Zusammenfassung der Episode
Jennifer Khakshouri, Samira El Ouassil, Philipp Tingler und – als Gast – der frühere SRF-Moderator Reto Lipp diskutieren über «In die Schweiz» von Emma Cline, «Freunde von früher» von Micha Lewinsky, «Musik für einen Soldaten» von Artem Tschech sowie «Die Lücken» von Shida Bazyar. Die US-amerikanische Schriftstellerin Emma Cline wurde mit ihrem Debütroman «The Girls» international bekannt. Sie schreibt über Macht, Abhängigkeit und die oft dunklen Dynamiken zwischen Menschen. Ihr aktuelles Buch «In die Schweiz» folgt einem demenzkranken Mann auf dem Weg zum begleiteten Sterben. Es lebt von fragmentarisch-assoziativen Gedanken auf dieser Abschiedsreise. Micha Lewinskys Roman «Freunde von früher» kreist unterhaltsam um die Frage: Was bleibt von den Überzeugungen der Jugend übrig, wenn man über fünfzig ist? Eine ehemalige Zürcher Wohngemeinschaft kann dreissig Jahre später das Haus kaufen, in dem sie früher zusammenlebte. Menschen, die sich einmal als alternativ und kapitalismuskritisch verstanden, müssen über…
Jennifer Khakshouri, Samira El Ouassil, Philipp Tingler und – als Gast – der frühere SRF-Moderator Reto Lipp diskutieren über «In die Schweiz» von Emma Cline, «Freunde von früher» von Micha Lewinsky, «Musik für einen Soldaten» von Artem Tschech sowie «Die Lücken» von Shida Bazyar. Die US-amerikanische Schriftstellerin Emma Cline wurde mit ihrem Debütroman «The Girls» international bekannt. Sie schreibt über Macht, Abhängigkeit und die oft dunklen Dynamiken zwischen Menschen. Ihr aktuelles Buch «In die Schweiz» folgt einem demenzkranken Mann auf dem Weg zum begleiteten Sterben. Es lebt von fragmentarisch-assoziativen Gedanken auf dieser Abschiedsreise. Micha Lewinskys Roman «Freunde von früher» kreist unterhaltsam um die Frage: Was bleibt von den Überzeugungen der Jugend übrig, wenn man über fünfzig ist? Eine ehemalige Zürcher Wohngemeinschaft kann dreissig Jahre später das Haus kaufen, in dem sie früher zusammenlebte. Menschen, die sich einmal als alternativ und kapitalismuskritisch verstanden, müssen über…
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«Literaturclub» im Oktober
GehörtJennifer Khakshouri, Samira El Ouassil, Philipp Tingler und – als Gast – der frühere SRF-Moderator Reto Lipp diskutieren über «In die Schweiz» von Emma Cline, «Freunde von früher» von Micha Lewinsky, «Musik für einen Soldaten» von Artem Tschech sowie «Die Lücken» von Shida Bazyar. Die US-amerikanische Schriftstellerin Emma Cline wurde mit ihrem Debütroman «The Girls» international bekannt. Sie schreibt über Macht, Abhängigkeit und die oft dunklen Dynamiken zwischen Menschen. Ihr aktuelles Buch «In die Schweiz» folgt einem demenzkranken Mann auf dem Weg zum begleiteten Sterben. Es lebt von fragmentarisch-assoziativen Gedanken auf dieser Abschiedsreise. Micha Lewinskys Roman «Freunde von früher» kreist unterhaltsam um die Frage: Was bleibt von den Überzeugungen der Jugend übrig, wenn man über fünfzig ist? Eine ehemalige Zürcher Wohngemeinschaft kann dreissig Jahre später das Haus kaufen, in dem sie früher zusammenlebte. Menschen, die sich einmal als alternativ und kapitalismuskritisch verstanden, müssen über…
«Literaturclub» im September
