Zusammenfassung der Episode
Kann künstliche Intelligenz kreativ sein, obwohl sie nicht versteht, was sie sagt? Darüber habe ich mit der Medienphilosophin Sybille Krämer für meinen Podcast „Entscheidendes Wissen“ gesprochen. Sie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Sprache, Schrift und der Frage, wie Menschen Wissen vermitteln. Ihre Erklärung künstlicher Intelligenz beginnt überraschenderweise beim schriftlichen Rechnen. Wenn Kinder in der Volksschule addieren lernen, folgen sie einem Algorithmus. Sie wenden festgelegte Regeln an, ohne bei jedem Rechenschritt über die Bedeutung der Zahlen nachdenken zu müssen. Krämer nennt das „operative Schrift“. Computer automatisieren solche Operationen. Große Sprachmodelle gehen weiter und verarbeiten die statistischen Strukturen unserer Sprache. Sie können sinnvolle Antworten erzeugen, ohne selbst verstehen zu müssen, was diese Antworten bedeuten. Ich habe Krämer gefragt, ob eine Technologie, die auf Wahrscheinlichkeiten beruht, nicht zwangsläufig unkreativ sein müsse. Schließlich würden wir kaum…
Kann künstliche Intelligenz kreativ sein, obwohl sie nicht versteht, was sie sagt? Darüber habe ich mit der Medienphilosophin Sybille Krämer für meinen Podcast „Entscheidendes Wissen“ gesprochen. Sie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Sprache, Schrift und der Frage, wie Menschen Wissen vermitteln. Ihre Erklärung künstlicher Intelligenz beginnt überraschenderweise beim schriftlichen Rechnen. Wenn Kinder in der Volksschule addieren lernen, folgen sie einem Algorithmus. Sie wenden festgelegte Regeln an, ohne bei jedem Rechenschritt über die Bedeutung der Zahlen nachdenken zu müssen. Krämer nennt das „operative Schrift“. Computer automatisieren solche Operationen. Große Sprachmodelle gehen weiter und verarbeiten die statistischen Strukturen unserer Sprache. Sie können sinnvolle Antworten erzeugen, ohne selbst verstehen zu müssen, was diese Antworten bedeuten. Ich habe Krämer gefragt, ob eine Technologie, die auf Wahrscheinlichkeiten beruht, nicht zwangsläufig unkreativ sein müsse. Schließlich würden wir kaum…
Folgen
Sibylle Krämer: Kann künstliche Intelligenz kreativ sein, obwohl sie nicht versteht, was sie sagt?
GehörtKann künstliche Intelligenz kreativ sein, obwohl sie nicht versteht, was sie sagt? Darüber habe ich mit der Medienphilosophin Sybille Krämer für meinen Podcast „Entscheidendes Wissen“ gesprochen. Sie beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Sprache, Schrift und der Frage, wie Menschen Wissen vermitteln. Ihre Erklärung künstlicher Intelligenz beginnt überraschenderweise beim schriftlichen Rechnen. Wenn Kinder in der Volksschule addieren lernen, folgen sie einem Algorithmus. Sie wenden festgelegte Regeln an, ohne bei jedem Rechenschritt über die Bedeutung der Zahlen nachdenken zu müssen. Krämer nennt das „operative Schrift“. Computer automatisieren solche Operationen. Große Sprachmodelle gehen weiter und verarbeiten die statistischen Strukturen unserer Sprache. Sie können sinnvolle Antworten erzeugen, ohne selbst verstehen zu müssen, was diese Antworten bedeuten. Ich habe Krämer gefragt, ob eine Technologie, die auf Wahrscheinlichkeiten beruht, nicht zwangsläufig unkreativ sein müsse. Schließlich würden wir kaum…
Dagmar Schäfer: Ursprünge der chinesischen Wissensgesellschaft
GehörtWährend sich die moderne Wissenschaft in Europa wesentlich über Universitäten und wissenschaftliche Gesellschaften entwickelte, entstand in China schon Jahrhunderte zuvor eine ausgeprägte Wissenskultur, deren Zentrum die staatliche Verwaltung bildete. Das chinesische Kaiserreich benötigte gut ausgebildete Beamte, die ein riesiges Territorium verwalten, Steuern erheben, Infrastruktur organisieren und politische Entscheidungen vorbereiten konnten. Das Beamtentum wurde damit zu einem wichtigen Träger der Sammlung, Systematisierung und Weitergabe von Wissen. Wie diese Strukturen entstanden und die Entwicklung von Wissenschaft und Technik beeinflussten, habe ich mit Dagmar Schäfer Wissenschaftshistorikerin und Sinologin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte"/> besprochen. Sie leitet eine Abteilung am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und erforscht insbesondere die Wissens- und Technikgeschichte Chinas während der Song- und Ming-Dynastien. Ihre Arbeiten zeigen, wie eng…
Sabina Pauen: Von Kindern und Robotern
GehörtWie gehen Kinder mit Robotern um, wenn sie mit ihnen interagieren? Behandeln sie sie wie Lebewesen oder verstehen sie, dass es Maschinen sind? Vor gar nicht so langer Zeit klang das nach Science Fiction, inzwischen eher nach einer realen Erziehungsfrage. Gut, dass Sabina Pauen an der Universität Heidelberg schon intensiv dazu geforscht hat.
Wissenschaftskommunikation / Nadja Hahn
GehörtWissenschaftliche Ergebnisse zu kommunizieren fällt oft den klügsten Köpfen schwer, und vielleicht gerade deshalb. Wie es trotzdem geht, darüber rede ich mit der Journalistin und Wissenschaftskommunikatorin Nadja Hahn.
Was vor dem Journalismus war
GehörtVor dem Journalismus dienten Medien nicht der Aufklärung. Die Aufgaben des Präjournalismus waren Machtkonzentration und Manipulation: Die Fugger kauften geheime Nachrichten, Herrscher verbreiteten Propaganda. Heute kontrollieren Elon Musk und andere Plattformbesitzer wieder zentrale Informationsströme. Kehren wir in eine Zeit ohne demokratischer Öffentlichkeit zurück?