500 Jahre zurück und wird dem chinesischen Gelehrten Laotse zugeschrieben, der der Legende nach Weisheiten im sogenannten «Daodejing», der Gründungsschrift des Daoismus, gesammelt haben soll. Rund hundert Jahre nach Laotse taucht der chinesische Dichter und Philosoph Zhuangzi auf, der die teilweise schwer verständlichen Texte aus dem Daodejing in…
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Daoismus heute: Was wir von Zhuangzi über Gelassenheit lernen (W)
Gehört«Der Weg entsteht, indem er gegangen wird» – das ist einer der vielen Sinnsprüche des chinesischen Gelehrten Zhuangzi, der vor rund 2400 Jahren daoistische Texte weiterentwickelt hat. Das Buch «Zhuangzi besser verstehen» zeigt, wie hilfreich die Lehren des Dao heute sein können. Der Daoismus ist neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus eine der drei grossen Lehren, die China massgeblich geprägt haben. Im Zentrum des Daoismus steht die Idee eines allumfassenden Wirkprinzips, das die Geschicke des Universums lenkt. Gleichzeitig dient das «Dao» – zu Deutsch «der grosse Weg» – auch als Anleitung für ein gelingendes und langes Leben. Der Ursprung des Dao liegt über 2500 Jahre zurück und wird dem chinesischen Gelehrten Laotse zugeschrieben, der der Legende nach Weisheiten im sogenannten «Daodejing», der Gründungsschrift des Daoismus, gesammelt haben soll. Rund hundert Jahre nach Laotse taucht der chinesische Dichter und Philosoph Zhuangzi auf, der die teilweise schwer verständlichen Texte aus dem Daodejing in…
Diverse Schule ohne Diskriminierung: Es gibt noch viel zu tun
GehörtVielfalt ist eine Bereicherung – das wird an Schweizer Schulen gelehrt. Doch sobald der Islam ins Spiel kommt, wird Diversität oft problematisiert. Was bedeutet das für muslimische Schülerinnen und Schüler und was braucht es, damit sich alle wohlfühlen? Der Schüler, der als aggressiv abgestempelt wird, weil er einen muslimischen Namen hat. Die Schülerin, der abgesprochen wird, Muslimin zu sein, weil sie kein Kopftuch trägt und sich als Feministin bezeichnet. Das Mädchen, dem der Übertritt ins Gymnasium nicht zugetraut wird, weil es einen ausländischen Namen hat. Diskriminierung in der Schule hat viele Gesichter. Die Schule sei ein «massgeblicher Bereich», in denen Schweizer Musliminnen und Muslime Diskriminierung erfahren, konstatiert denn auch der Grundlagenbericht zu antimuslimischem Rassismus in der Schweiz, der im Auftrag des Bundes erstellt wurde. Dabei wird Vielfalt zwar als Bereicherung gelehrt. Gerade der Islam wird dann aber als Gefahr für die erfolgreiche Diversität dargestellt. Das zeigt eine neue…
Heiliger Franziskus: Die revolutionäre Kraft der Mystik
GehörtZum 800. Todestag von Franz von Assisi zeichnet Kirchenhistoriker Volker Leppin Franziskus als «unbequemen Heiligen». Dessen Naturmystik und radikal alternativer Lebensstil inspirieren bis heute. Das Beispiel Franziskus zeige, wie revolutionär christliche Mystik wirken kann. Mystikerinnen und Mystiker seien meist «unbequem» gewesen: für die Amtskirche ebenso wie für die Gesellschaft. So auch Franz von Assisi: Der stellte mit seiner radikalen Armut den Lebensstil der Mehrheit fundamental infrage. Damit inspiriere Franziskus bis heute, auch wegen seiner Naturmystik. Als der, der den Vögeln predigte, könnte er leicht «verniedlicht» werden. Dabei war Franziskus’ Mystik radikal. Im Gespräch mit Volker Leppin fragt Judith Wipfler, was christliche Mystik so bleibend attraktiv macht, selbst im säkularen Zeitalter. Und weiter: Was ist Mystik überhaupt? Gast in der Sendung: Volker Leppin (59) ist evangelisch-lutherischer Theologe und hat sich an der Universität Tübingen einen internationalen Namen gemacht. So…
Hans Joas: Können Werte die Welt retten?
GehörtKriege und Gewalt weltweit. Mächtige setzen ihre Interessen rigoros durch. Im Gegensatz dazu plädiert der renommierte Soziologe Hans Joas für ein universales Ethos, welches das Wohl aller Menschen berücksichtigt. Das universale Ethos habe seine Wurzeln in der griechischen Antike, in der jüdisch-christlichen Tradition und in Indien, China und Persien. Das zeigt Hans Joas in seinem eintausend Seiten starken Opus magnum mit dem Titel «Universalismus» auf. Der renommierte Sozialphilosoph plädiert für eine Haltung, die für alle Menschen gleichermassen einsteht, unabhängig von der eigenen Familie, Nation oder Religion und allen Herausforderungen zum Trotz. In «Perspektiven» spricht Hans Joas auch darüber, warum Religionen und Kirchen, heilige Zeiten und Räume auch in Zukunft wichtig und eine Alternative zur weitverbreiteten Selbstoptimierung sind. In der Sendung kommt zu Wort: Hans Joas, geboren 1948 in München, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor für Religionssoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er…
Stille und Frieden finden im Ranft bei Bruder Klaus (W)
Gehört«Für äusseren Frieden braucht es zuerst inneren Frieden», heisst es im Ranft. Wie aber finde ich zu innerer Ruhe, Stille und gar Frieden? Im Ranft – bekannt durch Bruder Klaus – führen verschiedene Wege dorthin: interreligiöse Meditation, Schweigeseminare, Yoga, Wandern-in-Stille, Friedensgebete. In der Ranftschlucht bei Flüeli OW kommt vieles zusammen: Mächtige Natur, das Brausen des Bergbachs Melchaa, gotische Kirchlein und die Klause vom Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus. Das zieht Stille-Suchende unterschiedlichster Couleur an: von naturreligiösen bis zu traditionell katholischen Menschen. Seit rund 600 Jahren, seit Bruder Klaus hier als Einsiedler Menschen beriet, ist der Ranft auch ein Hotspot politischer Friedensbewegungen. In den 1980ern etwa unterstützten die Dorotheaschwestern den Bau eines Friedensdorfs durch die katholische Jugend. Sie nahmen in Flüeli Asylsuchende auf. Das Areal der Schwestern ist heute ein unabhängiges Mediationszentrum: Als «ZentrumRanft» ist es offen für interreligiöses…