L'After Foot ist eine tägliche Sport-Talkshow und ein Podcast des französischen Medienunternehmens RMC, der sich umfassend mit dem nationalen und internationalen Fußballgeschehen auseinandersetzt. Die Sendung, die bereits seit zwei Jahrzehnten besteht, hat sich als eine der führenden Plattformen für Fußballanalysen und Debatten im französischsprachigen Raum etabliert. Das Format zeichnet sich durch seine späte Sendezeit aus, die meist direkt an die Live-Übertragungen der Abendspiele anschließt, um zeitnahe Reaktionen, Analysen und Expertenmeinungen zu liefern.
Die redaktionelle Leitung liegt maßgeblich bei Gilbert Brisbois und Daniel Riolo, die gemeinsam mit Journalisten wie Florent Gautreau und Jean-Louis Tourre die Kernbesetzung bilden. Ergänzt wird die Runde regelmäßig durch ein Team aus ehemaligen Profispielern und Fachleuten, darunter Eric Di Meco, Emmanuel Petit, Jérôme Rothen und Lionel Charbonnier. Diese Experten kommen insbesondere bei europäischen Wettbewerben wie der Champions League zum Einsatz, um taktische Einblicke und sportliche Bewertungen zu geben. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die direkte Einbindung der Zuhörerschaft, was zu einer dynamischen und oft kontroversen Diskussionskultur führt.
Strukturell unterteilt sich das Programm in verschiedene Segmente. Den Abend eröffnet häufig das Format „Génération After“ unter der Leitung von Nicolas Jamain, das Raum für jüngere Analysten wie Walid Acherchour oder Kevin Diaz bietet. An den Wochenenden übernimmt Carine Galli regelmäßig die Moderationsleitung. Die thematische Bandbreite der Sendung reicht von detaillierten Einzelkritiken nach Ligue-1-Partien bis hin zu Grundsatzdiskussionen über die Entwicklung des modernen Fußballs, Transfermarkt-Aktivitäten und verbandspolitische Entscheidungen.
Durch die kontinuierliche Präsenz an sieben Tagen in der Woche fungiert L'After Foot als fortlaufende Chronik der Fußballsaison. Die Berichterstattung kombiniert dabei journalistische Aufarbeitung mit der emotionalen Unmittelbarkeit des Fan-Diskurses, wodurch das Format über die reine Ergebnisberichterstattung hinausgeht und den Sport in seinen breiteren kulturellen Kontext einordnet.