Zusammenfassung der Episode
Früher brauchte es Programmierkenntnisse, Durchhaltewillen, Frustrationstoleranz und genügend Nerdtum, um sich in den Quellcode zu verbeissen und eine Anwendung zu entwickeln. Heute reicht (im Idealfall) ein locker-flockiges Gespräch mit Claude. Wenn die künstliche Intelligenz die Hauptarbeit erledigt, nennt sich das auch Vibe-Coding. Die Folge ist eine Flut von neuen Apps in den Stores und unzählige frisch gebackene Anbieterinnen und Anbieter, die ein Publikum für ihre Softwareprodukte suchen – denn die lassen sich nicht KI-generieren. Es sieht so aus, als würde eine goldene Ära für uns Anwenderinnen und Anwender anbrechen: Dank KI wächst die Auswahl, während die Preise sinken. Ein eindrückliches Beispiel für diese Entwicklung sind die Craft-Apps: Kopien der Anwendungen aus Microsoft Office und der Creative Suite von Adobe: kostenlose Alternativen zu Word, Excel, Powerpoint und Photoshop. Oder ist das alles nicht so toll? Rollt hier eine Welle von schlecht gewarteten, unsicheren und kurzlebigen Programmen…
Früher brauchte es Programmierkenntnisse, Durchhaltewillen, Frustrationstoleranz und genügend Nerdtum, um sich in den Quellcode zu verbeissen und eine Anwendung zu entwickeln. Heute reicht (im Idealfall) ein locker-flockiges Gespräch mit Claude. Wenn die künstliche Intelligenz die Hauptarbeit erledigt, nennt sich das auch Vibe-Coding. Die Folge ist eine Flut von neuen Apps in den Stores und unzählige frisch gebackene Anbieterinnen und Anbieter, die ein Publikum für ihre Softwareprodukte suchen – denn die lassen sich nicht KI-generieren. Es sieht so aus, als würde eine goldene Ära für uns Anwenderinnen und Anwender anbrechen: Dank KI wächst die Auswahl, während die Preise sinken. Ein eindrückliches Beispiel für diese Entwicklung sind die Craft-Apps: Kopien der Anwendungen aus Microsoft Office und der Creative Suite von Adobe: kostenlose Alternativen zu Word, Excel, Powerpoint und Photoshop. Oder ist das alles nicht so toll? Rollt hier eine Welle von schlecht gewarteten, unsicheren und kurzlebigen Programmen…
Folgen
Software frisst ihre Kinder
GehörtFrüher brauchte es Programmierkenntnisse, Durchhaltewillen, Frustrationstoleranz und genügend Nerdtum, um sich in den Quellcode zu verbeissen und eine Anwendung zu entwickeln. Heute reicht (im Idealfall) ein locker-flockiges Gespräch mit Claude. Wenn die künstliche Intelligenz die Hauptarbeit erledigt, nennt sich das auch Vibe-Coding. Die Folge ist eine Flut von neuen Apps in den Stores und unzählige frisch gebackene Anbieterinnen und Anbieter, die ein Publikum für ihre Softwareprodukte suchen – denn die lassen sich nicht KI-generieren. Es sieht so aus, als würde eine goldene Ära für uns Anwenderinnen und Anwender anbrechen: Dank KI wächst die Auswahl, während die Preise sinken. Ein eindrückliches Beispiel für diese Entwicklung sind die Craft-Apps: Kopien der Anwendungen aus Microsoft Office und der Creative Suite von Adobe: kostenlose Alternativen zu Word, Excel, Powerpoint und Photoshop. Oder ist das alles nicht so toll? Rollt hier eine Welle von schlecht gewarteten, unsicheren und kurzlebigen Programmen…
Wie man in Dänemark Super-Admin wird
GehörtEin Passwort mit sechs Nullen und zwei Siebnern: Das war für Kevin einst maximale Sicherheit. Matthias hingegen fand, er schlage jedem Hacker ein Schnippchen, wenn er im Wort «Maschendrahtzaun» das T durch ein Pluszeichen ersetze. Und wer erinnert sich noch an Windows 98? Dort konnte man sich der Passworteingabe nach dem Start durch einen Klick auf den «Abbrechen»-Knopf entziehen. Heute rächt sich solcher Schlendrian bitter: Wir lesen, dass in Dänemark Millionen von Personendaten abhandenkamen, weil ein Administrator anscheinend das Passwort «123456» benutzte. Die Frage im Titel beantwortet sich daher einfach: Indem man das Passwort «123457» benutzt. In dieser Folge setzen wir bei den unschuldigen Zeiten in den 1990er-Jahren an und unternehmen eine Zeitreise durch die Geschichte der Passwortsicherheit: von den ersten Mailkonten und Excel-Listen voller Zugangsdaten über immer absurdere Passwortregeln bis zu Passwortmanagern und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wir erinnern uns an die Papierlisten der Banken,…