GehörtLaura de Weck, Thomas Strässle, Nina Kunz und der ehemaliger Fussball-Profi Ricardo Cabanas diskutieren über aktuelle Bücher von Caroline Wahl, Szczepan Twardoch, Sara Elena Müller, Fang Fang und Elias Norbert. Mit ihren Romanen «Windstärke 17» und «22 Bahnen» hat die deutsche Autorin Caroline Wahl ein Millionenpublikum erreicht. Auch an ihr neues Buch «1999 Meter über dem Meer» heften sich hohe Erwartungen. Im Zentrum steht darin eine junge Frau, die einem ernüchternden Berliner Berufsleben im Auto ins exklusive St. Moritz entflieht und zunehmend zur Hochstaplerin wird. Warum bereitet der Fussball so viel Freude? Der berühmte Soziologe Norbert Elias hat in einem Essay beschrieben, warum dieser Sport mehr ist als Unterhaltung. An ihm lässt sich im Kleinen beobachten, was Elias als «Prozess der Zivilisation» beschrieben hat. Fussball funktioniert durch seine Spannungsbalance: Körperliche Gewalt wird durch Regeln eingeschränkt. Gleichzeitig bleibt genügend Unsicherheit, Konflikt und Emotionalität. Wie wäre es,…
«Literaturclub» im Juni
GehörtJennifer Khakshouri, Adriana Altaras, Philipp Tingler und der Literaturwissenschaftler und Kulturvermittler Rico Valär diskutieren über aktuelle Bücher von Lukas Bärfuss, David Szalay, Elizabeth Strout und Leta Semadeni. Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss geht mit seinem autobiografischen Buch «Königin der Nacht» dahin, wo es schmerzt: zu seiner Mutter, die ihn einen «Betriebsunfall» nannte, keine Liebe zeigte und alles andere als fürsorglich war. Der Büchner-Preisträger Bärfuss beschreibt, wie die Literatur ihn gerettet hat – und hinterfragt zugleich den Muttermythos in der Gesellschaft. Der Roman «Was nicht gesagt werden kann» gehört zu den bemerkenswertesten Neuerscheinungen des letzten Jahres. Er erzählt das Leben eines Mannes, der in einer ungarischen Plattenbausiedlung aufwächst und in die englische High Society aufsteigt. In kargen Dialogen und fragmentarischen Episoden beschreibt er eine Figur, unter deren Coolness unverarbeitete Traumata liegen. Pulitzerpreisträgerin Elizabeth Strout…
«Literaturclub» im Mai
GehörtLaura de Weck, Wolfgang M. Schmitt, Samira El Ouassil und Lukas Bärfuss diskutieren über akutelle Bücher von Birgit Birnbacher, Jonathan Coe, Jacqueline Harpman und Elias Hirschl. Der französische Skandalschriftsteller Michel Houellebecq hat ein Chanson-Album aufgenommen: «Souvenez-vous de l’ homme». Während er in den Texten den Untergang der Menschheit, klingt das musikalisch gut gelaunt und entspannt. Konsequent für den Provokateur, der den Untergang der westlichen Zivilisation seit langem herbeischreibt. Alle sprechen über ADHS und die steigende Zahl der Diagnosen. Birgit Birnbacher hat mit «Sie wollen uns erzählen» einen Roman geschrieben, in dem ein Junge und seine Mutter an ADHS leiden. Darin hat sie eine Sprache gefunden, um das spezifische Gefühl der kognitiven Überforderung darzustellen: Ein Roadtrip von Figuren mit knisternden Nerven. Der Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte“ wurde auf der Plattform Tiktok gefeiert. Dadurch wurde die belgische Autorin Jacqueline Harpman wiederentdeckt. Ihr…
«Literaturclub» mit der Historikerin Denise Tonella
GehörtJennifer Khakshouri, Elke Heidenreich, Thomas Strässle und Denise Tonella diskutieren über aktuelle Bücher von Roberto Saviano, Kristof Magnusson, Flurina Badel und Robert Menasse. Vor 20 Jahren hat Roberto Saviano mit «Gomorra» die Mafia aufgeschreckt. Seitdem lebt er unter Polizeischutz wegen Morddrohungen. Die Mafia bleibt dennoch sein Thema. Jetzt hat er einen Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben. «Meine Liebe stirbt nicht» erzählt von einer verhängnisvollen Beziehung – anhand von Gerichtsunterlagen, Abhörprotokollen und schriftstellerischer Fantasie. Der deutsch-isländische Schriftsteller Kristof Magnusson ist bekannt für gute Unterhaltung mit Tiefgang. Sein neuer Roman ist ein historischer Spionage-Thriller und gleichzeitig eine Parodie darauf. Am Ende des Kalten Krieges schien alles möglich: In dieser Zeit schickt Magnusson einen jungen, erfolgreichen Schriftsteller auf Agentenmission. «In den Tag» von Christoph Ribbat beschreibt die Schwelle zwischen Augenaufschlag und Wachwerden. Jenseits…