«Die Leute verstehen nicht mehr, wie die digitale Welt funktioniert»
GehörtDominik Landwehr hat sich mit Chiffriermaschinen, digitaler Kultur, Technikgeschichte und humanitärer Arbeit beschäftigt – und ist seit diesem Sommer Präsident von Wikimedia CH. Wir fragen ihn, wie diese Dinge zusammenpassen und warum er ausgerechnet jetzt Verantwortung für eines der sonderbarsten Projekte des Internets übernimmt. Denn Wikipedia steckt mit 25 Jahren in einer paradoxen Lage: Menschen besuchen das Online-Lexikon etwas weniger, dafür lesen KI-Systeme umso eifriger mit. ChatGPT, Gemini und Co. brauchen das von Freiwilligen zusammengetragene Wissen – könnten aber gleichzeitig dazu führen, dass immer weniger Menschen dessen Quelle sehen. Wir reden über Neutralität, gesellschaftliche Polarisierung und die Frage, wer eigentlich entscheidet, was als verlässliches Wissen gilt. Und natürlich über Elon Musks Grokipedia: Ist eine KI-generierte Enzyklopädie die Zukunft des Wissens – oder zeigt sie vor allem, warum die manchmal mühsamen menschlichen Streitereien auf Wikipedia unverzichtbar sind?
Die Gamifzierung der Welt
GehörtEin Prinzip entpuppte sich als erfolgreich – vielleicht zu erfolgreich? Die Gamifzierung stammt aus der Sphäre der Videospiele und besteht aus psychologischen Mechanismen, uns bei der Stange zu halten und zu Höchstleistungen anzuspornen. Dieses Prinzip ist längst in andere Bereiche übergeschwappt: Wearables wie smarte Uhren belohnen uns mit «Badges», wenn wir unsere tägliche Schrittzahl erreichen. Manche Krankenkassen gamifizieren den gesunden Lebensstil mit finanziellen Boni. Sprach-Apps wie Duolingo belohnen regelmässiges Üben und Unternehmen wie Disney und Uber lassen ihre Angestellten gegeneinander antreten und belohnen das fleissigste Arbeiterbienchen mit dem Platz 1 auf dem «Leaderboard». Das ist aber nicht alles: Auch in der Politik wird dieses Instrument für Kampagnen eingesetzt und bei den Prognosemärkten (Prediction markets) wird es auf die Spitze getrieben: Es lässt sich auf reale Ereignisse wetten, wie auf Pferderennen. Die Risiken sind enorm, wie man in den USA sieht, wo dieser Mechanismus zu…
Vier Leute, ein paar Fresszettel und eine Exceltabelle
GehörtKevin unterstützt regelmässig kleinere Unternehmen bei Digitalisierung, Automatisierung und der Integration von KI. Dabei stellt er fest, dass das grösste Hindernis häufig gar nicht die Technik ist: Viele Unternehmen wissen schlicht nicht, was heute möglich ist, welche ihrer Arbeitsabläufe sich verbessern liessen und wo sie überhaupt anfangen sollen. Wie geht man vor, um eingespielte Routinen zu hinterfragen? Wir debattieren die Tücken der Digitalisierung anhand konkreter Beispiele: vom Reservationsbuch im Restaurant über Arbeitsrapporte im Gartenbau bis zum Excel-Chaos, bei dem vier Leute damit beschäftigt sind, Zahlen von einer Tabelle in die nächste zu übertragen. Dabei zeigt sich, dass digital nicht automatisch besser ist. Manchmal ist ein Notizzettel praktischer als eine App, und eine ausgeklügelte Software kann mehr Probleme schaffen, als sie löst. Auch die KI kommt zur Sprache: Sie eröffnet neue Möglichkeiten, lästige Routinearbeiten zu automatisieren, ohne dass man dafür programmieren können muss.…